• Absolventinnen von FIFA- und UEFA-Führungsprogramm trafen in Amsterdam zusammen
  • Entwicklung einer verbesserten Version 
  • Gemeinsam den nächsten Schritt gehen

Am vergangenen Wochenende standen in Amsterdam die Frauen im Mittelpunkt. Das lag nicht nur daran, dass am Sonntag im rund 50 Kilometer entfernten Utrecht die UEFA Women’s Euro angepfiffen wurde. Gemeinsam mit der UEFA organisierte die FIFA am 15. und 16. Juli im Rahmen der Frauen-EM eine ganz besondere Veranstaltung (UEFA/FIFA Women in Leadership – Taking a next step together), um die Erfolgsgeschichten von über 150 Frauen zu feiern, die die Programme zur Förderung von weiblichen Führungskräften der UEFA und FIFA erfolgreich abgeschlossen haben.

Wie wichtig derartige Programme sind, hatte erst kürzlich Karina LeBlanc, ehemalige Torhüterin des kanadischen Nationalteams und Absolventin des FIFA-Programms zur Förderung von weiblichen Führungskräften, in einem Interview mit FIFA.com erklärt. "Mir persönlich hat es geholfen zu erkennen, dass ich mehr als nur eine Fussballspielerin bin. Es klingt banal, aber es ist immens. Mein Cheftrainer John Herdman sagte im Jahr 2013 zu mir: "Wenn Du denkst, dass Deine einzige Aufgabe auf dieser Erde darin besteht, Fussball zu spielen, dann habe ich bei Dir versagt." Ich werde dieses Gespräch nie vergessen. Und ich habe mich gefragt: Was ist meine Aufgabe?

Ich erinnere mich an meine erste Reise. Ich hielt ein Fussballcamp in Honduras ab. Dort kennen sie nur ihre eigene Realität. Sie können nicht den Fernseher anschalten und sehen, dass Frauen Fussball spielen. Sie sehen ihre Mütter, die Kinder haben. Ich erinnere mich an Mädchen im Alter von 14 Jahren, die bereits ihre Babys im Arm hielten", erzählt LeBlanc. "Dort einen Ball fallen zu lassen und zu sagen: Hey, das ist, was ich mache, weil ich es gewagt habe zu träumen. Ich habe es gewagt, daran zu glauben, etwas Verrücktes machen zu können. Dies hat meine Ansichten etwas verlagert und ich dachte: Vielleicht ist nicht nur meine Aufgabe auf dieser Erde den Ball zu treten. Vielleicht hat mich der Fussball für etwas Größeres vorbereitet."

Mit der Veranstaltung in Amsterdam soll nun der nächste Schritt eingeläutet werden und eine neue und verbesserte Version des FIFA-Programms zur Förderung von weiblichen Führungskräften entwickelt und an die Bedürfnisse der Mitgliedsverbände und Konföderationen angepasst werden - auch in Zusammenarbeit mit den bisherigen Absolventinnen. 

"An dem UEFA-Programm teilzunehmen hat mein Leben für immer geändert. Ich würde nicht auf dieser Bühne stehen und ich hätte nicht die Position, die ich jetzt einnehme, wenn ich nicht die Gelegenheit gehabt hätte, an diesem Programm teilzunehmen", sagte Sarai Bareman, Frauenfussballdirektorin der FIFA, an die Teilnehmerinnen gerichtet. "Als ich in diese Position gekommen bin, habe ich mir das Versprechen gegeben, dass ich immer Zeit für alle Frauen habe, die zu mir kommen und wissen wollen: Wie bist du hierher gekommen? Jeder einzelne von euch muss hier die gleiche Haltung haben. Weil wir Glück haben."