Die polnische Nationalmannschaft hat ihr Quartier im österreichischem Bad Waltersdorf bezogen und zieht weiterhin die Politik der Geheimniskrämerei durch. Als die Mannschaft von Trainer Leo Beenhakker am Hotel Steigerhof in Bad Waltersdorf ankam, ließ sie die wartenden Journalisten ebenso wortlos stehen wie die wenigen Fans. Auch vom niederländischen Coach gab es keine Aussagen - schon gar nicht zum ersten Vorrundengegner in der EURO-Gruppe B, Deutschland.
Noch am Morgen nahm die Mannschaft im heimatlichen Tychy gemeinsam mit Premierminister Donald Tusk ein Frühstück ein, ehe sie sich mit einer Chartermaschine nach Graz aufmachte. Dort warteten lediglich eine Handvoll polnische Fans auf die Kadra, die jedoch unbeeindruckt und nach wie vor schweigsam den Mannschaftsbus bestieg. Pünktlich zur Ankunft in Bad Waltersdorf in der Steiermark begann es dann sintflutartig zu regnen.
Die Öffentlichkeit weiß von nichts
Am Abend stand für die Spieler lediglich noch ein
Spaziergang auf dem Hotelgelände an, das erste Training findet am
Dienstagvormittag im Thermenstadion statt. Wie auch bei den
folgenden Einheiten wird Beenhakker dann die Öffentlichkeit
ausschließen. Überhaupt übt sich Polen in einer
Verschleierungstaktik: Das Trainingsstadion ist von hohen Zäunen
und einem Sichtschutz umgeben, außerdem versperrt ein Erdwall samt
Büschen den Blick auf den Platz.
Polen ist der erste Gegner der deutschen Elf am 8. Juni in Klagenfurt. Am 12. Juni trifft der EM-Debütant in Wien auf Co-Gastgeber Österreich, ehe zum Vorrundenabschluss erneut in Klagenfurt Kroatien (16. Juni) der letzte Gegner ist.


