Dass der Weg in die deutsche Nationalmannschaft nicht nur über die Bundesliga führt, hat Shkodran Mustafi eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das Abwehrtalent hat noch nie im heimischen Fussball-Oberhaus gespielt, aber dennoch die Aufmerksamkeit von Bundestrainer Joachim Löw gewonnen. Der 25-jährige Innenverteidiger etablierte sich stattdessen bei Sampdoria Genua (Italien) und ist mittlerweile Stammspieler bei Arsenal London (England), nachdem er zuvor bereits sein Glück beim FC Everton gesucht hatte.

Als Sohn albanischer Einwanderer in Nordhessen geboren und aufgewachsen, wurde Mustafi im Teenager-Alter bei einem Hallenturnier entdeckt. Er entschied sich für einen Wechsel ins Internat des Hamburger SV und wurde vom Stürmer zum Defensivspezialisten umgeschult. Als 17-Jährigen zog es ihn dann auf die Insel.

Der robuste und zweikampfstarke Abwehrmann durchlief von der U-16 bis zur U-21 alle Juniorenauswahlteams. Bei der U-17-EM 2009 hatte maßgeblichen Anteil am Turniersieg. Im gleichen Jahr nahm er auch an der U-17-WM in Nigeria teil. Vier Jahre später stand er zudem im deutschen Kader bei der U-21-EM.

Mustafi feierte sein Debüt in der A-Nationalmannschaft Mitte Mai 2014 beim Freundschaftsspiel in Hamburg gegen Polen (0:0) und stand im vorläufigen 30er-Kader für die WM in Brasilien, wurde dann jedoch zunächst gestrichen. Nach dem verletzungsbedingten Aus von Marco Reus, nominierte Joachim Löw den Abwehrspezialisten nach. Am Ende kam Mustafi dreimal zum Einsatz und durfte schlussendlich den WM-Pokal gen Himmel strecken.