Die Kultur, Geschichte und Traditionen der Zulu sind integraler Bestandteil des südafrikanischen Vielvölkerstaates. Die Zulu sind die Nachkommen der Nguni, die um etwa 800 v. Chr. aus der Region um die Großen Seen nach Süden zogen. Ein Mann namens Zulu (der Begriff bedeutet "Himmel" in der Zulu-Sprache) ließ sich mit seiner Familie in KwaZulu, dem "Ort des Himmels" nieder und baute dort sein eigenes Königreich auf.

Seine Nachkommen, die amaZulu ("Volk des Himmels"), spalteten sich in verschiedene Unterstämme, die jeweils von Häuptlingen geführt wurden. Die verschiedenen Unterstämme gehören alle zum Zulu-Köngreich, über das der König gebietet. Zur Zeit ist König Goodwill Zwelithini König der Zulu-Nation.

Doch der berühmteste aller Zulu-Könige war Shaka Zulu. Sein strategisches Geschick und seine Unbarmherzigkeit brachten ihm den Spitznamen "Schwarzer Napoleon" ein, und sein Leben wurde in Filmen wie Der Krieger - Shaka Zulu verewigt.

Die Musik ist in der Zulu-Kultur ein wichtiges Kommunikationsmedium, denn sie erweckt Gefühle und erklärt Situationen in einer Weise, zu der Worte nicht imstande wären. Darüber hinaus haben Künstler wie Johnny Clegg und Ladysmith Black Mambazo sie auch in den internationalen Hitparaden populär gemacht.

Die Zulu Royals waren 1972 einer der ersten Meister der ersten schwarzen Profiliga. Der Verein änderte seinen Namen später in AmaZulu (Die Zulus) und gehört bis heute in Südafrika zu den größten Klubs mit den meisten Anhängern.