Falcao: "Scolari kann einiges bewegen"
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Vor knapp zwei Wochen wirbelte er noch in Thailand bei der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Thailand 2012 und gewann mit seinem Team den Titel. Am Freitag stattete Futsal-Superstar Falcao in seiner brasilianischen Heimat FIFA-Präsident Joseph S. Blatter einen Besuch ab.

Am Vorabend der offiziellen Auslosung zum FIFA Konföderationen-Pokal Brasilien 2013 in Sao Paulo kam der neu gekrönte Futsal-Weltmeister zusammen mit dem Präsidenten seines Klubs Orlândia/Intelli, Renzo Spedicato, um über Futsal, den anstehenden FIFA Konföderationen Pokal sowie die FIFA Weltmeisterschaft 2014 zu plaudern.

FIFA.com nutzte die Gelegenheit für ein Kurz-Interview mit dem zweifachen Futsal-Weltmeister.

Falcao, am gestrigen Donnerstag wurden die drei Nominierten für den FIFA Ballon d’Or 2012 bekannt gegeben. Wer ist Ihr Favorit?
Nun, ich denke, dass alle drei es verdient haben. Alle drei gehören zu den Top-Spielern der Welt. Lionel Messi und Cristiano Ronaldo haben eine Super-Saison gespielt, wobei ich Messi sogar noch einen Tick besser einschätze. Ich persönlich würde mich freuen, wenn mein Freund Neymar dieses Jahr erneut den Puskas-Preis für das Tor des Jahres erhalten würde.

Gestern wurde mit Felipe Scolari der neue Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft bekannt gegeben. Wie bewerten Sie diese Besetzung?
Felipão hat ja schon einige Erfolge vorzuweisen. Er wurde mit der Seleção 2002 Weltmeister, unser bislang letzter Titel. Natürlich ist der Erwartungsdruck in Brasilien immens hoch vor der FIFA Weltmeisterschaft im eigenen Land. Aber Scolari hat den Respekt des brasilianischen Volkes. Die Nominierung ein halbes Jahr vor dem FIFA Konföderationen Pokal und gut eineinhalb Jahre vor der WM sehr kurzfristig, aber ich denke dennoch, dass er in dieser Zeit einiges bewegen kann. Er hat das Vertrauen und die Unterstützung der Brasilianer im Rücken.

Wie sehen Sie die Chancen für Brasilien, den sechsten WM-Titel in zwei Jahren zu holen?
Der Druck auf der Mannschaft wird enorm hoch sein und die Erwartungen der Brasilianer immens. Ich befürchte, wenn in den ersten Spielen nicht alles gut läuft, dass sich der Druck sogar noch erhöhen könnte und vielleicht zu hoch für diese Mannschaft ist. Man muss abwarten, wie sich die Mannschaft vor eigenem Publikum schlagen wird. Neymar ist ein Klasse-Spieler, doch er ist es nicht gewohnt, wie vielleicht andere Spieler, die in den europäischen Topligen aktiv sind, unter solch hohem Druck zu spielen. Man muss abwarten, wie die Mannschaft mit diesem Druck umgeht.