Entwicklung

Nächste Stufe der Schulungen für Technische Leiter in Afrika

(FIFA.com)
Technical Directors from eight African MAs attend a workshop in Johannesburg in April 2018
© FIFA.com
  • Acht Technische Leiter von acht CAF-Mitgliedsverbänden nahmen am Workshop teil
  • Zweites Schulungsmodul, aufbauend auf dem ersten 2016 in Malawi
  • Wichtigste Themen waren die Trainerausbildung und die Eliteförderung im Jugendbereich

Die FIFA hat die zweite Phase des Schulungs- und Unterstützungsprogramms für Technische Leiter in Afrika gestartet. Von Dienstag, 10. April, bis Donnerstag, 12. April, nahmen die Technischen Leiter von acht CAF-Mitgliedsverbänden aus dem Süden und Osten Afrikas am Pilot-Workshop für das Modul 2B (Technical) in Johannesburg (Südafrika) teil.

Die wichtigsten Themen des dreitägigen Kurses waren die Trainerausbildung und die Eliteförderung im Jugendbereich. Die acht Teilnehmer waren vor zwei Jahren auch schon beim ersten FIFA-Workshop für Technische Leiter (Modul 1) in Malawi dabei, wo ein allgemeiner Überblick über die Rolle des nationalen Technischen Leiters aufgezeigt wurde.

"Dieser Workshop war der nächste logische Schritt nach demjenigen 2016 in Malawi", so Jürg Nepfer, Leiter der Technischen Entwicklungsabteilung der FIFA und Koordinator des Workshops. "Dort haben wir uns auf die Umsetzung von Strategien des Projektmanagement konzentriert, um die umfangreiche und komplexe Arbeit eines Technischen Leiters anzugehen.

Hier nun haben wir die nächste Diskussionsstufe eröffnet und uns mit den beiden wichtigsten Aspekten der Entwicklungsaufgaben des Technischen Leiters beschäftigt. Ohne qualifizierte und kompetente Trainer, die mit den Spielern und Teams arbeiten und ohne eine gut geführte Elite-Jugendförderung kann der Fussball nicht gedeihen."

Die folgenden Technischen Leiter nahmen teil:

  • Neil Tovey (Südafrika)
  • Rimothy Tjongarero (Namibia)
  • Salum Mamadi (Tansania)
  • Bekisisa Mkhonta (Swasiland)
  • John Kaputa (Malawi)
  • Francis Oti-Akenteng (Ghana)
  • Ulric Mathiot (Seychellen)
  • Abdul Rassullassine Abdulla (Mosambik)

Neben diesen Technischen Leitern war auch Dominique Niyonzima, leitender Manager der Technik- und Entwicklungsabteilung des afrikanischen Fussballverbandes CAF,  Fran Hilton Smith, Leiterin der SAFA-Abteilung Frauenfussball, sowie Frans Mogashoa, SAFA-Trainer für Ausbildung, beim Workshop dabei.

Die FIFA-Delegation bei der Veranstaltung wurde angeführt von Steven Maartens, Technischer Leiter der FIFA. Dazu gehörten Nepfer, Hansruedi Hasler (Schweiz), Willi Ruttensteiner (Österreich), Matjaz Jaklic (Slowenien) und Ashford Mamelodi (Botsuana). Alle sind aktuelle oder ehemalige Technische Leiter und Entwicklungsbeauftragte.

Ebenfalls dabei waren David Fani, Manager für Entwicklung vom FIFA-Regionalbüro in Johannesburg, und Govinden Thondoo, der Technische Berater der FIFA für diese Region. Ihnen kommt die wichtige Verantwortung zu, im Nachgang zu beobachten sowie mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um sicherzustellen, dass die beim Workshop erlernten Konzepte in den vertretenen Mitgliedsverbänden umgesetzt werden.

Der Workshop verfolgte einen innovativen, interaktiven Ansatz, bei dem die FIFA-Experten die Module in einzelnen Lektionen präsentierten, die die gesamte Gruppe einbezogen. Den Teilnehmern wurden dabei von den anwesenden Technischen Leitern Erfahrungen aus dem jeweiligen Land vermittelt, um einen Bezug zu Beispielen aus dem realen Leben zu schaffen. Anschließend wurden die Technischen Leiter in kleinere Gruppen aufgeteilt, um sich mit speziellen Themen zu beschäftigen. Die Diskussionsergebnisse wurden dann der gesamten Gruppe vorgestellt.

Die Themen des ersten Tages

  • Trainerausbildung
  • Die Rolle des Technischen Leiters als Fürsprecher für gut ausgebildete Trainer
  • Die Bedeutung der für die Umsetzung eines Trainerausbildungsprogramms zuständigen Person
  • Die Lernweisen Erwachsener und die Bedeutung der Nutzung einer effektiven Methodik
  • Die Unterschiede zwischen einem Trainer-Instruktor und einem Trainer-Mentor
  • Ratschläge zum Aufbau guter Beziehungen zu Trainern

Die Themen des zweiten und dritten Tages

  • Die Bedeutung eines Elite-Jugendförderprogramms innerhalb des Mitgliedsverbandes
  • Die Verantwortung für die Entwicklung und Einhaltung einer Philosophie der Elite-Jugendförderung
  • Kriterien für die Erkennung von Talenten
  • Bedeutung regelmäßiger, geeigneter Wettbewerbe
  • Die Entwicklungswege für die Jugendarbeit und die Rolle der Elite-Jugendtrainer
  • Die Leitung von Jugend-Nationalmannschaften
  • Die Verantwortung des Technischen Leiters bei der Gewährleistung, dass das Interesse der Spieler stets im Vordergrund stehen muss

Die Delegation besuchte anschließend das Trainingszentrum des südafrikanischen Premier-League-Klubs Kaizer Chiefs, um sich vor Ort ein Bild einer Nachwuchsakademie zu machen und zu sehen, wie die Nachwuchsförderung bei diesem Klub gehandhabt wird.

Maartens sah durchaus eine sehr positive Wirkung des Workshops, obgleich es nur eine Pilotveranstaltung war.

"Natürlich gibt es noch einige Feinheiten, die wir verändern werden und wir müssen zudem darauf achten, dass die Inhalte für die jeweiligen Regionen tatsächlich relevant sind. Doch insgesamt lief alles gut. Die Technischen Leiter waren mit Leidenschaft und Enthusiasmus dabei", so sein Fazit.

"Die Herausforderung besteht nun darin, die Programme dieser Technischen Leiter zu beobachten und zu unterstützen. Aus dem Entwicklungsprogramm FIFA Forward werden für jeden Mitgliedsverband USD 1,25 Mio. zur Verfügung gestellt. Wir wollen sicherstellen, dass die Technischen Leiter Zugriff auf diese Mittel haben und sie einsetzen können, um Projekte in den vom Workshop abgedeckten Bereichen umzusetzen."

Der nächste Schritt für die Technischen Leiter besteht nun in der Teilnahme am Workshop für Modul 2A (Führungsarbeit und Management) im kommenden Jahr. Der Pilot-Workshop für dieses Modul findet vom 24. bis 26. April in Thailand statt.

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