• Chile zum ersten Mal beim Confed Cup, für Kamerun ist es die dritte Teilnahme
  • Schwerer Schlag für La Roja: Torhüter Claudio Bravo verletzt
  • Hugo Broos vertraut der Meistermannschaft vom Afrika-Cup

Für die einen ist endlich der große Moment gekommen, für die anderen ist er wieder da. Chile, das vor den Triumphen in den zwei letzten Auflagen der Copa América die kontinentale Meisterschaft noch nie gewinnen konnte, ist erstmals beim FIFA Konföderationen-Pokal dabei. Kamerun hingegen ist zum dritten Mal vertreten, der letzte Auftritt datiert von 2003. Dennoch geht nicht das erfahrenere Team als Favorit in die Begegnung...

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Was man wissen muss 
Mit Deutschland in derselben Gruppe waren die beiden Mannschaften eigentlich davon ausgegangen, dass sie um den zweiten Platz kämpfen würden. Doch da der Weltmeister viele seiner Stars zu Hause gelassen hat, ist plötzlich Chile der Favorit auf den Titelgewinn. Die Verletzung von Torhüter Claudio Bravo ist sicherlich ein harter Schlag, doch mit Spielern wie Eduardo Vargas oder Alexis Sanchez verfügt La Roja über alle Mittel, um seinem Status gerecht zu werden. Vargas hat wieder zu alter Treffsicherheit gefunden, während Sanchez nur einen Treffer erzielen muss, um Rekordtorschütze der chilenischen Nationalelf zu werden.

Für die unzähmbaren Löwen stellt sich die Situation genau umgekehrt dar: Sie sind der kleine Außenseiter, von dem nicht allzu viel erwartet wird. Andererseits galt dies auch beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2017. Dort wurden die Elfenbeinküste, Senegal, Ägypten oder Ghana als Favoriten gehandelt, während der verjüngten kamerunischen Auswahl nach dem Rücktritt von Samuel Eto'o nur das Schlimmste prophezeit wurde. Am Ende eroberte das Team die fünfte kontinentale Trophäe und das Ticket nach Russland 2017.

Analyse Team-Reporter FIFA.com 
Pascal de Miramon bei Kamerun
Kamerun stellt nach Deutschland das zweitjüngste Team des Turniers und geht als Außenseiter in das Duell mit den alten Haudegen aus Chile. Das letzte Vorbereitungsspiel gegen Kolumbien (0:4) war ein eher misslungener Test gegen eine südamerikanische Mannschaft. Es darf aber nicht vergessen werden, dass Hugo Broos in dieser Partie stark rotieren ließ. Gegen La Roja wird der belgische Coach den elf Spielern vertrauen, die in den letzten Monaten überzeugt haben.

Diego Zandrino bei Chile 
Der Status als Doppel-Südamerikameister macht aus Chile einen Titelaspiranten. Dem muss das Team gleich in der ersten Begegnung gegen Kamerun gerecht werden, auch wenn mit Kapitän Claudio Bravo ein Schlüsselspieler ausfällt, der in den letzten zwei Weltmeisterschaften und den letzten vier Kontinentalturnieren kein Spiel verpasst hat. La Roja sollte sowohl als Mannschaft wie auch dank der individuellen Klasse in der Lage sein, gegen Kamerun stets das richtige Mittel zu finden. 

Mögliche Aufstellungen 
Kamerun: Fabrice Ondoa; Collins Fai, Adolphe Teikeu, Michael Ngadeu Ngadjui, Jonathan Ngwem; Arnaud Djoum, Sébastien Siani; Jacques Zoua, Benjamin Moukandjo, Christian Bassogog, Vincent Aboubakar. 

Chile: Johnny Herrera;  Mauricio Isla, Gary Medel, Gonzalo Jara, Jean Beausejour; Arturo Vidal, Marcelo Díaz, Charles Aranguiz; Jose Fuenzalida, Eduardo Vargas, Alexis Sánchez.

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