Für den spanischen Angreifer Manel Expósito ist es bereits der zweite Auftritt bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft in Reihen des Ozeanienmeisters aus Auckland. Expósito, der bereits bei Atlético Madrid und dem FC Barcelona unter Vertrag stand und 2011 bei der 0:2-Niederlage Aucklands gegen Kashiwa Reysol einer der auffälligsten Akteure auf dem Platz war, ist gedanklich bereits bei der Auftaktbegegnung am 6. Dezember.

"Auckland hat vor drei Jahren zwei Begegnungen bei diesem Turnier gewonnen. Und das ist auch jetzt unser Ziel", so Expósito gegenüber FIFA.com. "Jetzt konzentrieren wir uns aber erst einmal auf den japanischen Meister. Dann schauen wir weiter. Wir reisen zuversichtlich dorthin, aber leicht wird es nicht werden."

Auckland hinterließ in der zweiten Halbzeit des letztjährigen Kräftemessens gegen Reysol einen starken Eindruck und Expósito wusste neben den anderen Spaniern auf dem Platz durchaus zu überzeugen. Der Angreifer bildet zusammen mit Ángel Berlanga, Albert Riera Vidal, dem neu verpflichteten Pedro Garcia sowie Trainer Ramon Tribulietx, der Expósito nach Neuseeland geholt hatte, das spanische Quintett des Klubs.

Der Traum von Chelsea
Die spanische Beteiligung am diesjährigen Turnier ist indes auf Einzelspieler wie Expósito, Chelseas Juan Mata und Fernando Torres beschränkt. Der Offensivspieler macht sich allerdings keine allzu großen Hoffnungen, auf die Spieler der Roja in Reihen der Blues zu treffen.

"Natürlich träumt man davon, gegen Mannschaften wie Chelsea oder wie im letzten Jahr gegen Barcelona zu spielen", sagte Expósito. "Aber mal ehrlich, wir müssen realistisch bleiben und uns auf das erste Spiel konzentrieren, zumal wir sogar in dieser Begegnung der Außenseiter sind und der japanische Meister bestimmt kein leichter Gegner sein wird. Wir konzentrieren uns ganz darauf, dieses Spiel zu gewinnen."

Der Verein aus der größten Stadt Neuseelands qualifizierte sich im vergangenen Mai durch einen 3:1-Gesamtsieg gegen den tahitianischen Klub AS Tefana im Endspiel der OFC O-League.

Der Spanier betont, dass man aus der letztjährigen Japanreise Lehren gezogen, sich die Spielweise seiner Mannschaft aber nicht verändert habe. "Wir spielen auf Ballbesitz mit hohem Tempo und schalten im richtigen Moment auf Offensive um. Hinzu kommt, dass wir auch hinten selten anfällig sind", so Expósito, der mit sechs Treffern bester Torjäger der OFC O-League war.

Stark besetztes Turnier
Dennoch macht der Angreifer keinen Hehl daraus, dass seines Erachtens der FC Chelsea als Gewinner der europäischen Champions League klarer Favorit auf den Turniersieg am 16. Dezember ist. "Chelsea ist die beste Mannschaft. Die UEFA Champions League ist die größte kontinentale Klubmeisterschaft der Welt, weshalb die Antwort folglich nur Chelsea lauten kann", so der als Xino bekannte Akteur.

"Es wäre unglaublich, gegen Chelsea zu spielen, schließlich haben sie Mata aus Spanien sowie Roberto Di Matteo, der ein großartiger Trainer ist. Es wäre ein Traum, gegen diese Mannschaft zu spielen, aber das wird nicht leicht werden. Für uns hängt erst einmal alles vom Spiel gegen den japanischen Meister ab."

Der Top-Torjäger von Auckland City zeigte sich indes überzeugt, dass eine weitere Mannschaft dem FC Chelsea den Titel bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft streitig machen könnte, nämlich Corinthians São Paulo.

Dazu Expósito: "Corinthians ist eine typisch brasilianische Mannschaft, technisch sehr versiert und äußerst stark. Sie haben nicht umsonst die Copa Libertadores gewonnen. Vielleicht liegt der größte Unterschied zwischen ihrer Spielweise und dem spanischen Fussball darin, dass bei ihnen der Ball nicht so schnell läuft und das Spiel eher langsam aufgebaut wird. Die Südamerikaner haben dafür Vorteile in Eins-gegen-Eins-Situationen. Man muss schon in überragender Form sein und Mannschaften wie Corinthians permanent unter Druck setzen."