Nigeria will Spaniens Serie beenden
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Nigeria musste am Donnerstag gegen Uruguay nach 20 Spielen die erste Niederlage hinnehmen. Damit ging eine Serie zu Ende, die im Oktober 2010 begonnen hatte. Spanien erreichte hingegen mit dem 10:0-Sieg gegen Tahiti in Rio de Janeiro als erstes Team in der Turniergeschichte eine zweistellige Trefferanzahl.

Es gibt jedoch auch ein statistisches Argument, das für den Afrikameister spricht. Die beiden Teams sind bisher nur ein Mal direkt aufeinandergetroffen, und zwar in der Gruppenphase der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1998. Damals setzten die Nigerianer sich mit 3:2 durch. Dadurch sicherten sie sich den Gruppensieg und zogen ins Achtelfinale ein, während Spanien als Drittplatzierter ausschied.

Bei dieser Partie treffen außerdem Juan Mata, Fernando Torres, Cesar Azpilicueta und John Obi Mikel aufeinander, die auf Vereinsebene Mannschaftskameraden beim englischen Erstligisten FC Chelsea sind.

Das Spiel
NigeriaSpanien, Estádio Castelão, Fortaleza, Sonntag, 23. Juni, 16:00 Uhr (Ortszeit)

Die Ausgangslage
Theoretisch geht es für beide Mannschaften noch um alles. Rein rechnerisch können Nigeria und Spanien sich beide für das Halbfinale qualifizieren oder aus dem Wettbewerb ausscheiden. Allerdings braucht Spanien lediglich einen Punkt, um sich die Tabellenführung zu sichern, während Nigeria gewinnen und darauf hoffen muss, am Ende eine bessere Tordifferenz zu haben als Uruguay.

Sechs Spieler gehen vorbelastet in die Partie. Sollten die Nigerianer Joseph Akpala, Michael Babatunde und Kenneth Omeruo sowie die Spanier Álvaro Arbeloa, Santi Cazorla und Gerard Piqué sich in dieser Partie eine Gelbe Karte einfangen, dann wären sie im Halbfinale nicht dabei.

Statistik
14
 – Spanien ist in großen internationalen Turnieren seit 14 Spielen ungeschlagen (FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010, UEFA EURO 2012, FIFA Konföderationen-Pokal 2013). Brasilien hält mit 28 Partien ohne Niederlage den Rekord. Die Seleção legte diese Serie in den Jahren 1993 bis 1998 hin.

Zitat 
"Gegen Spanien ist alles möglich. Alles ist erreichbar, das hängt davon ab, wie sehr man sich etwas wünscht. Wie sehr man es will, und dann gehört natürlich auch ein Quäntchen Glück dazu. Die Einsatzbereitschaft und Loyalität der Jungs steht außer Frage."
Stephen Keshi (Trainer, Nigeria)