• Urawa Red Diamonds beenden zehnjährige Titelflaute in AFC Champions League
    • Takafumi Hori übernahm das Traineramt zur Saisonmitte 
    • Der J.League-Klub vertritt Asien zum zweiten Mal bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft

    In der AFC Champions League 2017 standen zwei traditionelle Fussballmächte an der Spitze der Pyramide. Im Finale traten mit den Urawa Red Diamonds und Al Hilal der Gewinner der Auflage von 2007 und die mit sechs Finalteilnahmen erfahrenste Mannschaft gegeneinander an.

    Urawa musste sich zwar im Hinspiel auf fremdem Platz mit einem 1:1-Unentschieden begnügen, wusste jedoch im Rückspiel mit dem üblichen Kampfgeist zu überzeugen und triumphierte am Ende mit 1:0. Damit war eine zehnjährige Titelflaute in der AFC Champions League beendet. Mit dem Sieg war außerdem die Rückkehr der Japaner zur FIFA Klub-Weltmeisterschaft besiegelt, die nächste Woche in den Vereinigten Arabischen Emiraten beginnt.

    Die Reds schlossen die Gruppenphase – noch unter Mihailo Petrović – mit der Spitzenreiterposition in ihrer Gruppe ab und zogen in die K.-o.-Runde des Turniers ein. Die größte Herausforderung kam in Gestalt von Shanghai SIPG, gegen das Urawa auswärts eine 2:3-Niederlage hinnehmen musste, die man jedoch im Rückspiel vor heimischem Publikum mit einem 1:0 wettmachte.

    Der serbische Trainer hat zwar Mitte der Saison seinen Hut genommen, sein Beitrag zum Aufbau des Teams ist jedoch nicht zu unterschätzen. Dieser Tatsache zollte auch der neue Coach Takafumi Hori Tribut, als er nach dem Titelgewinn erklärte, Petrović habe die Grundlage für das Team gelegt.

    Unter Hori machte Urawa in der K.-o.-Phase kontinuierlich Fortschritte und arbeitete sich bis in Finale vor. Am beachtlichsten war vielleicht das erneute Zusammentreffen mit dem ambitionierten chinesischen Klub Shanghai, gegen den man diesmal auswärts ein 1:1 erreichte, bevor man den Mitanwärter auf den Titel dann mit einem 1:0-Sieg im Heimspiel aus dem Rennen warf.

    Im Finale traf Urawa auf keinen Geringeren als Al Hilal, ein kampferprobtes Team aus Saudiarabien, das eine stolze Heimbilanz vorweisen konnte. Die Westasiaten bereiteten Urawa auch in beiden Partien einige Probleme und waren im Rückspiel ganz nah am Siegtreffer dran, der gleichzeitig auch den Turniersieg bedeutet hätte. Urawa behielt jedoch die Nerven und sicherte sich am Ende den zweiten kontinentalen Titel.

    Höhepunkte
    • Urawa behielt zu Hause eine weiße Weste. Das Team konnte alle sieben Spiele im Saitama-Stadion für sich entscheiden.
    • Der brasilianische Stürmer Rafael Silva erzielte nicht nur den Treffer, der den Turniersieg besiegelte, sondern war am Ende mit neun Toren auch zweitbester Torschütze des Turniers. Der syrische Angreifer Omar Khribin von Al Hilal sicherte sich die Torjägerkrone (zehn Treffer).
    • Urawa gelang es als erstem japanischem Team und als viertem überhaupt, die asiatische Königsklasse zum zweiten Mal zu gewinnen.

    Die Statistik
    2
    – Die Anzahl der Spieler, die bereits beim letzten Auftritt Urawas bei der Klub-WM vor zehn Jahren dabei waren. Kapitän Yuki Abe und Mittelfeldspieler Tadaaki Hirakawa waren bereits 2007 in Japan vertreten und werden ihre langjährige Erfahrung beim Weltturnier 2017 in den VAE einbringen.

    Hätten Sie's gewusst?
    Bei der letzten Teilnahme an der Klub-WM vor zehn Jahren wusste Urawa zu beeindrucken. Damals sicherte sich das Team als Turnierdebütant den dritten Platz. Es versteht sich von selbst, dass die ehrgeizigen Japaner 2017 in den Vereinigten Arabischen Emiraten unbedingt den Durchbruch erzielen wollen.

    Zitate
    "Die Spieler waren in diesem Turnier ganz besonders motiviert, ebenso wie die Fans. Ich glaube, deshalb konnten wir eine so gute Leistung hinlegen. Ich möchte mich auch bei unseren Anhängern bedanken, die ihr Bestes gegeben haben, und [beim ehemaligen Trainer Mihailo] Petrović, der die Grundlagen gelegt hat und von dem ich viel gelernt habe."
    Takafumi Hori (Cheftrainer, Urawa Red Diamonds)

    "Unseren Erfolg haben wir zum Großteil unserer mannschaftlichen Geschlossenheit zu verdanken. Die Kommunikation unter [Trainer Takafumi] Hori ist sehr gut, und wir haben in diesem Turnier viel gelernt und gegen viele sehr gute Teams gespielt."
    Yosuke Kashiwagi (Mittelfeldspieler Urawa und wertvollster Spieler des Turniers)