• El Tri hat erst ein einziges Mal gegen Deutschland gewonnen
  • Einziger Sieg 1985
  • Letzte Begegnung beim FIFA Konföderationen-Pokal Deutschland 2005

Am Donnerstag, 29. Juni, trifft Mexiko im Halbfinale des FIFA Konföderationen-Pokals Russland 2017 auf Deutschland und kämpft dabei auch gegen die Statistik. Wenn es ein Team gibt, gegen das El Tri sich immer schwer getan hat, dann ist es die deutsche Nationalmannschaft.

Seit der ersten Begegnung im Jahr 1968 haben die beiden Teams sich zehn Mal gegenübergestanden, und die Bilanz der Mexikaner ist alles andere als ermutigend. Ein Sieg, fünf Unentschieden und vier Niederlagen stehen für El Tri zu Buche, bei 12 Toren und 20 Gegentreffern. Hinzu kommt, dass die Mexikaner auch sieben Partien gegen die ehemalige DDR bestritten haben und daraus ebenfalls nur einen Sieg mitnehmen konnten.

Nachfolgend nehmen wir drei wichtige Begegnungen zwischen den beiden Rivalen näher unter die Lupe.

6. Juni 1978: Bundesrepublik Deutschland – Mexiko 6:0
Im Vorfeld der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Argentinien 1978™ sahen die Mexikaner eine große Chance, Geschichte zu schreiben. Mit einem sehr jungen Team unter der Führung des 19-jährigen Stars Hugo Sánchez hatte El Tri die CONCACAF-Qualifikation dominiert und träumte davon, auf der Weltbühne weit zu kommen. "Gegen Tunesien werden wir einen Kantersieg landen, gegen Deutschland unentschieden spielen und gegen Polen gewinnen", waren die Fans bei der Analyse der Gruppe überzeugt.

Die Realität sah dann allerdings ganz anders aus. Nach einer überraschenden 1:3-Niederlage gegen die Afrikaner erlitt das Team von José Antonio Roca die schlimmste Schlappe seiner WM-Geschichte und musste sich mit 0:6 gegen den amtierenden Weltmeister geschlagen geben. Nach einer weiteren Niederlage gegen Polen landete man auf dem letzten Platz. Der desaströse Auftritt ist bis heute im kollektiven Gedächtnis der Mexikaner geblieben.

21. Juni 1986: Bundesrepublik Deutschland – Mexiko 0:0 (4:1 i. E.)
Anders als acht Jahre zuvor war El Tri den Erwartungen bei der WM 1986 in Mexiko bislang voll und ganz gerecht geworden. Nach dem Gruppensieg in einer Gruppe mit Belgien, Paraguay und Irak setzte das Team seine Positivserie mit einem klaren 2:0-Erfolg gegen Bulgarien fort. Damit war der Weg bereitet für die Revanche gegen das starke Team aus Deutschland.

Die Partie, die in großer Hitze in Monterrey stattfand, war hart umkämpft, endete torlos und Chancen waren Mangelware. Die Gastgeber wähnten sich schon als Sieger, doch dann wurde das Tor von Francisco Javier Cruz aufgrund eines vorangegangenen Fouls aberkannt. Damals wusste noch niemand, dass es war praktisch unmöglich war, Deutschland im Elfmeterschießen zu schlagen, und Mexiko bekam dies als erstes Team zu spüren. Raúl Servín und Fernando Quirarte verschossen ihre Elfer. El Tri unterlag und war ausgeschieden.

29. Juni 1998: Deutschland – Mexiko 2:1
Mittlerweile schien es zur Gewohnheit geworden zu sein, dass die beiden Teams alle acht Jahre aufeinandertrafen, und so kam es auch bei der WM 1998 in Frankreich wieder zu einem Duell – dieses Mal im Achtelfinale des Turniers. Die Schützlinge von Manuel Lapuente hatten Grund zu Optimismus. Unter der Führung von Luis Hernández und Cuauhtémoc Blanco hatten sie die Welt in der Gruppenphase mit ihrer offensiven und aufsehenerregenden Spielweise beeindruckt.

Alles schien wie am Schnürchen zu laufen. Nach einer hart umkämpften ersten Halbzeit brachte Hernández sein Team mit seinem vierten Turniertreffer in Führung. Dann hatte El Tri in Gestalt von Jesús Arellano und Hernández die Chance, den Sack zuzumachen, doch Arellanos Schuss ging an den Pfosten und Hernández vergab aus nächster Nähe. Und so kam es, wie es kommen musste. Deutschland zeigte die übliche Kämpfermentalität und entschied das Spiel durch Tore von Jürgen Klinsmann und Oliver Bierhoff in den letzten 15 Minuten doch noch für sich – wieder einmal.

Nach dem Schlusspfiff erklärte Bierhoff: "Ich habe mir keine Sorgen gemacht, gegen Mexiko gewinnen wir immer." Das tat schon weh.

Seitdem ist viel Zeit vergangen, doch El Tri ist es noch immer nicht gelungen, sich gegen seinen Angstgegner durchzusetzen. Jetzt ist es an Juan Carlos Osorio und seinen Mannen, dem Blatt die Wende zu geben und all diese negativen Erinnerungen auszuradieren.