Am 24. und 25. Juni 2009 wird die Fussballwelt im Rahmen des FIFA Konföderationen-Pokals 2009 in Südafrika einmal mehr ein klares Zeichen gegen Rassismus setzen. Die beiden Halbfinalspiele beim "Festival der Meister" werden ganz im Bann des Kampfes gegen jede Form von Diskriminierung stehen. 

Wenige Minuten vor Anpfiff werden die beiden Spielführer, Spieler, Offizielle und Fans weltweit dazu aufrufen, Rassismus nicht nur im Fussball, sondern in der Gesellschaft generell eine Absage zu erteilen. Die beiden Teams und die Spieloffiziellen werden ebenfalls vor dem Anpfiff zudem gemeinsam mit einem Spruchband mit der Aufschrift "Nein zu Rassismus" posieren.

"Der Fussball ist ein Spiegel der Gesellschaft, weshalb er von Missständen wie Rassismus leider nicht verschont bleibt. Der Fussball hat jedoch die Kraft, Spieler und Trainer über Werte wie Disziplin und gegenseitigen Respekt zu vereinigen. Wir sagen nein zu Rassismus und ja zu Solidarität, Respekt und Toleranz, den Grundwerten des Fussballs. Rassismus hat im Fussball keinen Platz", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.  

Die FIFA-Tage gegen Diskriminierung bieten die Möglichkeit, Diskriminierung vor einem Millionenpublikum weltweit zu verurteilen, so wie es gemäß FIFA-Statuten 365 Tage im Jahr der Fall sein sollte.

"Als Südafrikaner und Freiheitskämpfer unterstütze ich die FIFA bei ihrem Kampf gegen Rassismus und Intoleranz. Mir ist klar, dass diese Initiative das Problem nicht lösen wird, mit ihrer unmissverständlichen Botschaft aber ein deutliches Signal ist", erklärte Tokyo Sexwale, südafrikanischer Wohnbauminister, Menschenrechtsaktivist und Mitglied der FIFA-Kommission für Fairplay und soziale Verantwortung.

Die FIFA weiß, dass sie den Austausch von Fachwissen und Erfahrungen wesentlich begünstigen und so dazu beitragen kann, Rassismus und alle anderen Formen von Diskriminierung wirksam zu bekämpfen.

"Wir haben im Kampf gegen Rassismus große Fortschritte erzielt. Dennoch liegt noch viel Arbeit vor uns. Rassismus darf in keiner Art und Weise toleriert werden. Jeder und jede ist dafür verantwortlich. Der Fussball kann die Menschen auf wunderbare Weise zusammenbringen. Diese Tage gegen Diskriminierung sind eine solide Basis, auf der wir aufbauen können", betonte Paul Elliott, ehemaliger englischer Spieler und heutiger Botschafter des Netzwerks "Football Against Racism in Europe" (FARE).

Der erste FIFA-Tag gegen Diskriminierung fand am 7. Juli 2002 nach Verabschiedung einer Erklärung gegen Diskriminierung beim FIFA-Kongress 2001 in Buenos Aires statt.