Sieben Nationen warten auf Afrika-Vertreter
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Eine Südseeinsel und ein viermaliger Weltmeister gesellten sich im vergangenen Monat zu den Teilnehmern des FIFA Konföderationen-Pokals 2013. Jetzt fehlt nur noch der afrikanische Teilnehmer, um eine vielversprechende Liste von Teams aus aller Welt zu vervollständigen.

Sieben Länder reisen im nächsten Jahr nach Brasilien. Der Gastgeber sowie Weltmeister Spanien und der Zweitplatzierte in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste, Uruguay, führen das Feld an, das durch Italien, Japan, Mexiko und Tahiti ergänzt wird. Afrikas Vertreter wird erst beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2013 im kommenden Januar und Februar ermittelt.

Brasilien bereitet sich derzeit in zweierlei Hinsicht vor: Das ganze Land macht sich fit für die Gastgeberrolle beim FIFA Konföderationen-Pokal 2013 und bei der FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 2014™, und die Nationalmannschaft fördert Talente wie Neymar, damit die Seleção zum sechsten Mal auf der größten Bühne triumphieren kann.

Die brasilianischen Fans erwarten von Mano Menezes und seinen Männern natürlich auch, dass zunächst der Konföderationen-Pokal zu Hause gewonnen wird, und die Geschichte spricht zweifellos für Brasilien.

Drei Mal hat der kommende Gastgeber das Turnier gewonnen, häufiger als alle anderen Teams, und vor allem die letzten beiden Turniere. Unter Trainer Dunga holte Brasilien den Pokal 2009 in Südafrika durch ein dramatisches 3:2 nach Rückstand gegen die USA. Carlos Alberto Parreira trainierte die Mannschaft 2005, als der Erzrivale Argentinien im Finale mit 4:1 abgefertigt wurde.

Spanien setzt Maßstäbe
Vor drei Jahren erwarteten alle ein Finale Brasilien gegen Spanien, doch die Spanier erlaubten sich eine ihrer seltenen Turnierniederlagen - im Halbfinale gegen die USA. Von dieser Enttäuschung erholten sie sich jedoch schnell und gewannen im nächsten Jahr an gleicher Stelle den WM-Titel. Nun führt Vicente del Bosque sein Team zum zweiten Mal zum FIFA Konföderationen-Pokal und will die bahnbrechende Erfolgsgeschichte seines Landes weiter fortschreiben.

Nach Jahrzehnten der knapp verpassten Chancen und deprimierenden Niederlagen begann die Herrschaft der Spanier über den Weltfussball bei der UEFA EURO 2008, wo sie Europameister wurden. 2010 ließen sie dann ihren allerersten Weltmeistertitel folgen. Der deutliche 4:0-Sieg gegen Italien am Sonntag im Finale der UEFA EURO 2012 brachte ihnen den dritten großen Titel in Serie, weshalb sie als klarer Favorit in das Vorbereitungsturnier zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ gehen.

Da Spanien als Weltmeister automatisch qualifiziert ist, genügte Italien die Finalteilnahme bei der Europameisterschaft, um die Fahrkarte nach Brasilien zu lösen. Trotz des Stolperns im Endspiel können die Azzurri auf ein bemerkenswertes Turnier zurückblicken, nachdem sie sowohl bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ als auch beim FIFA Konföderationen-Pokal 2009 enttäuschend schon nach der Vorrunde ausgeschieden waren.

Als zweite Mannschaft nach den Gastgebern stand Japan als Teilnehmer fest, da das Team im Januar 2011 den Asienpokal gewann. Das Siegtor durch Tadanari Lee in der Verlängerung gegen Australien untermauerte Japans Vormachtstellung auf dem Kontinent, und auch die bisherigen Leistungen in der Qualifikation zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ sprechen eine deutliche Sprache.

Vier Mal haben die blauen Samurai am FIFA Konföderationen-Pokal teilgenommen, mit sehr durchwachsenen Ergebnissen. Drei Mal war bereits nach den Gruppenspielen Schluss, doch 2001, als Japan zusammen mit Südkorea Gastgeber des Turniers war, führte der französische Trainer Philippe Troussier seine Mannschaft bis ins Finale gegen sein Heimatland. Dort musste man sich dann mit 0:1 geschlagen geben.

Mexiko wird die CONCACAF-Zone vertreten, nachdem das Team vor einem Jahr die USA in einem sensationellen Gold-Cup-Finale mit 4:2 besiegen konnte. Die Mexikaner mit den Stars Giovani dos Santos und Javier Hernandez gewannen alle sechs Spiele des Turniers und erzielten dabei 22 Tore. Sie sind bereits zum sechsten Mal beim FIFA Konföderationen-Pokal dabei und haben keine schlechte Statistik vorzuweisen: Als Gastgeber gewannen sie den Wettbewerb 1999, 1995 wurden sie Dritter und 2005 Vierter.

Uruguay will Rangordnung umwerfen 
Seit Uruguay bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ Vierter wurde, hat kaum eine Nationalmannschaft so beständige Leistungen gebracht, und mit Recht liegt La Celeste in der jüngsten FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste hinter Spanien auf Platz zwei. Ein weiterer Beweis ihrer Fähigkeiten ist der Gewinn der Copa América 2011. Der Triumph in Argentinien war Uruguays 15. kontinentaler Titel und sicherte dem Team nach 16-jähriger Abwesenheit wieder die Teilnahme am FIFA Konföderationen-Pokal.

Jedes Turnier braucht ein Märchen, und beim FIFA Konföderationen-Pokal 2013 sorgt dafür Tahiti mit seiner allerersten Qualifikation. Das Team der Pazifikinsel gewann im letzten Monat den OFC Nationen-Pokal auf den Salomon-Inseln und durchbrach die Vorherrschaft Australiens und Neuseelands durch ein 1:0 gegen Neukaledonien im Finale. Natürlich sind die Tahitianer krasse Außenseiter, dennoch freuen sie sich darauf, ihre Fähigkeiten gegen die besten Teams des Weltfussballs erproben zu können.

Der achte und letzte Teilnehmer wird am 10. Februar 2013 im Soccer City Stadium in Johannesburg ermittelt, wo das Finale des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals stattfindet. Rekordsieger Ägypten hat sich erneut nicht für die kontinentale Meisterschaft qualifiziert, aber WM-Viertelfinalist Ghana und Titelverteidiger Sambia werden versuchen, das Ticket zum Fussballfest in Brasilien in einem Jahr zu lösen.