Der FIFA Konföderationen-Pokal ist ein offizielles FIFA-Turnier, das alle vier Jahre ausgetragen wird. Es wird oftmals als Aufwärmturnier für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ oder auch als "Mini-WM" angesehen, doch es ist alles andere als ein kleines Turnier. Im Gegenteil: Angesichts der Klasse der Teilnehmer kann man durchaus von einem Turnier der "Meister aller Meisterschaften" sprechen.

Beim nächsten FIFA Konföderationen-Pokal im Jahr 2009 werden die Kontinentalmeister von Südamerika, Nord- Mittelamerika- und der Karibik, Afrika, Europa und Asien sowie Südafrika als Gastgeber um die Trophäe spielen.

Am Beginn der Geschichte des FIFA Konföderationen-Pokals stand der King-Fahd-Pokal, ein Einladungsturnier, bei dem Saudiarabien als Gastgeber und Ausrichter gegen drei ausgewählte Gegner spielte. Dieses Turnier fand 1992 und 1995 statt. 1997 wurde dann ein offizielles FIFA-Turnier mit dem Namen FIFA Konföderationen-Pokal daraus gemacht. Ab 2005 wurde das ursprünglich alle zwei Jahre ausgetragene Turnier auf einen Vierjahresrhythmus umgestellt, so dass es nun stets im Jahr vor der nächsten FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ im Land des WM-Gastgebers stattfindet.

Deutschland hat erst zwei Mal an Turnieren um den FIFA Konföderationen-Pokal teilgenommen, obwohl man eigentlich vier Mal qualifiziert war. Beim Turnier 2005 war Brasilien WM-Titelverteidiger und Sieger der Copa América, so dass Argentinien, der Zweite der Copa America, auf den freien Startplatz nachrücken konnte. Interessanterweise hat der Sieger des FIFA Konföderationen-Pokals noch nie die im Jahr darauf folgende FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ gewonnen.

Qualifikation
Italien als amtierender Weltmeister und Gastgeber Südafrika sind automatisch für den FIFA Konföderationen-Pokal qualifiziert.
 
Jede Konföderation trägt ein Qualifikationsturnier für seine nationalen Mitgliedsverbände aus, wobei das Format dieser Turniere von Kontinent zu Kontinent verschieden ist. Die Copa América fungiert als Qualifikationsturnier des südamerikanischen Kontinentalverbandes CONMEBOL. Dieses Turnier ist außerdem das älteste internationale Fussballturnier weltweit. Erstmals wurde die Copa América bereits 1916 ausgetragen. Oftmals werden andere Länder - gewöhnlich aus der CONCACAF-Zone (Nord-, Mittelamerika und Karibik) eingeladen, und bislang hat erst eine eingeladene Mannschaft - nämlich Mexiko 1993 - das Finale erreicht. Uruguay und Argentinien sind die beiden Nationen, die bisher die meisten Titel feiern konnten. Beide Länder gewannen das Turnier 14 Mal. Mit einem überzeugenden 3:0-Sieg über Argentinien im Endspiel der Copa América 2007 in Venezuela sicherte sich Brasilien zum zweiten Mal hintereinander die südamerikanische Kontinentalmeisterschaft. Damit hat die Seleção diesen prestigeträchtigen Titel zum insgesamt achten Mal und zum vierten Mal in den letzten fünf Turnieren gewonnen.

Der CONCACAF Gold Cup wurde erstmals 1991 in den USA ausgetragen. Der Wettbewerb ist der Nachfolger der CCCF-Meisterschaft (1941-1961) und der CONCACAF-Meisterschaft (1963-1971). Alle Länder der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone sind teilnahmeberechtigt, wobei das Turnier eindeutig von Mexiko und den USA dominiert wird. Die beiden Länder sind auch die einzigen, die bislang den CONCACAF Gold Cup ausgerichtet haben. Auch 2007 trafen diese beiden Teams im Finale aufeinander. Am Ende hatten die USA die Nase vorn und werden Nord-, Mittelamerika- und die Karibik-Zone in Südafrika vertreten.

Der CAF Afrikanische Nationen-Pokal für die Mitglieder der Afrikanischen Fussballkonföderation wird alle zwei Jahre ausgetragen. Ägypten konnte bislang fünf Mal den Titelgewinn bejubeln, öfter als jedes andere Land. Ghana und Kamerun folgen allerdings mit je vier Siegen gleich dahinter. Der Afrikanische Nationen-Pokal wurde 1957 erstmals ausgetragen und findet seitdem im Zweijahresrhythmus statt. Die Qualifikation für die Endrunde des Turniers ist stets eine heiß umkämpfte Angelegenheit, bei der 52 afrikanische Nationen um die 16 Startplätze kämpfen. 2008 fand der Afrikanische Nationen-Pokal in Ghana statt. Ägypten wiederholte den Erfolg von 2006 und wird als afrikanisches Team neben Gastgeber Südafrika am Könföderationen-Pokal teilnehmen.

Die UEFA Europameisterschaft, oft einfach EURO genannt, ist der einzige Wettbewerb eines Kontinentalverbandes, bei dem bereits in der Qualifikation Mannschaften gesetzt werden. An der Endrunde nehmen 16 Mannschaften in vier Vierergruppen teil. Deutschland ist das Land mit den meisten Endrundenteilnahmen, nämlich neun. Drei Mal konnten die Deutschen bisher den Titel gewinnen. Der Europameister und damit Europas Vertreter beim FIFA Konföderationen-Pokal wurde 2008 in Österreich und der Schweiz ermittelt. Spanien gewann nach 44 Jahren wieder einen Titel und fährt als Sieger der UEFA EURO 2008 im Jahr 2009 nach Südafrika.

Der AFC Asien-Pokal ist das Kontinentalturnier der Asiatischen Fussballkonföderation, dessen Sieger sich automatisch für den FIFA Konföderationen-Pokal qualifiziert. Die letzte Auflage des Asien-Pokals fand im Juli 2007 statt und wurde erstmals von nicht weniger als vier Ländern ausgetragen, nämlich Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam. Am Ende hieß der Sieger Irak. Iran, Saudiarabien und Japan konnten den Titel je drei Mal gewinnen und sind damit die erfolgreichsten Fussballnationen Asiens.