Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eine Gruppe von sieben kleinen Staaten an der südöstlichen Spitze der Arabischen Halbinsel. Das Land grenzt im Norden an den Arabischen Golf, im Westen an Katar, im Süden an Saudiarabien und im Osten an Oman. Auch Iran, an der gegenüberliegenden Seite des Golfs, ist nicht weit entfernt.

Die Föderation der Vereinigten Arabischen Emirate wurde 1971 gegründet, als sich mit Abu Dhabi, Dubai, Adschman, Umm al-Qaiwain, Fudschaira und Schardscha sechs Emirate zusammenschlossen. Nur ein Jahr später schloss Ra's al-Chaima sich der Föderation an. Abu Dhabi ist bei weitem das größte der Emirate und macht über 80 Prozent der 83.600 Quadratkilometer Gesamtfläche des Landes aus.

Die Bevölkerungszahl der VAE nimmt stetig zu und liegt derzeit bei über neun Millionen. Abu Dhabi und Al Ain, die beiden Spielorte der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2017, bieten 2.784.000 bzw. 650.000 Menschen eine Heimat. Die wachsende Erdölindustrie hat eine große Zahl von Immigranten ins Land gelockt. Daher beträgt er Anteil der Emiratis an der Gesamtbevölkerung lediglich elf Prozent, neun Prozent sind Araber unterschiedlicher Herkunft sowie Iraner und 62 Prozent sind Südasiaten. Die große Mehrzahl der Einwohner ist muslimisch (96 Prozent), und obwohl die offizielle Landessprache Arabisch ist, sind auch Englisch, Hindi und Urdu weit verbreitet.

Ein Großteil des Territoriums ist Wüste, jedoch reich an Erdölreserven, die seit den 1960er Jahren ausgebeutet werden, insbesondere in Abu Dhabi, Dubai und Schardscha. Das Klima ist das gesamte Jahr über sehr stabil. Die Sommer sind heiß und feucht, mit Temperaturen zwischen 35 und 45 ºC, die Winter warm und trocken mit Temperaturen von 15 bis 25 ºC.

Fussball in den VAE
Die Vereinigten Arabischen Emirate können zwar keine so große Fussballtradition vorweisen wie viele europäische und amerikanische Länder, doch die Leidenschaft für diese Sportart ist groß und die Menschen im Land sind sehr stolz darauf, Ausrichter der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2017 zu sein. Das Turnier wird nach 2009 und 2010 bereits zum dritten Mal in den VAE ausgetragen. Außerdem fungierten die Vereinigten Arabischen Emirate bereits bei weiteren drei FIFA-Turnieren als Gastgeber, nämlich bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2003, der Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2009 und der U-17-Weltmeisterschaft 2013. Obwohl Pferde- und Kamelrennen auf eine mehr als 2.000-jährige Tradition zurückblicken können, ist der Fussball mittlerweile zur beliebtesten Sportart des Landes avanciert.

Die Vereinigten Arabischen Emirate traten der FIFA im Jahr 1972 bei, nur ein Jahr nach Erlangung der Unabhängigkeit. 1974 schlossen sie sich dann der asiatischen Fussballkonföderation (AFC) und der Union arabischer Fussballverbände (UAFA) an. Sie fungierten 1982, 1994 und 2007 als Gastgeber des Golfpokals und richteten 1996 den prestigeträchtigen AFC Asien-Pokal aus. All diese Herausforderungen meisterte man mit der gewohnten Effizienz. In zwei Jahren wird das Land erneut beide Turniere ausrichten.

Die Nationalmannschaft der VAE kann zwar noch nicht einmal auf ein halbes Jahrhundert Geschichte zurückblicken, hat jedoch bereits einige beachtliche Ergebnisse erzielt. Drei Mal belegten die VAE beim Golfpokal den zweiten Platz (1986, 1988, 1994) und zwei Mal holten sie sich den Titel, nämlich 2007 vor eigenem Publikum nach einem Finalsieg gegen Oman sowie 2013 mit einem Erfolg gegen Irak. Außerdem zog man beim Asien-Pokal 1996 ins Finale ein und belegte 2015 den dritten Platz. Die größte Errungenschaft ist jedoch zweifellos die Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ Italien 1990 und die bisher einzige Teilnahme am Weltturnier für A-Nationalmannschaften.

Auf Juniorenebene waren die VAE hingegen schon häufiger auf der Weltbühne vertreten. Die U-20-Auswahl des Landes nahm an drei Auflagen der WM dieser Altersklasse teil: 1997, wo man ins Achtelfinale einzog, sowie 2003 und 2009, wo man sich nach dem Viertelfinale aus dem Wettbewerb verabschieden musste. Die U-17-Auswahl war ebenfalls bereits drei Mal auf der Weltbühne vertreten: 1991 und 2013 kam sie über die erste Runde nicht hinaus, während es 2009 immerhin für den Einzug ins Achtelfinale reichte.