Die Gruppenphase der AFC Champions League ging am Mittwoch zu Ende, und das endgültige Teilnehmerfeld des Achtelfinales steht nun fest. Guangzhou Evergrande, Al Ain und die Urawa Red Diamonds machten in ihren jeweiligen Gruppen den Einzug ins Achtelfinale perfekt, und die Kashima Antlers kamen als Gruppensieger weiter.

Außerdem kamen vier Teams zum ersten Mal überhaupt in die K.-o.-Runden. Beachtlich ist vor allem, dass dem iranischen Klub Esteghlal Khuzestan gleich bei seinem Wettbewerbsdebüt das Weiterkommen gelang. Jiangsu Suning, Jeju United und Muangthong United konnten die Gruppenphase erstmals überwinden und haben damit ebenfalls Geschichte geschrieben.

Diese Teams werden in der K.-o.-Runde gegeneinander antreten, die am 25. November im Final-Rückspiel gipfelt. Der Gewinner vertritt Asien im Dezember bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Favoriten und Überraschungsteams
Die Gruppenphase bot viel Spannung und zahlreiche überraschende Ergebnisse. Man hätte wohl kaum erwartet, dass mit Ulsan Hyundai, Gamba Osaka und den Western Sydney Wanderers drei ehemalige Turniersieger bereits an der ersten Hürde scheiterten.

Kashima, das bei der letzten Klub-WM als Gastgeber beeindruckt hatte, präsentierte sich erneut in Hochform und schloss seine Gruppe als Tabellenführer ab. Der J.League-Meister präsentierte sich gut organisiert und ausgesprochen torgefährlich und zählt zu den Titelfavoriten. Ebenfalls beeindruckend waren Al Hilal und Lekhwiya, die beide problemlos in die nächste Runde einzogen. Jiangsu machte das Weiterkommen bereits vorzeitig perfekt, während Urawa und Guangzhou mit reichlich Toren zu beeindrucken wussten.

Zahlen und Fakten
Guangzhou will das Tripel
Der zweimalige Turniersieger Guangzhou hat sich zwar nur als Zweitplatzierter seiner Gruppe für das Achtelfinale qualifiziert, zählt jedoch trotzdem zu den Teams, die immer für einen Titel gut sind. Das Team von Luiz Felipe Scolari, das den Wettbewerb 2013 und 2015 dominierte, möchte als erster Klub in Asien zum dritten Mal den Titel holen.

Die größten Sieger
Japan und die VR China gingen als größte Sieger aus der Gruppenphase hervor. Die beiden Länder können mit je drei Teams in der K.-o.-Runde aufwarten. Kawasaki Frontale gesellte sich im Achtelfinale zu den J.League-Kontrahenten Urawa und Kashima, die Chinese Super League wird von Shanghai SIPG, Jiangsu und Guangzhou vertreten.

Attraktive Paarungen
Einige attraktive Begegnungen stehen auf dem Programm. Beispielsweise wetteifern mit Guangzhou und Kashima zwei ehemalige Teilnehmer der Klub-WM um einen Platz im Viertelfinale. Shanghai und Jiangsu treten in einem rein chinesischen Duell gegeneinander an, und Al Ahli aus den Vereinigten Arabischen Emiraten trifft auf seinen Namensvetter aus Saudiarabien.

Debütant lässt aufhorchen
Esteghlal Khuzestan stahl den anderen Teilnehmern die Schau und machte gleich bei seinem ersten Auftritt im Kontinentalturnier den Einzug in die nächste Runde perfekt. Noch beeindruckender war die Tatsache, dass der Klub die Gruppenphase als effektivstes Team abschloss. Mit nur sechs Toren in sechs Begegnungen – den wenigsten von allen Achtelfinal-Teilnehmern – sicherte sich der iranische Meister neun Punkte. Das reichte zum zweiten Gruppenplatz und damit zum Einzug in die nächste Runde.

Torgefährlicher Taremi
Das Turnier stand früher ganz im Zeichen von Stürmerstars, die nicht vom asiatischen Kontinent stammten. Bei der diesjährigen Auflage sieht es bislang jedoch anders aus. An der Spitze der Torjägerliste steht derzeit nämlich Mehdi Taremi vom FC Persepolis, der sechs Treffer für sich verbuchen konnte. Der 24-jährige iranische Nationalspieler hat auch für sein Land in letzter Zeit regelmäßig getroffen. In der Asien-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ konnte er fünf Torerfolge verbuchen.

Muangthong weiß zu beeindrucken
Muangthong sorgte für einiges Erstaunen, als der Klub Teams wie den ehemaligen Turniersieger Ulsan Hyundai sowie den A-League-Klub Brisbane Roar hinter sich ließ und sich den zweiten Tabellenplatz sicherte. Damit erreichte das Team nach BEC Tero Sasana und Buriram United als dritter thailändischer Klub die K.-o.-Runde der AFC Champions League.

Jiangsu mit zwei Gesichtern
Dank einiger brillanter Auftritte des brasilianischen Stürmers Ramires konnte Jiangsu zwei Spieltage vor Schluss als erstes Team den Achtelfinaleinzug perfekt machen. In der heimischen Liga hat der Klub derweil eine lange Durststrecke hinter sich. Mit nur vier Punkten aus acht Spielen dümpelt Jiangsu am Tabellenende herum.

Statistik
18
– Guangzhou und Urawa haben während der Gruppenphase je 18 Treffer erzielt und sind damit bis dato die torgefährlichsten Teams.