Vergangenheit
Mit 33 Titeln spanischer Rekordmeister, 19 Pokalsiege, 3 Interkontinental-Pokale, 2 FIFA Klub-Weltmeisterschaften und - worauf die Madridistas am meisten stolz sind - zwölf Europapokaltitel. Doch die Größe von Real Madrid erklärt sich nicht nur aus der langen und glanzvollen Erfolgsliste. Die über 100-jährige Vereinsgeschichte wird durch legendäre Spielzüge, Aufholjagden oder Duelle genährt, deren Protagonisten einige der besten Fussballer des Planeten waren.

Gegenwart 
Zinedine Zidane setzte in seiner zweiten Saison - der ersten von Beginn an - seine erfolgreiche Karriere fort. Nach knapp sechs Monaten im Amt eroberte er 2016 die elfte europäische Krone und rundete das Jahr mit dem Gewinn der Klub-Weltmeisterschaft in Japan ab. 2017 gewann er zum ersten Mal seit fünf Jahren die spanische Meisterschaft und schaffte etwas, was noch keinem gelungen war: Den Titel im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb zu verteidigen, seit er im aktuellen Modus ausgespielt wird. Zizou benötigte nur 20 Spiele, um zwei Mal die UEFA Champions League zu gewinnen: Rekord. Die gute Führung eines mit Stars gespickten Kaders mit Rotationen, um den wichtigsten Akteuren Verschnaufpausen zu gönnen, war ein wichtiger Grund dafür, dass die Mannschaft in Bestform in die Schlussphase der Saison ging.

Zukunft
Nach dem erneuten Triumph in Europa wird der Klub, dessen Anspruch es ist, alles zu gewinnen, die Gelegenheit haben, das Jahr mit drei weiteren Titeln abzuschließen. Es warten der spanische und der europäische Supercup sowie die Klub-Weltmeisterschaft, bei der Real Madrid erneut Geschichte schreiben und als erster Verein zwei Mal in Folge den Pokal gewinnen kann. Als zusätzlicher Anreiz in den Vereinigten Arabischen Emiraten dürfte den Königlichen dienen, dass sie bei einem erneuten Triumph mit dem Erzrivalen FC Barcelona gleichziehen würden, der mit drei Titeln der Rekordsieger ist.

Zahlen und Fakten
Ehemalige Stars

Alfredo Di Stefano, Ferenc Puskás, Ricardo Zamora, Francisco Gento, Ulrich Stielike, Hugo Sánchez, Juan Gómez, Jorge Valdano, Emilio Butragueño, Míchel, Iván Zamorano, Raúl, Ronaldo, David Beckham, Zinedine Zidane, Fabio Cannavaro, Iker Casillas.

Aktuelle Stars 
Sergio Ramos, Luka Modric, Toni Kroos, Isco, Gareth Bale, Cristiano Ronaldo, Karim Benzema.

Die Qualifikation in Zahlen 
Real Madrid konnte sich im Verlauf des Wettbewerbs steigern. In der Gruppenphase ließ das Team drei Unentschieden zu - zwei gegen Borussia Dortmund und eines gegen Legia Warschau - und qualifizierte sich als Zweiter für die K.o.-Runde. Doch ab diesem Moment gab sich das Team keine Blöße mehr. Im Achtelfinale feierten die Königlichen zwei Siege gegen den SSC Neapel (je 3:1), im Viertelfinale gegen den FC Bayern gewannen sie erneut beide Spiele (gesamt: 6:3), nur im Halbfinale gegen Atlético Madrid kassierten sie nach dem 3:0-Hinspielerfolg die einzige Niederlage (1:2), die den Finaleinzug aber nicht gefährdete. In Cardiff überwanden die Männer von Zidane das Defensivbollwerk von Juventus, das im gesamten Wettbewerb zuvor nur drei Gegentreffer zugelassen hatte, gleich mit vier Toren. Mario Mandzukic konnte in der ersten Halbzeit noch die Führung durch Cristiano Ronaldo ausgleichen, aber in der zweiten Halbzeit stellten Casemiro, erneut Ronaldo und Marco Asensio den 4:1-Endstand her.

Statistik  
12 Europapokale. Kein anderes europäisches Team hat den prestigereichen Wettbewerb so oft gewonnen. Damit hat Real fünf Pokale mehr als der ärgste Verfolger in dieser Rangliste, AC Mailand, in der Vitrine vorzuweisen.