Deutschland hat mit einem 1:0-Sieg über Chile im Sankt-Petersburg-Stadion erstmals den FIFA Konföderationen-Pokal gewonnen.

57.268 Zuschauer erlebten mit, wie die Chilenen Chance um Chance vergaben und ihre Dominanz nicht in Zählbares ummünzen konnten. Somit reichte dem jungen Kollektiv von Joachim Löw der Treffer von Lars Stindl in der 20. Minute zum Titelgewinn.

Die Südamerikaner waren bereits in der Anfangsphase die deutlich dominierende Mannschaft und hätten gleich mehrfach zum Torerfolg kommen können. Doch sie konnten ihre teils klaren Chancen nicht nutzen. Nach 20 Minuten gingen die Deutschen dann ihrerseits in Führung und stellten damit den bisherigen Spielverlauf völlig auf den Kopf.

Der Treffer dürfte Marcelo Diaz noch schlaflose Nächte bereiten, denn er ließ sich den Ball vom aufmerksamen Timo Werner vom Fuß spitzeln, der Torhüter Claudio Bravo auf sich zog und dann selbstlos in die Mitte auf Stindl spielte, der den Ball nur unbedrängt ins leere Tor schieben konnte.

Die Führung wirkte sich beruhigend auf die Deutschen aus, die allerdings in der zweiten Halbzeit erneut stark unter Druck gerieten. Die beste der zahlreichen Möglichkeiten für Chile vergab der eingewechselte Angelo Sagal.

Analyse Teamreporter FIFA.com
"Chile hatte die Partie bis zu dem Abwehrfehler, der zum deutschen Tor führte, vollständig im Griff. In der Folge musste die Roja alles tun, um zum Ausgleich zu kommen und ging dabei auch größere Risiken ein. Doch ein Erfolg blieb aus. Pizzis Team spielte am Ende mit drei Stürmern und zwei offensiven Mittelfeldspielern sowie den beiden Außenverteidigern auf den Flügeln. Trotzdem brachte das Team kein Tor zustande."
Diego Zandrino, Teamreporter Chile

"Die Partie lief heute in vielen Belangen nicht so, wie sich die deutsche Mannschaft dies gewünscht hatte. Die Chilenen spielte immer wieder neue Chancen heraus und die Deutschen hatten großes Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Doch auch in diesem Finale erwiesen sie sich als sehr effizient und nutzten ihre Chance. Genau diese Stärke hätte man eigentlich eher auf Seiten der deutlich erfahreneren Gegner erwartet."
Steffen Potter, Teamreporter Deutschland

Budweiser Man of the Match
Deutschlands Torhüter Marc-Andre Ter Stegen, der schon im Halbfinale geglänzt hatte, zeigte auch heute wieder zahlreiche Blitzreflexe und sichere Paraden. Damit haben die Deutschen nun endgültig einen würdigen Rivalen für Stammtorhüter Manuel Neuer gefunden.

Statistik
24 Jahre und vier Monate beträgt das Durchschnittsalter des deutschen Kaders. Damit ist das Team der jüngste Titelträger in der Geschichte des FIFA Konföderationen-Pokals.

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