• Hulk peilt Torjägerkrone in der AFC Champions League an
  • Der brasilianische Stürmer spielte eine Schlüsselrolle beim Vorstoß von Shanghai SIPG ins Halbfinale
  • Der Klub strebt den ersten Titel in der asiatischen Königsklasse und damit die Teilnahme an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft an

Für viele asiatische Fans ist Hulk in der Tat unglaublich.

Es überrascht kaum, dass der brasilianische Stürmer in der diesjährigen AFC Champions League mit neun Treffern die Torschützenliste anführt und mit seinem Klub Shanghai SIPG in der Halbfinalrunde steht. Auch in den vergangenen Jahren waren es oft Brasilianer, die in diesem Wettbewerb glänzen konnten. Hulk versetzt die Zuschauer mit seiner Spielweise und seinen vielen Toren immer wieder in Begeisterung.

Als Mittelstürmer oder auf dem Flügel eingesetzt, ist Hulk oft nicht zu bremsen. Neben seiner Ballsicherheit und seinen kraftvollen Schüssen verfügt der athletische Torjäger über ein überragendes Tempo und ist mit seinem Trickreichtum der Alptraum eines jeden Verteidigers. Bislang hat er zudem sieben Torvorlagen gespielt und damit die Hoffnung auf Shanghais ersten Titelgewinn in der asiatischen Königsklasse weiter geschürt. Gegenüber FIFA.com meinte Hulk jedoch, dass er seine Bestform noch gar nicht erreicht habe.

"Geht man nur nach den Zahlen, ist das nicht meine beste Saison", so der 31-Jährige, der sich beim FC Porto einen Namen gemacht und in vier Spielzeiten zehn große Titel gewonnen hat, bevor er bei Zenit Saint Petersburg in Russland für Furore sorgte. "Bei meinen früheren Klubs hatte ich noch bessere Werte. Aber ich versuche immer, mein Bestes zu geben, und in dieser Hinsicht war dieses Jahr ein gutes Jahr."

Eine beeindruckende Saison
Auch wenn Hulk sich eher bescheiden gibt, hat er mit einer Reihe herausragender Leistungen dazu beigetragen, dass es Shanghai bei der erst zweiten Teilnahme an der AFC Champions League über die Gruppenphase hinaus geschafft hat. Der Klub startete mit drei Siegen in den Wettbewerb, wobei Hulk in jeder Partie traf. Gegen den FC Seoul erzielte er sogar den einzigen und damit entscheidenden Treffer. Damit war der Grundstein für den Einzug in die K.o.-Phase gelegt.

Auch nach Erreichen der K.o.-Runde glänzte Hulk und trug mit Toren und Vorlagen zum Achtelfinalsieg gegen Jiangsu Suning bei. Im Viertelfinale wartete dann kein Geringerer als der zweimalige Titelträger Guangzhou Evergrande. Erneut präsentierte sich Hulk in Topform, schoss beim beeindruckenden 4:0-Hinspielsieg ein Tor und trug eine weitere Torvorlage bei.

Luiz Felipe Scolaris Schützlinge schafften es im Rückspiel zunächst, auf 4:0 davonzuziehen und damit im Gesamtresultat auszugleichen. In der Verlängerung schlug Hulk erneut zu und brachte sein Team in Führung. Guangzhou konnte nochmals ausgleichen, doch im Elfmeterschießen zum Abschluss dieses unvergesslichen Duells setzten sich Hulk und seine Teamkameraden durch.

"Wir hatten es auf dem Weg bis in diese Runde nicht leicht", meinte Hulk im Rückblick auf den bisherigen Verlauf des Wettbewerbs. "In der K.o.-Runde haben wir uns gegen zwei starke Teams aus der chinesischen Liga durchgesetzt, allen voran Guangzhou. Daher sehen wir dem was kommt optimistisch entgegen."

Bewährungsprobe gegen Urawa
Shanghais nächster Gegner ist der J.League-Spitzenklub und Champions-League-Sieger von 2007, die Urawa Red Diamonds. "Ich habe früher in Japan gespielt", erinnert Hulk an die Zeit bei Kawasaki Frontale und Tokyo Verdy in der Frühphase seiner Karriere. "Ich habe beobachtet, wie sehr sich der japanische Fussball in diesen Jahren entwickelt hat. Japanische Spieler sind fussballerisch sehr stark und die Urawa Red Diamonds sind eine der besten japanischen Mannschaften. Insbesondere zu Hause spielen sie sehr stark.

"Aber unser Team ist sehr formstark und hat einen Lauf. Ich habe erlebt, wie sich das Team seit meiner Ankunft hier enorm gesteigert hat. Wir bilden ein geeintes und konkurrenzfähiges Team. Ich will Titel und Auszeichnungen mit Shanghai gewinnen. Das ist im Moment mein größtes Ziel, doch ich würde mich natürlich auch sehr freuen, wenn ich wieder in die Nationalmannschaft zurückgeholt würde", schloss er mit einem Lächeln.