Auf dem Weg zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ geht es für die Teams, die sich qualifizieren wollen, Schritt für Schritt voran. Nun begann auch der Weg für die Offiziellen. Die FIFA hat in Zusammenarbeit mit den Konföderationen eine überarbeitete Liste mit 35 Schiedsrichter-Kandidaten und 69 Schiedsrichterassistenten-Kandidaten für das größte Turnier im Frauenfussball aufgestellt. Die Kandidaten kommen aus insgesamt 56 Ländern in allen sechs Konföderationen.

Bei der Erstellung der Kandidatenliste wurden verschiedene Aspekte berücksichtigt, darunter die Leistung in Spielen, das Verständnis für das Spiel und die Fitness. Erstmals bestimmt die FIFA in dieser Phase der Vorbereitung bereits Schiedsrichter-Trios. Das gibt den Unparteiischen die Möglichkeit, sich im Vorfeld des Turniers als Team vorzubereiten und trägt somit zu einer besseren Gesamtleistung bei.

"Das ist ein enorm wichtiger Schritt nach vorn", sagte Massimo Busacca, der Leiter der FIFA-Abteilung Schiedsrichterwesen. "'Es ist ein weiterer Meilenstein in dem dreijährigen Prozess, der im vergangenen Jahr begonnen wurde. 2018 erwarten wir von den Kandidaten eine Verbesserung der Fitness, der technischen Kenntnisse und des Fussballverständnisses. Wir werden sie während des gesamten Jahres testen und dann die besten auswählen."

Die ehemalige Elite-Schiedsrichterin und leitende Managerin in der FIFA-Abteilung für Schiedsrichterwesen Kari Seitz unterstrich die Bedeutung der Vorbereitung für die ausgewählten Offiziellen. "Die FIFA nimmt die Förderung und Entwicklung der männlichen und weiblichen FIFA-Schiedsrichter sehr ernst. Es wird nur eine begrenzte Anzahl Offizieller für die Leitung der Spiele bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft ausgewählt und die Auswahl erfolgt zu 100 Prozent nach Leistungskriterien."

Verbesserungen sind das Ziel
Um mehr Möglichkeiten für die Entwicklung weiblicher Schiedsrichter anzubieten, lud die FIFA im Oktober sieben Schiedsrichterinnen aus allen Konföderationen zur FIFA U-17-Weltmeisterschaft in Indien ein. Zudem ist es jetzt möglich, dass Mitgliedsverbände und Konföderationen weibliche Schiedsrichter für die Leitung von Spielen im Männerbereich bestimmen, womit für die Betroffenen eine wertvolle Lernerfahrung verbunden ist. Die FIFA hofft darauf, dass die Mitgliedsverbände und Konföderationen in Zukunft immer öfter von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Wenn die Schiedsrichter-Trios regelmäßig auf hohem Niveau eingesetzt werden, wird dies auch der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft zugute kommen.

Intensive Vorbereitung auf das große Turnier
2018 wird ein wichtiges Jahr für die Vorbereitungen auf die WM 2019 in Frankreich. Für die Schiedsrichterkandidaten beginnt das Jahr mit einem Intensivseminar in Katar, gefolgt vom Algarve Cup und anschließend der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018 sowie der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2018.

"Die Leistung wird aufgrund der Fähigkeiten bei der Spielleitung und Entscheidungsfindung beurteilt. Dazu müssen die Kandidaten gesund, belastbar und mental gut vorbereitet sein, so Seitz. "Wir bereiten uns wie eine Fussballmannschaft vor, so wie auch Spieler es tun. Dabei legen wir besonderen Wert auf Einheitlichkeit und Konstanz, Fairplay, den Schutz der Spieler und taktische Dinge. Hauptsächlich werden wir an den taktischen und technischen Aspekten arbeiten."

Die Kandidaten werden im Lauf der Vorbereitungszeit versuchen, die Mitglieder der FIFA Schiedsrichterkommission von ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Dann erfolgt die Ernennung der Offiziellen für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™, die von 7. Juni bis 7. Juli läuft.