Takuya Iwata lässt im Vorfeld der FIFA Klub-WM 2012 die Japan-Connection von Auckland City wieder aufleben. Der neuseeländische Vertreter ist bereits zum vierten Mal bei dieser Turnierserie dabei und wird aus diesem Anlass abermals im Land der aufgehenden Sonne zu Gast sein.

Der Klub bestreitet eine Playoff-Partie gegen den Meister der J-League, deren Sieger am Viertelfinale des prestigeträchtigen Wettbewerbs teilnehmen darf. Dort trifft man dann auf den noch zu ermittelnden Afrika-Meister.

Vier Tage vor Saisonende stehen Vegalta Sendai und Sanfrecce Hiroshima punktgleich an der Tabellenspitze der J-League und liefern sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel.

Der viermalige Ozeanien-Meister Auckland war nicht nur letztes Jahr bei der Klub-WM in Japan vertreten, wo das Team sich nach einer hart umkämpften Begegnung mit 0:2 gegen Kashiwa Reysol geschlagen geben musste, sondern auch bei der Auflage von 2006.

Der spritzige Iwata, der zuvor bereits für den FC Gifu in der J.League 2 aktiv war, bildet nun die neueste Japan-Connection des Klubs aus der größten Stadt Neuseelands.

"Ich bin nach Neuseeland gewechselt, weil sich mir dort die Chance geboten hat, für Auckland aktiv zu sein und bei Wettbewerben wie der O-League und der Klub-Weltmeisterschaft dabei zu sein", so Iwata im Gespräch mit FIFA.com. "Es wird wirklich interessant werden, in Japan gegen eine japanische Mannschaft anzutreten - das kommt mir alles noch ganz unwirklich vor."

Iwatas Timing war perfekt, denn nach dem Wechsel von Citys neuseeländischem Nationalverteidiger Ian Hogg in die nordamerikanische MLS klaffte auf der linken Abwehrseite eine Lücke. Iwata ist bereit, in die Bresche zu springen, bleibt jedoch mit beiden Beinen fest auf der Erde.

"Ich bin zu Hause nicht gerade eine Berühmtheit, aber die FIFA Klub-Weltmeisterschaft bietet mir die Chance, mich auf der großen Bühne zu präsentieren. Dasselbe gilt auch für die anderen Spieler des Klubs", erklärt er.

"Wie die meisten Kinder wollte ich früher unbedingt in der J.League spielen. Das war das große Ziel, aber heute sind japanische Spieler in zahlreichen Ligen auf der ganzen Welt aktiv."

"Spieler müssen in andere Länder wechseln, um im Profi-Fussball weiter zu kommen. Viele unserer Spieler gehen nach Europa. Beispielsweise spielt Kagawa bei Manchester United. Die Spieler der J-League verfolgen die Erfolge dieser Akteure im Ausland und wollen ihnen nacheifern."

Iwata erklärt zwar, dass er in Japan keine Lieblingsmannschaft hat, die er anfeuern würde, freut sich jedoch auf die Möglichkeit, seine Fähigkeiten gegen das beste Team seines Landes zu testen.

"Ich spiele lieber selbst Fussball als mir Spiele anzuschauen", meint er. "Aber es wird interessant sein, nach Japan zurückzukehren und gegen ein Team meines eigenen Landes anzutreten. Ich denke, die Fans werden hohe Erwartungen an den J.League-Sieger haben und wollen, dass er so weit wie möglich kommt."

Iwata weiter: "Allerdings gibt es dort noch andere Mannschaften zu sehen, beispielsweise Corinthians und Chelsea. Die Klub-Weltmeisterschaft bedeutet also noch mehr."

Iwata feierte am letzten Sonntag beim ersten Saisonspiel sein Debüt für Auckland. Dabei musste der Klub im ASB Challenge Cup eine 1:2-Niederlage gegen Waitakere United hinnehmen.

Die Liga-Saison beginnt dieses Wochenende mit einer Partie gegen Canterbury United. Vor der heiß ersehnten Begegnung mit dem J.League-Meister am 6. Dezember in Yokohama stehen dann noch drei weitere Partien in der heimischen Liga an.