• Sechs Teilnehmer bei der Ozeanien-Qualifikation für die nächste FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft 2018
  • Dem Siegerteam winkt ein Platz in Frankreich
  • Papua-Neuguinea war Ende des vergangenen Jahres Ausrichter der Vorläufer-Auflage

Gerade einmal sechs Monate ist es her, seit die DVR Korea den Titel bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in Papua-Neuguinea gewann. Nun rückt Ozeanien erneut in den Mittelpunkt der Frauenfussballwelt: In den kommenden zwei Wochen findet in Auckland (Neuseeland) das erste Qualifikationsturnier für die nächste Auflage der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft statt, die 2018 in Frankreich ausgetragen wird.

Sechs Nationen treten zur OFC U-19-Frauen-Meisterschaft 2017 an und spielen vom 11. bis 24. Juli im Ligaformat den Sieger aus. Am Start sind Fidschi, Neukaledonien, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Samoa und Tonga. Der Turniersieger nimmt als einziges Team aus der Ozeanien-Zone an der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2018 teil.

Neuseeland ist haushoher Favorit, denn seitdem Australien 2006 den Kontinentalverband verlassen hat, haben die Kiwis alle fünf Auflagen des Turniers gewonnen.

Papua-Neuguinea erneut im Rampenlicht
Doch auch Papua-Neuguinea wird nach der historischen Ausrichtung der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr im Fokus stehen. Zwar schied die Mannschaft nach drei klaren Niederlagen gegen Brasilien, Schweden und die DVR Korea bereits nach der Gruppenphase aus. Trotzdem hat sich der Frauenfussball dank der furchtlosen Auftritte gegen drei weitaus stärkere Teams fest etabliert.

Der spektakuläre Treffer von Nicollete Ageva gegen den späteren Weltmeister Korea DVR wurde in ganz Papua-Neuguinea frenetisch bejubelt und ist bis heute einer der unvergessenen Momente des Turniers. Neben Ageva können noch einige weitere Spielerinnen von Papua-Neuguinea in den kommenden zwei Wochen beim Qualifikationsturnier in der größten Stadt Neuseelands von ihrer wertvollen WM-Erfahrung profitieren, beispielsweise Torhüterin Faith Kasiray und Mittelfeldspielerin Belinda Giada.

RED CARD | The #ENDviolence campaign will be full swing at the#OFCU19W in Auckland this July https://t.co/cIc9rjoahw

(ROTE KARTE | Die Kampagne #ENDviolence wird bei der #OFCU19W im Juli in Auckland intensiv fortgesetzt https://t.co/cIc9rjoahw)

— OFC Oceania Football (@OFCfootball) 9. Juli 2017

Neuseeland verfügt über beste Voraussetzungen, seine dominante Stellung in der Konföderation zu behaupten. Trainer Gareth Turnbull holt bereits seit mehreren Wochen regelmäßig mehr als die Hälfte des Kaders zu Trainingseinheiten zusammen. Zudem gehören zahlreiche Spielerinnen zum Aufgebot, die bereits 2016 bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft in Jordanien dabei waren. Allerdings müssen die Gastgeberinnen den Ausfall zweier wichtiger Stammspielerinnen verkraften: Die offensive Mittelfeldspielerin Lily Bray ist ebenso verletzt wie die pfeilschnelle Paige Satchell, die schon in der A-Nationalmannschaft spielte.

Zwei Länder, die in jüngster Zeit im Männerfussball erhebliche Fortschritte machten, hoffen nun darauf, dass dies nun auch bei den Frauen gelingt. Neukaledonien hatte bei der Qualifikation für die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft den zweiten Platz belegt und verstärkt das Team nun mit einigen Akteurinnen aus der jüngsten Nationalauswahl.

Fidschi wiederum feiert sein Debüt bei diesem Turnier und wird auch in der Qualifikation für die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft im nächsten Monat am Start sein. Die Ambitionen sind bei beiden Turnieren hoch. Die Mannschaft hat die vergangenen acht Wochen im Trainingslager verbracht. Der Präsident des Fussballverbandes Rajesh Patel unterstrich durch eine persönliche Erklärung, wie ernst es der Regierung mit der Entwicklung des Frauenfussballs ist.

** Das Turnier dient auch als Plattform für die Kampagne #ENDviolence, die schon bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in Papua-Neuguinea im vergangenen Jahr im Fokus stand. Mit der Kampagne soll das Bewusstsein für die Probleme im Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen in der Pazifikregion geschärft werden. Ziel der Kampagne ist die Förderung von Respekt, Verständnis und Toleranz zwischen Mädchen und Jungen sowie Frauen und Männern in der gesamten Gesellschaft.