• Romarinho mit Schlüsselrolle bei Al Jaziras Erfolg in den VAE
  • Brasilianer bereitet Siegtreffer gegen Urawa Red Diamonds vor, nachdem er gegen Auckland City selbst ein Tor verbuchen konnte
  • Wird er im Halbfinale gegen Read Madrid erneut glänzen können?
Romarinho, der brasilianische Stürmer in Diensten von Al Jazira, war nach dem 1:0-Sieg seines Teams gegen die Urawa Red Diamonds, Gewinner der AFC Champions League, in der zweiten Runde der FIFA Klub-Weltmeisterschaft VAE 2017 gut aufgelegt.

Dazu hatte er auch allen Grund, denn er hatte auf spektakuläre Weise den Siegtreffer für Ali Mabkhout aufgelegt.

Für den talentierten Stürmer sind freudige Ereignisse auf der Weltbühne nichts Neues, denn er gehörte bereits dem Team von Corinthians São Paulo an, das sich vor fünf Jahren den Titel bei der Klub-WM holte. Damals stand er allerdings nur 15 Minuten im Halbfinale gegen den ägyptischen Klub Al Ahly auf dem Platz.

Der diesjährige Auftritt war eine ganz andere Erfahrung für Romarinho, da er mittlerweile zu den Leistungsträgern von Al Jazira zählt. Bei dem Klub aus den Emiraten hatte man darauf gehofft, dank seiner Fähigkeiten und seines guten Torriechers bei diesem Turnier weit zu kommen, obwohl die Chancen auf dem Papier nicht gerade gut standen.

Nach der Partie sprach Romarinho mit FIFA.com über seinen neuen Status. "2012 bin ich zwar nur wenige Minuten zum Einsatz gekommen, aber ich habe jede Sekunde genossen", meint er rückblickend. "Heute sieht das anders aus. Ich spiele eine bedeutendere Rolle im Team – ich erziele Tore und lege für meine Teamkameraden auf. Ich danke Gott für diese Chance."

Zwei Jahre nach dem Gewinn des Weltmeistertitels mit Corinthians unterzeichnete der aus São Paulo stammende Spieler einen Vertrag beim katarischen Klub El Jaish. Drei Jahre später wechselte er dann zu Al Jazira. Zu Beginn lief es bei dem Klub aus Abu Dhabi nicht so gut und er erzielte lediglich vier Treffer in 13 Ligaspielen.

Der Spieler, der nun bei der Klub-WM den Siegtreffer im ersten Spiel des VAE-Meisters gegen Auckland City markiert hatte und in der zweiten Partie gegen die Urawa Red Diamonds die Vorlage für Mabkhouts Treffer lieferte, gibt sich bescheiden und betont den kollektiven Aspekt. "Niemand spielt allein Fussball", meint er großmütig.

Der Spieler mit dem Spitznamen O Iluminado (der Erleuchtete) weiter: "Ich helfe dem Team so gut ich kann. Meine Arbeit ist wichtig, aber das gesamte Team ist zu beglückwünschen. Wir sind eine junge, aber charakterstarke Mannschaft."

Hätten Sie's gewusst?

  • Romarinho heißt eigentlich Romário Ricardo Da Silva.
  • Er spielte in der Jugend für Rio Branco und trat in die Fußstapfen von Flávio Conceição, dem ehemaligen Star von Real Madrid.
  • Romarinho gab sein Profidebüt bei Bragantino und wurde im Mai 2012 von Corinthinas verpflichtet.
  • Einen Monat nach seinem Wechsel zu Corinthians konnte der offensiv ausgerichtete Brasilianer zwei Vorlagen gegen den Stadtrivalen Palmeiras verbuchen. Wenige Tage später feierte er im Finalhinspiel der Copa Libertadores gegen die Boca Juniors selbst einen Torerfolg. 

Traumduell

Selbst die optimistischsten Fans von Al Jazira hatten wohl nicht damit gerechnet, dass ihr Klub das Halbfinale der Klub-WM erreichen und dort auf den Gewinner der UEFA Champions League treffen würde. Allerdings hatten Romarinho und Co. nie daran gezweifelt, für die eine oder andere Überraschung gut zu sein.

"Vor Turnierbeginn haben wir davon geträumt, gegen Real Madrid zu spielen", meint der 26-Jährige, dem die Vorfreude auf das Zusammentreffen mit dem spanischen Spitzenklub deutlich anzumerken ist. "Doch jetzt müssen wir vergessen, dass wir tatsächlich gegen Real antreten und uns ganz darauf konzentrieren, unser Spiel durchzubringen."

Wir wollten wissen, ob der Druck für ihn vor diesem Spiel besonders hoch ist, weil er und seine Teamkameraden sich mit einigen Topstars des Weltfussballs messen werden. "Real hat 22 Stars im Kader!", meint er lachend. "Sie alle sind herausragende Spieler." 

Einer dieser Spieler, Cristiano Ronaldo, wurde kürzlich zum The Best – FIFA-Weltfussballer gekürt. "Ja, ich hoffe, dass ich gegen den besten Spieler der Welt antreten und vielleicht sogar einen Sieg gegen sein Team verbuchen kann", erklärt Romarinho zum Abschluss selbstbewusst.