Internationale Fussballstars unterstützen den Weltfussballverband FIFA, die afrikanische Fussballkonföderation CAF und Gesundheitsexperten bei einer globalen Aufklärungskampagne und vermitteln einfache Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Ebola.

Die "11 gegen Ebola"-Kampagne, bei der u. a. Cristiano Ronaldo (Real Madrid), Neymar (Barcelona), Didier Drogba (Chelsea) und Philipp Lahm (Bayern München) mitmachen, umfasst elf einfache Gesundheitsbotschaften. Diese wurden auf Anraten von Ärzten und Gesundheitsexperten aus Afrika, der Weltbankgruppe und der Weltgesundheitsorganisation ausgewählt, die in Westafrika gegen die Epidemie kämpfen.

Unter dem Motto "Gemeinsam können wir Ebola besiegen" und dem Hashtag #wecanbeatebola präsentieren die Spieler ab Montag, 17. November, in einer multimedialen Kampagne jede Botschaft mithilfe von Trickfilmen, Kommentaren, Bannern, Postern und Bildern.

Jede Botschaft wie "Ungewöhnliche Erkrankungen melden" oder "Fleisch gar kochen" zeigt anschaulich auf, wie sich das Virus verbreitet und wie man sich in den betroffenen Gebieten schützen kann.

FIFA-Chefarzt Prof. Jiří Dvořák betont: "Wir Ärzte haben gesehen, was der Fussball bei der Prävention und der Gesundheitsversorgung alles bewirken kann, als das 'FIFA 11 für die Gesundheit'-Programm in 15 afrikanischen Ländern als Teil des medizinischen Vermächtnisses der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika mit Erfolg umgesetzt wurde. Mit dem gleichen System kämpfen wir nun gegen Ebola: Fussballstars zeigen mit einfachen Botschaften, wie man sich vor der Krankheit schützen kann. Denn wenn der Fussball spricht, hören alle zu."

Mit seiner Popularität und seinen Spitzenspielern erreicht der Fussball ein großes Publikum und ist ein ideales Vehikel zur Verbreitung von Gesundheitsbotschaften. Die FIFA lanciert damit erstmals eine Kampagne zur medizinischen Soforthilfe. Der Weltfussballverband hat mit früheren Aufklärungskampagnen bereits positive Ergebnisse erzielt, z. B. mit "FIFA 11 für die Gesundheit", bei der Spitzenspieler einfache Gesundheitsbotschaften für Kinder rund um die Welt präsentieren.

Neymar erklärt: "Wir müssen die Menschen in den von Ebola betroffenen Gebieten unbedingt richtig informieren. Wir alle hoffen, dass die Menschen dank dieser positiven Kampagne besser über das Ebola-Virus Bescheid wissen und sich so vor einer Ansteckung bestmöglich schützen können. Ich rufe alle auf, sich dieser Kampagne anzuschließen und unsere Brüder und Schwestern in den am stärksten betroffenen Regionen zu unterstützen. Gemeinsam können wir Ebola besiegen."

FIFA-Präsident Blatter betont: "Dank der Popularität des Fussballs haben wir die einzigartige Chance, alle Menschen zu erreichen. Wir hoffen, dass der Fussball seinen Teil beitragen und diese Kampagne gegen Ebola vor Ort wirklich etwas bewirken kann, wenn die Welt gemeinsam das Virus bekämpft und die Menschen in den betroffenen Gebieten unterstützt."

Gemäß Weltgesundheitsorganisation wurden bis 9. November in sechs Ländern 14.098 bestätigte, wahrscheinliche und vermutete Fälle einer Ebola-Ansteckung gemeldet. Bislang sind 5.160 Opfer zu beklagen. Guinea, Liberia und Sierra Leone sind am stärksten betroffen.

Laden Sie Poster, Bilder und Banner mit den Spielern und ihren Botschaften auf FIFA.com herunter und leiten sie mit dem Hashtag #wecanbeatebola an Ihre Gemeinschaft weiter.

Die "11 gegen Ebola"-Botschaften

1. Ungewöhnliche Erkrankungen melden: Melden Sie ungewöhnliche Erkrankungen oder Todesfälle in Ihrer Gemeinde.

2. Die Symptome kennen: Haben Sie Fieber, begleitet von Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen, Erbrechen, Blutungen oder Durchfall? Merken Sie sich die Symptome von Ebola.

3. Sofort medizinische Hilfe holen: Suchen Sie sofort medizinischen Rat, wenn Sie an Fieber und zusätzlichen Symptomen leiden.

4. Körperkontakt vermeiden: Meiden Sie direkten Haut- und Körperkontakt mit Ebola-Patienten.

5. Die Hände waschen und desinfizieren: Waschen Sie regelmäßig die Hände und desinfizieren alles, mit dem mutmaßliche oder bestätigte Ebola-Patienten in Kontakt gekommen sind.

6. Ausreichenden Körperschutz tragen: Tragen Sie bei der Pflege von Ebola-Patienten Handschuhe und angemessene Schutzkleidung, und lassen Sie sich den richtigen Gebrauch der Schutzkleidung zeigen.

7. Fleisch gar kochen: Essen Sie nur Fleisch und tierische Produkte, die gar gekocht sind.

8. Sich beim Geschlechtsverkehr stets schützen: Schützen Sie sich beim Geschlechtsverkehr mit Personen, die an Ebola erkrankt waren.

9. Kontakt mit wilden Tieren und Fledermäusen vermeiden: Wilde Tiere und Fledermäuse können Träger des Ebola-Virus sein. Meiden Sie solche Tiere.

10. Tote nicht berühren: Vermeiden Sie direkten Kontakt mit Personen, die an Ebola oder einer rätselhaften Krankheit gestorben sind.

11. Für gefahrlose Begräbnisse Hilfe holen: Wenden Sie sich für das Begräbnis von Personen, die an Ebola oder einer rätselhaften Krankheit gestorben sind, an die lokalen Behörden.