Die Abschlusszeremonie des FIFA Konföderationen-Pokals Südafrika 2009 war eine beeindruckende Inszenierung aus Musik, Farben, Licht und Tanz. Die Bilder der Fans, die auf der Kugel zu sehen waren, die drehbar über dem Spielfeld aufgehängt war, waren jedoch nicht gestellt oder inszeniert.
Die Fotos von Fans, die in den letzten zwei Wochen in die Stadien geströmt waren, spiegelten eine geeinte Nation wieder, die bei diesem Turnier sicher viele Gründe hatte, zu feiern. Später am Abend, wenn Nelson Mandela seiner Urenkelin Zenani zuschaut, wie sie die Trophäe des FIFA Konföderationen-Pokals im Ellis Park Stadium aufs Spielfeld trägt, wird sicher auch er lächeln.
Das Land hat der Welt wieder einmal bewiesen, dass es keinen Grund gibt, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln. Außerdem haben die Südafrikaner der Welt vor Augen geführt, dass es bei der Möglichkeit, dieses Turnier und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010 auszurichten, um viel mehr geht, als um Stadien, Spielfelder, Straßen und Flughäfen. Es geht vor allem auch um die Menschen und darum, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Und natürlich geht es um Gründe zu lächeln, zu weinen und viel Lärm zu machen. Aber das Wichtigste überhaupt war bei diesem Turnier wohl die Freude an einem 14-tägigen, an Spannung kaum zu überbietenden Fussballerlebnis.
"Ich fand dieses Turnier toll", meinte die zwölfjährige Zenani, die Enkelin von Nelson Mandelas jüngster Tochter Zindzi. "Es hat solchen Spaß gemacht, und die Bafana Bafana hat einfach super gespielt!"
Zenani ist überzeugt, dass ihr Team die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr gewinnen wird. Heute Abend hofft sie darauf, dass die Trophäe, die sie aufs Spielfeld tragen darf, an die USA geht. "Weil die USA für Aufruhr sorgen, genau wie Südafrika! Außerdem hat Brasilien uns geschlagen, deshalb wäre ich nicht traurig darüber, wenn die USA die Brasilianer besiegen würden."
Als es im Stadion dunkel wird und die Vuvuzelas verstummen, erfüllen die melodischen Klänge Afrikas die Luft. Die Stimmen von 150 Chormitgliedern und die rhythmischen Schläge von 150 Trommlern bilden eine wunderschöne Abschiedskulisse für die Fans im Stadion und die Fernsehzuschauer auf der ganzen Welt. Aber für das Land und den Kontinent ist das erst der Anfang. In weniger als einem Jahr werden hier 32 Mannschaften zum großen Weltereignis, der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010, eintreffen. Dann wird es erneut bunte Feiern und Spannung pur geben.

