• Neuauflage des Finales von 1998, in dem Madrid sich den siebten Titel sicherte
    • Bester Angriff gegen beste Abwehr des Turniers
    • Sieger vertritt Europa bei der Klub WM 2017

    Am 3. Juni kommt es im Finale der UEFA Champions League in Cardiff zum Traditionsduell zwischen Juventus Turin und Real Madrid. Beide Teams standen sich bereits vor 19 Jahren im Endspiel des prestigeträchtigen Wettbewerbs gegenüber. Damals wurde die Partie durch einen einzigen Treffer von Predrag Mijatović entschieden, der den Königlichen den siebten Titel brachte.

    Die Vecchia Signora steht in drei Spielzeiten bereits zum zweiten Mal im Finale und sinnt auf Revanche. Der amtierende Titelträger Real Madrid hat schon elf Champions-League-Trophäen in der Vitrine und bestreitet das dritte Finale innerhalb von vier Jahren. Jetzt hat Real die Chance, etwas zu erreichen, was noch keinem Klub gelungen ist: die Titelverteidigung.

    Juventus Turin – Real Madrid
    Nationalstadion von Wales, Cardiff – 3.
    Juni 2017

    Die Bianconeri und die Königlichen wollen die Saison mit dem Finalsieg in der UEFA Champions League zu einem krönenden Abschluss bringen. Juve, das bei der aktuellen Auflage der Champions League noch unbesiegt ist, hat gerade die italienische Meisterschaft und den Pokalwettbewerb gewonnen. Real, das sich lediglich im Halbfinal-Rückspiel gegen den Lokalrivalen Atlético Madrid geschlagen geben musste, hat sich nach fünf Jahren zum ersten Mal wieder den spanischen Meistertitel gesichert.

    Juventus: Aus einem Guss
    Die Vecchia Signora hat das Kollektiv zu ihrem wichtigsten Identitätsmerkmal gemacht. Die Schützlinge von Massimiliano Allegri greifen geschlossen an und ziehen auch in der Defensive alle an einem Strang. Außerdem verfügen sie über eine nahezu unüberwindliche Abwehr, die in zwölf Spielen lediglich drei Gegentreffer zugelassen hat.

    Madrid: Angriffsfeuerwerk
    Die Königlichen mussten nur in einer einzigen Partie keinen Gegentreffer hinnehmen, kompensieren dieses Defizit jedoch mit ihrer bärenstarken Offensive. Mit 32 Treffern stellen sie den besten Angriff des Turniers. Cristiano Ronaldo, der bereits zehn Treffer für sich verbuchen kann, hat im Finale die Chance, an Lionel Messi (elf) vorbeizuziehen und die aktuelle Auflage der Champions League als bester Torschütze abzuschließen.

    Einsatz der beiden "BBC"-Trios fraglich
    Beide Teams verfügen über ein Trio mit diesem Kürzel. Bei den Bianconeri besteht es aus [Leonardo] Bonucci, [Andrea] Barzagli und [Giorgio] Chiellini, die ein wahres Abwehrbollwerk bilden. Bei Real handelt es sich um ein Angriffstrio mit Erfolgsgarantie, bestehend aus [Karim] Benzema, [Gareth] Bale und Cristiano [Ronaldo]. Bei beiden Teams ist noch fraglich, ob wir diese Trios von Beginn an sehen werden oder nicht.

    Allegri könnte sich für eine offensiver ausgerichtete Startelf entscheiden und auf Barzagli verzichten, um mit zwei Innenverteidigern und dem Kolumbianer Juan Cuadrado auf der Außenbahn zu agieren. Zinédine Zidane könnte derweil auf sein traditionelles 4-3-3-System verzichten und Bale durch Isco ersetzen, um eine größere Ausgewogenheit im Mittelfeld zu erreichen.

    Hätten Sie's gewusst?

    • Traditionsduell: Juventus und Madrid haben sich im Europapokal bereits 18 Mal gegenübergestanden. Dabei konnte jedes der Teams acht Siege verbuchen, zwei Begegnungen endeten mit einem Remis. 
    • Acht Gelegenheiten zur Revanche: Nur acht Mal sind zwei Finalisten sich später in einem weiteren Finale des Turniers begegnet, und nur drei Teams ist die ersehnte Revanche gelungen: Ajax Amsterdam gegen den AC Mailand, dem AC Mailand gegen den FC Liverpool und Juve gegen Ajax. Wird die Vecchia Signora es erneut schaffen?
    • Altbekannte Finalisten: Die beiden Teams waren insgesamt 22 Mal im Endspiel des Turniers vertreten. Real Madrid 14 und Juve 8 Mal.
    • Nur Siege: Bei den Königlichen war bislang jede Finalteilnahme in der Ära der Champions League (seit 1992) mit dem Titelgewinn verbunden. Sie haben alle fünf Endspiele gewonnen, an denen sie beteiligt waren.
    • Ewiger Zweiter: Obwohl Juve bereits acht Mal im Endspiel des Turniers stand, stehen erst zwei Henkelpötte in den Vitrinen des Vereins. Diese stammen aus den Jahren 1985 und 1996. Die Turiner sind der Klub mit den meisten Finalniederlagen.

    Statistik

    2 – Zinédine Zidane hat die Champions League zwei Mal gewonnen, beide Male mit den Madrilenen. Als Spieler holte er den Pokal 2002, als Trainer im vergangenen Jahr. Zuvor hatte er mit Juve zwei Mal das Finale verloren: 1997 gegen Borussia Dortmund und 1998 gegen Real Madrid.

    3 Spieler werden dabei sein, die bereits für beide Mannschaften aufgelaufen sind. Gonzalo Higuaín und Sami Khedira, heute Leistungsträger in den Reihen von Juve, trugen von 2007 bis 2013 bzw. von 2010 bis 2015 das weiße Trikot des spanischen Spitzenklubs. Álvaro Morata kehrte hingegen nach erfolgreichen Spielzeiten in Turin (2014 bis 2016) zu dem Klub zurück, bei dem er ausgebildet wurde.

    39 – In diesem Alter hat Gianluigi Buffon nun die Chance, die Champions League zu gewinnen und sich damit den einzigen großen Titel zu sichern, der ihm noch fehlt. Wenn er dies erreichen will, muss er unter anderem Cristiano Ronaldo gut im Auge behalten, der bei den letzten vier Begegnungen zwischen Madrid und Juve jeweils Torerfolge gegen ihn verbuchen konnte.