Dank zuletzt beachtlicher Resultate klettert Saudiarabien in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste weiter nach oben. Aktuell steht die Mannschaft von Nationaltrainer Bert van Marwijk in der dritten Qualifikationsrunde der Asien-Zone für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ an der Spitze der Gruppe B. Ihre Hoffnungen, sich zum fünften Mal für das weltweit bedeutendste Fussballturnier zu qualifizieren, sind entsprechend groß. Die beiden letzten Auflagen in Südafrika und Brasilien hatte Saudiarabien verpasst.

Der furiose Start der saudiarabischen Nationalmannschaft in die WM-Qualifikation für Russland 2018 trug entscheidend zu ihrer kontinuierlichen Aufwärtsentwicklung in der Weltrangliste bei. Nachdem sie in Gruppe A der zweiten Qualifikationsrunde ohne Niederlage geblieben war, stand die Mannschaft bereits kurz davor, das Jahr 2016 als ungeschlagenes Team zu beenden. Doch dann beendete Japan am fünften Spieltag der dritten Qualifikationsrunde in Saitama die Erfolgsserie doch noch.

Der niederländische Auswahltrainer indes blieb nach dieser Niederlage gelassen. "Das darf uns nicht weiter beeindrucken, zumal wir weiterhin Gruppenerster sind. Am nächsten Spieltag gegen Thailand werden wir uns wieder fangen."

Dennoch wird sich der erfahrene Coach, der 2010 in Südafrika die Niederlande betreute, vor den Thailändern in Acht nehmen müssen. Denn die hatten im letzten WM-Qualifikationsspiel des vergangenen Jahres den favorisierten Australiern ein viel beachtetes Unentschieden abgerungen.

Zur Vorbereitung auf die bevorstehende Begegnung absolvierten die Falken ein Trainingslager in Abu Dhabi. Ein Testspiel am 10. Januar gegen Slowenien endete torlos. Dieses Ergebnis führte zu einer Verbesserung um sechs Ränge auf Position 48 in der Weltrangliste und damit zur besten Platzierung des dreimaligen Asienmeisters seit 2008.

Nach dem Abpfiff der Partie gegen Slowenien meinte Abwehrspieler Omar Hawsawi: "Freundschaftsspiele sind immer wichtig, denn sie bieten die Möglichkeit, den Stand der Vorbereitung einzuschätzen und die Stärken der Mannschaft weiter auszubauen. Daher war dieser Test für uns sehr wertvoll."

Neue Gesichter
Saudiarabien ist derzeit also guter Hoffnung, das Ticket für Russland 2018 lösen zu können. Und damit dies gelingt, hat Van Marwijk inzwischen einige neue Spieler wie Sami Al-Najei und Abdurahman Al-Dosari von Al Nassr sowie Hasan Kadesh von Al Ittifaq ins Team geholt.

Die nächsten WM-Qualifikationsspiele werden Aufschluss darüber geben, ob die jungen Akteure die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen können. Dazu Nawaf Al-Abed, der in der dritten Qualifikationsrunde bislang die meisten Tore beisteuerte: "Diese Spieler verdienen es, dass man ihnen eine Chance gibt. Ihre Berufung verdanken sie ihren Qualitäten. Ich werde sie unterstützen, damit sie Fuß fassen können."

Vier Tage nach dem Test gegen Slowenien landete Saudiarabien in einem weiteren Testspiel gegen Kambodscha einen 7:2-Kantersieg. Ab sofort konzentriert sich die Mannschaft voll auf das im März anstehende WM-Qualifikationsspiel gegen Thailand – wohl wissend, dass ihre gesamte Fangemeinde die Rückkehr auf die große Bühne des Weltfussballs erwartet.

Und falls die Erfolgsserie der Falken tatsächlich weiterhin anhält, dürften sie sich in den kommenden Monaten auch in FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste zu neuen Höhen aufschwingen.