• CF Pachuca startet am 9. Dezember gegen Wydad Casablanca in die Klub-WM 
  • Der Klub nimmt zum vierten Mal an diesem Wettbewerb teil
  • Trainer Diego Alonso: "Was wir tun wollen? Immer die Oberhand behalten"
Beim ersten, zweiten und dritten Versuch hatte es für den Uruguayer Diego Alonso nicht geklappt. Der vierte Versuch, an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft teilzunehmen, war dann endlich erfolgreich.

Als Spieler war es ihm nicht vergönnt, da er mit seinen Klubs jeweils im Finale der kontinentalen Wettbewerbe unterlegen war, und zwar mit dem FC Valencia in der UEFA Champions League (2001), mit den UNAM Pumas in der CONCACAF Champions League (2005) und mit CA Peñarol in der Copa Libertadores (2011). Jetzt ist es ihm als Trainer von CF Pachuca doch noch gelungen, sich für das Weltturnier zu qualifizieren. "Diese Rechnung hatte ich noch offen", räumt er im Exklusiv-Interview mit FIFA.com ein.

Nun will er mit seinem Team natürlich auch erfolgreich abschneiden. Wir wollten wissen, wie er sich das konkret vorstellt. "Das Wichtigste sind solide Grundlagen. Das Team muss genau wissen, worauf es ankommt und wie wir spielen wollen. Und dann müssen wir uns an die unterschiedlichen Spielweisen unserer Gegner anpassen und unser Spiel durchbringen."

"Wenn alles klappt, werden wir mit drei unterschiedlichen Szenarien konfrontiert sein und müssen in der Lage sein, uns auf die unterschiedlichen Gegner einzustellen, um deren Stärken zu neutralisieren und unsere zur Geltung zu bringen", fügt der 42-jährige Trainer hinzu.

Alonso im Kurzprofil:
Trainerdebüt: Bella Vista (Uruguay), 2011
Bei Pachuca seit:
2015
Titel:
Clausura-Meisterschaft (2016), CONCACAF Champions League (2017)
Spielweise:
offensiv, proaktiv, auf Ballbesitz ausgerichtet

(Ich bin zum zweiten Mal in Folge als bester Trainer der CONCACAF nominiert worden. Ich danke meinen Spielern, dem Trainerstab und allen @Tuzos für die bedingungslose Unterstützung!!!)

Alonso sitzt mittlerweile seit zwei Jahren auf der Trainerbank von Pachuca und kennt seine Schützlinge ausgesprochen gut. Daher weiß er auch ganz genau, welche Stärken das Team zur Geltung bringen muss.

"Ich finde, das Team beherrscht alle vier Phasen des Spiels sehr gut, einige besser als andere. In der Defensive sind wir sehr sicher und in der Offensive gelingt es uns gut, das Spiel zu kontrollieren. Aber unsere größte Stärke ist der Übergang zwischen beiden Phasen. Es hängt natürlich auch vom jeweiligen Gegner ab, ob er uns den Ballbesitz überlässt oder ebenfalls die Kontrolle übernehmen will. Wir kommen mit allem klar. Was wir tun wollen? Immer die Oberhand behalten."

Diego Alonso denkt von Spiel zu Spiel und vermeidet vorzeitige Zukunftsträume. Daher analysiert er im Augenblick zunächst einmal den ersten Gegner seines Teams: Wydad Casablanca. Dennoch findet er lobende Worte für Zinedine Zidane, den Trainer von Real Madrid, auf das die Tuzos höchstens im Finale treffen könnten.

"Er ist ein sehr ernsthafter Mensch. Er hat es verstanden, seinen Platz auf der Trainerbank mit Bescheidenheit einzunehmen, nachdem er [als Spieler] ein Weltstar gewesen ist, und den Spielern während des Spiels ihren Freiraum zu lassen", erklärt Alonso, der in Spanien gespielt hat, als der Franzose noch als Spieler aktiv war.

Nun gilt es für Pachuca, die noch verbleibenden Tage optimal zu nutzen, denn schon bald rollt in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Ball. "Wir wollen an den Tagen, an denen wir nicht im mexikanischen Fussball aktiv sind, eine spezielle Vorbereitung durchführen. Spieler, die Verletzungen hinter sich haben oder nach dem anstrengenden Turnier sehr erschöpft sind, sollen Gelegenheit haben, sich zu erholen, damit sie sich zum WM-Auftakt in Hochform präsentieren können."