• Acht europäische Teams qualifizieren sich neben Frankreich für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019
  • Der Startschuss für die Gruppenphase fällt am 14. September auf den Färöer
  • Favoriten Deutschland und England greifen ins Geschehen ein

Wie schön ist doch der Beginn der Qualifikation! Für die Teams an der Startlinie ist es ein kurzer Moment des Glücks, denn in den Tabellen der Gruppen liegen noch alle gleichauf. So weisen die Außenseiter Albanien, Färöer oder Moldawien, die von einer ersten Teilnahme an der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ träumen, die gleiche Bilanz auf wie die Schwergewichte der Disziplin Deutschland, England, Spanien oder Schweden.

Zweifellos werden die beiden ersten Spieltage auf dem Alten Kontinent, die vom 14. bis 19. September stattfinden, so manches Team auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Doch bis zum Anpfiff der Begegnungen gilt für alle Teilnehmer des Rennens: Träumen ist erlaubt!

Der Endspurt auf dem Weg nach Frankreich 2019 hat begonnen.

Wer qualifiziert sich?
Nach der ersten Runde der Qualifikation, die vom 6. bis 11. April 2017 über die Bühne ging, wurden die verbleibenden 35 Teams in sieben Fünfergruppen aufgeteilt. Die Sieger der jeweiligen Gruppen qualifizieren sich direkt für Frankreich 2019. Die vier besten Zweitplatzierten bestreiten eine Playoff-Runde mit Halbfinale und Finale. Das siegreiche Team dieser Playoffs stellt den achten und letzten europäischen Teilnehmer neben Gastgeber Frankreich.

Die Zusammensetzung der Gruppen
Gruppe A: Bosnien und Herzegowina, England, Kasachstan, Russland, Wales
Gruppe B: Albanien, Belarus, Polen, Schottland, Schweiz
Gruppe C: Niederlande, Nordirland, Norwegen, Republik Irland, Slowakei
Gruppe D: Dänemark, Kroatien, Schweden,Ukraine, Ungarn
Gruppe E: Deutschland, Färöer, Island, Tschechische Republik, Slowenien
Gruppe F: Belgien, Italien, Moldawien, Portugal, Rumänien
Gruppe G: Finnland, Israel,Österreich, Serbien, Spanien

Die Topspiele der ersten beiden Spieltage: 
* Färöer - Tschechische Republik, 14. September 2017, 20.00 Uhr (Ortszeit)
Die sportliche Herausforderung wird sich wohl auf den Kampf um den zweiten Platz beschränken, denn Deutschland ist in Gruppe E vermutlich unerreichbar. Die Begegnung hat aber einen hohen symbolischen Wert, denn sie markiert den offiziellen Startschuss zur Gruppenphase der Qualifikation für Frankreich 2019. Es sei daran erinnert, dass die Färöer wie die Teams aus Albanien, Israel, Kasachstan und Moldawien bereits eine Vorrunde bestritten haben.

* Deutschland - Slowenien, 16. September 2017, 14.00 Uhr (Ortszeit)
Mit großem Interesse wird in der gleichen Gruppe das Debüt der DFB-Elf erwartet, die bei der UEFA Women's EURO 2017 vorzeitig ausschied, nachdem sie die sechs vorherigen Auflagen in Folge gewinnen konnte. Angeführt von Dzsenifer Marozsan, der einzigen deutschen Kandidatin auf The Best - FIFA-Weltfussballerin 2017, werden die amtierenden Olympiasiegerinnen bei ihrem Debüt zeigen wollen, dass ihr einziges Ziel in Frankreich der Titelgewinn ist.

* Italien - Moldawien, 15. September 2017, 20.30 Uhr (Ortszeit)
* Rumänien - Italien, 19. September 2017, 17.00 Uhr (Ortszeit)
Die Squadra Azzurra war seit 1999 nicht mehr auf der weltweiten Bühne vertreten und schied bei der UEFA Women's EURO 2017 in der Gruppenphase aus. Bei der 2019 jenseits der Alpen organisierten WM-Auflage will sich Italien, in den 1980er Jahren noch eine Großmacht des Frauenfussballs, endlich wieder mit der Weltelite messen. Hierfür wird das Team einen guten Start anstreben in einer ausgeglichenen Gruppe, in der außerdem Belgien und Portugal um den ersten Platz kämpfen werden.

* England - Russland, 19. September 2017, 20.00 Uhr (Ortszeit)
Vorbei sind die Zeiten, als England keine größeren Ziele hatte, als sich für die Endrunde zu qualifizieren und sich dort ohne großen Druck achtbar aus der Affäre zu ziehen. Die Engländerinnen, die als Dritte der WM 2015 das beste europäische Team stellten und bei der EURO 2017 ins Halbfinale einzogen, peilen nun unverhohlen den Titel an. In der Qualifikation werden sie sich vor eigenem Publikum keinen Punktverlust erlauben können und dies gleich zum Auftakt gegen Russland unter Beweis stellen wollen.

* Nordirland - Republik Irland, 19. September 2017, 20.30 Uhr (Ortszeit)
In einer Gruppe mit den amtierenden Europameisterinnen aus der Niederlande und der weltweiten Großmacht Norwegen wissen die beiden irischen Teams, dass es schwer wird, ganz nach oben zu kommen. Was könnte es also Besseres geben, als mit einem Auftaktsieg gegen die Nachbarinnen einen guten Start in die Qualifikation zu erwischen.