• Navas will zweiten Klub-WM-Titel in Folge holen
  • Real Madrid beginnt am 13. November mit der Operation Titelverteidigung
  • Navas: "Wir freuen uns sehr, unter den Teilnehmern zu sein" 

Keylor Navas steht mittlerweile seit vier Spielzeiten bei Real Madrid unter Vertrag und hat wiederholt unter Beweis gestellt, dass er ein Typ mit breiter Brust ist, der sich nicht so schnell geschlagen gibt. Ohne zu zögern trat er in die großen Fußstapfen von Iker Casillas, ließ sich nicht beirren, als er 2016 in die zweite Reihe zu rutschen drohte und auch nicht, als er Anfang dieses Jahres in der Kritik stand.

"Niemand mag es gern, wenn schlecht über ihn geredet wird. Schließlich sind wir alle Menschen mit Gefühlen, aber ich versuche immer, mein Glück nicht von dem abhängig zu machen, was die Leute sagen, sondern von meinem eigenen Empfinden", erklärt er im Exklusivinterview mit FIFA.com.

In schwierigen Situationen lässt er den Kopf nicht hängen, sondern hat seine eigene Herangehensweise: "In kniffligen Situationen versuche ich immer, mich auf das Positive zu konzentrieren." Und auf die Arbeit. Denn für den costa-ricanischen Nationalspieler ist eines klar: "Wer hart arbeitet, der wird belohnt."

Und so hat sich dieses Jahr für ihn zu einem der besten seiner Karriere entwickelt. "Für mich war das ein sehr schönes Jahr, an das ich mich immer erinnern werde." 

Keylor Navas 2017

  • Spanischer Meister
  • Zweiter Titelgewinn in der UEFA Champions League in Folge
  • Spanischer Superpokal
  • Europäischer Superpokal
  • Nominiert als The Best – FIFA-Welttorhüter des Jahres 2017
  • Mit Costa Rica qualifiziert für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

Die neue Saison hat für Navas und seine Teamkameraden allerdings nicht optimal begonnen. Derzeit rangiert Real mit acht Punkten Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona auf dem vierten Platz. Doch der costa-ricanische Torhüter zeigt erneut, dass er das Glas immer halb voll statt halb leer sieht. 

"Alle Teams machen im Laufe des Jahres mal eine schwierige Phase durch. Bei uns war das zu Beginn dieser Saison der Fall. Aber das Talent, unsere harte Arbeit und das Vertrauen in unseren Trainerstab und in die Teamkameraden lassen uns optimistisch nach vorn blicken. Am Ende kämpfen wir immer um die Titel." So auch bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2017, bei der Real am 13. Dezember das erste Spiel bestreitet.

Das ist eine Zusatzmotivation und etwas sehr Schönes. Wir messen diesem Turnier großen Wert bei, weil es schwierig ist, so weit zu kommen und vor allem, weil wir hier einen weiteren Pokal holen können.

Sollte dem Klub dies gelingen, dann wäre Real nach dem Titelgewinn im Jahr 2016 der erste Klub, der dieses prestigeträchtige Turnier zweimal in Folge für sich entscheiden kann. Im letzten Jahr mussten die Spanier sich mächtig anstrengen, um die Kashima Antlers aus Japan in der Verlängerung zu besiegen.

 

'Bis ins Finale, auf geht's Real'
"Es gibt Spiele, die sich als sehr schwierig erweisen. Manchmal läuft es einfach nicht gut, aber wir verlieren nie den Glauben an uns und das Vertrauen. Letztendlich vertrauen wir allen Beteiligten. Wir haben nicht etwa gewusst, dass wir gegen Kashima gewinnen würden, aber wir wussten ganz genau, dass alle ihr Bestes geben würden, um das Ziel zu erreichen."

Die Lehren aus 2016
"Die Leute denken immer, die Klub-WM sei ein einfaches Turnier, aber das stimmt nicht. Auch wenn dort Mannschaften aus Ligen antreten, die vielleicht nicht ganz so stark sind, können diese Teams gut spielen und uns das Leben schwer machen. Das ist uns durchaus bewusst, und wir wissen, dass es nicht leicht wird. Daher versuchen wir, jedes Spiel hoch konzentriert anzugehen."