• Frankreich ist Gastgeber der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™
  • David Trézéguet, Weltmeister von 1998, gibt seinen Nachfolgerinnen Tipps
  • "Das französische Publikum liebt den Sport und vor allem sein Nationalteam", sagt er

Ob bei der UEFA EURO 1984 oder 2016 und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1998™: Frankreich hat zu mehreren Gelegenheiten bewiesen, dass es einen großen Wettbewerb perfekt organisieren und außerdem auch sportlich brillieren kann. Les Bleus holten 1984 unter Michel Hidalgo im eigenen Land den kontinentalen Titel, die Schützlinge von Didier Deschamps erreichten 2016 das Finale. Dazwischen schrieb Aimé Jacquet bei der WM 1998 das schönste Kapitel der französischen Sportgeschichte.

Fast 20 Jahre nach diesem ruhmreichen Tag wird in Frankreich erneut die Welt zu Gast sein, wenn das Land die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™ ausrichtet. Die Fans des französischen Sports erhoffen sich den gleichen Ausgang wie einst. Damals erlebte ein gewisser David Trezeguet den Triumph von 1998 aus nächster Nähe mit. So ist der ehemalige Angreifer mit dem ausgeprägten Torinstinkt auch heute bestens dafür geeignet, die Chancen der Französinnen auf die Wiederholung jenes Erfolgs einzuschätzen.

"Die WM in Frankreich war ein einmaliger Moment", sagt der frühere Torjäger im Gespräch mit FIFA.com. "In Frankreich ist seit 1998 und mit der EURO 2016 alles vorhanden: Eine gute und sehr disziplinierte Organisation und solide Grundlagen. Jedes Mal, wenn Frankreich die Gelegenheit hat, auf sportlicher Ebene etwas Außergewöhnliches zu schaffen, macht es seine Sache gut. Es wird eine WM sein, die man erleben muss", kündigt er an.

Willen und Arbeit
Und auf dem Platz? Haben die Mädchen, die mit Trézéguet und seinen Teamkameraden als Vorbilder aufgewachsen sind, das Zeug, es ihnen gleichzutun? "Das französische Nationalteam hat sich mit Einsatzwillen, Lust und harter Arbeit sehr gut vorbereitet. Vor allem mit Arbeit auf höchstem Niveau", sagt der ehemalige Stürmer von AS Monaco und Juventus. "Mit all diesen Trümpfen ist Frankreich ein Anwärter auf den WM-Titel."

Vor allem, wenn Les Bleues auf die gleiche Unterstützung zählen können, wie ihre männlichen Kollegen vor fast 20 Jahren. "Das französische Publikum liebt den Sport und vor allem sein Nationalteam. Es wird zur Stelle sein und große Präsenz zeigen", sagt Trezegol, der 1998 gerade 19 Jahre jung war. Der inzwischen fast 40-Jährige verfügt heute über die nötige Erfahrung, um seinen Nachfolgerinnen einige Tipps zu geben. "Genießt jedes Spiel, genießt die Atmosphäre, das hohe Niveau und vor allem: Ein Team, das diesen Wettbewerb gewinnen will, muss eine Einheit sein."