Argentinien und Brasilien sind im Fussball erbitterte Rivalen. Am Samstag schwappt diese Rivalität sogar über den Pazifischen Ozean, wenn die Trainer von Al Ittihad aus Saudiarabien und den Pohang Steelers aus der Republik Korea mit ihren Mannschaften in Tokio aufeinander treffen. Dort findet das Finale der AFC Champions League statt, und am Ende wird entweder der Argentinier Gabriel Calderon oder der Brasilianer Sergio Farias jubeln.

Farias hat bereits zwei Mal die koreanische Meisterschaft und ein Mal den Pokal gewonnen, seit er 2005 auf der Trainerbank der Pohang Steelers Platz nahm. Der Titel in der AFC Champions League hingegen fehlt ihm noch. Das will der Brasilianer am Samstag im National Stadium von Tokio unbedingt ändern. Und Farias hat guten Grund, optimistisch zu sein: im Achtelfinale setzten sich seine Schützlinge mit 6:0 gegen die Newcastle Jets durch, im Viertelfinale bewiesen sie viel Moral, als sie gegen Bunyodkor einen Rückstand aufholten, und im Halbfinale hatten sie gegen das Überraschungsteam von Umm-Salal aus Katar keine Probleme.

Doch auch die Mannschaft von Calderon hat in den K.o.-Spielen beeindruckende Leistungen gezeigt. Al Ittihad gewann zunächst im Gesamtergebnis mit 2:1 gegen Al-Shabab, anschließend mit 5:1 gegen Pakhtakor und dann im Halbfinale gegen Nagoya Grampus mit 8:3. Die Saudis haben in ihren elf Spielen im laufenden Wettbewerb nicht weniger als 29 Tore erzielt.

Wenn zwei derart torgefährliche und spielstarke Mannschaften aufeinander treffen, darf man auf ein faszinierendes Spiel hoffen.

Das Duell
Al Ittihad (KSA) - Pohang Steelers (KOR), Tokio, Samstag, 7. November 2009

Al Ittihad geht mit einem guten Omen in das entscheidende Spiel: Die beiden bisherigen Titel auf kontinentaler Ebene gewann das Team jeweils gegen südkoreanische Gegner. 1999 gab es einen 3:2-Erfolg gegen Chunnam Dragons im Asien-Pokal der Pokalsieger, und fünf Jahre später holten die Araber mit einem Gesamtergebnis von 6:3 gegen Seongnam Chunma den ersten Titel in der AFC Champions League.

Die Pohang Steelers wiederum gewannen den damaligen Asien-Pokal der Landesmeister 1997 und 1998. Auf dem Weg ins Endspiel von 1999 setzten sie sich im Halbfinale gegen den saudischen Vertreter Al Hilal durch. Außerdem hoffen die Koreaner auf lautstarke Unterstützung von den zahlreichen Exil-Koreanern in Japan, die auf den Rängen des National Stadium für Stimmung sorgen sollen.

Spieler im Fokus
Beide Mannschaften wollen voll auf Angriffsfussball setzen, und so dürfte das Spiel insbesondere den Torjägern auf beiden Seiten reichlich Gelegenheit geben, ihren Torinstinkt unter Beweis zu stellen. Auf Seiten von Al Ittihad ist hier insbesondere der 31-jährige Mohammed Noor zu nennen, der mit seinem Klub die AFC Champions League bereits 2004 und 2005 gewann und den dritten Titelgewinn anstrebt. Denilson wiederum will seine Ausbeute von bereits sieben Treffern im laufenden Wettbewerb für die Pohang Steelers weiter erhöhen.

Statistik
3
- Ein Sieg gegen die Pohang Steelers würde Al Ittihad den dritten Triumph in der AFC Champions League bescheren.

Zitate
"Wir spielen immer auf Sieg und daran wird sich auch in diesem Finale nichts ändern. Die Pohang Steelers sind selbst schuld, wenn sie diese Warnung ignorieren." Gabriel Calderon (Trainer, Al Ittihad)

"Al Ittihad ist sicher kein leichter Gegner, doch auch sie werden uns nicht unterschätzen. Ein Blick auf unsere Bilanz zeigt, dass wir nur ein einziges Spiel im laufenden Wettbewerb verloren haben. Wir hätten den Titelgewinn verdient." Sergio Farias (Trainer, Pohang Steelers)

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