Die Stadt liegt im Zentrum der japanischen Hauptinsel Honshu und wird, wie der Name bereits andeutet, voll und ganz von einem der führenden Automobilhersteller der Welt beherrscht. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts erlebte die damals noch Koromo heißende Stadt einen stetigen Niedergang, da die Nachfrage nach Wildseide, dem wichtigsten Handelsgut der Region, immer weiter sank. Doch seit 1934 Automobilhersteller zur Ansiedlung ermuntert wurden, ist die Region stark aufgeblüht: heute hat die Stadt 350.000 Einwohner und damit gut 25 Mal so viele, wie 1930. 1959 wurde Koromo offiziell in Toyota-City umbenannt.

Inmitten von Reisfeldern, Gemüsefarmen und Obstplantagen gelegen, ist die Stadt in der Präfektur Aichi südöstlich von Nagoya allerdings weit mehr als nur ein Wohnort für die Arbeiter in den Autofabriken. Ganz in der Nähe befindet sich ein Naturpark, in dem vom 25. März bis 25. September die EXPO 2005 stattfindet - die erste Weltausstellung des 21. Jahrhunderts. Dank der internationalen Präsenz von Toyota gehören die Einwohner der Stadt zu den aufgeschlossensten Menschen von ganz Japan, denn das Unternehmen bietet ihnen umfangreiche Möglichkeiten für Reisen in alle Welt.

Zwar ist Toyota City einerseits eindeutig auf die Zukunft ausgerichtet, doch andererseits gibt es auch eine Menge Historisches zu entdecken. Toyota liegt inmitten des Ursprungslandes des Matsudaira-Clans, aus dem Tokugawa Ieyasu stammte, der den Grundstein der Edo-Schogunherrschaft legte (1603-1867). Ieyasu siegte in der Schlacht von Nagakute (1584) ganz in der Nähe, eines der größten militärischen Ereignisse in der japanischen Geschichte.

Stadion
Das im Jahr 2001 zur Feier des 50-jährigen Jubiläums der Stadt fertig gestellte Toyota-Stadion ist ein hochmodernes reines Fussballstadion mit beweglichem Dach. Ursprünglich war vorgesehen, hier auch Spiele im Rahmen des FIFA Weltpokals Korea/Japan 2002™ auszutragen, doch letztlich fand es sich nicht auf der Liste der zehn japanischen FIFA Weltpokal ™-Stadien. Das Stadion bietet Platz für 45.000 Zuschauer und ist bei Fans und Spielern wegen seiner tollen Atmosphäre gleichermaßen beliebt. Eines der Gruppenspiele wird im Rahmen des Turniers hier ausgetragen.

Klub
Nagoya Grampus Eight, eines der 12 Gründungsmitglieder der J-League 1992, trägt viele seiner Spiele im futuristischen Toyota-Stadion aus. Der von Toyota unterstützte Klub hatte zwar in jüngster Zeit keine größeren Erfolge, doch immerhin kann man auf eine erfolgreiche Zeit mit Arsène Wenger, dem jetzigen Trainer von Arsenal London, zurück blicken, und Englands Ex-Nationalstürmer Gary Lineker schnürte eine Zeitlang seine Schuhe für Grampus Eight.