Sie waren bei drei FIFA Fussball-Weltmeisterschaften dabei. Welche Bedeutung würden Sie den einzelnen Turnieren in persönlicher und beruflicher Hinsicht beimessen?
Was das Persönliche angeht, so war das bei mir wie bei allen Brasilianern: Ich habe schon als Junge davon geträumt, einmal bei einer WM dabei zu sein. Immer wenn ich Pelé, Rivelino und all diese großen Spieler sah, träumte ich davon, eines Tages selbst bei einer Weltmeisterschaft zu spielen. Dass ich am Ende gleich bei drei Turnieren dabei sein konnte, war eine großartige Erfahrung für mich, bei der ich viel gelernt habe. Schließlich hatten wir 1990 eine sehr gute Mannschaft und konnten trotzdem nicht gewinnen.
1994 haben wir dann gewonnen, aber bei dieser WM habe ich wirklich begriffen, dass Talent allein nicht ausreicht, um eine Weltmeisterschaft zu gewinnen. Das musste auch das braslianische Volk einsehen. Um Weltmeister zu werden, ist eine Mischung aus Zielstrebigkeit, Organisation, Planung, Disziplin und Entschlossenheit nötig. Tatsächlich müssen viele Voraussetzungen erfüllt sein, um eine Siegermannschaft zu werden. Die WM 1994 war sehr wichtig für das Land, weil sie die Unternehmen dazu bewogen hat, ihre Geschäfte mit mehr Planung und Organisation anzugehen, und nicht alles einfach so aus dem Ärmel zu schütteln, wie es in Brasilien Tradition war. Das hat das Land ein gutes Stück vorangebracht.
Aus der Weltmeisterschaft 1998 haben wir eine andere Lektion gelernt. Im Fussball gibt es genau wie im Leben kein Patentrezept. Wir dachten damals, wir hätten dieses Rezept und wollten einfach das 1994 gezeigte wiederholen. Das reichte aber nicht aus. Wir hätten an unserer Technik und Taktik und an allen anderen fussballerischen Qualitäten feilen müssen. Das ist wie bei einem Leichtathleten, der in einem Jahr bei Olympischen Spielen die Goldmedaille gewinnt und sich für den nächsten Wettbewerb gar nicht erst qualifiziert. Im Fussball kann es genauso gehen.

Welche ist Ihre früheste Kindheitserinnerung an eine FIFA Weltmeisterschaft?
Ich erinnere mich vor allem an den Augenblick, wenn die Spieler aufs Podium stiegen, um ihre Medaillen und den WM-Pokal in Empfang zu nehmen. Das hat als Kind einen großen Eindruck auf mich gemacht. Während der WM schloss ich die Augen und stellte mir vor, wie unsere Mannschaft in diesem Augenblick die Stufen hochsteigt. Das gab mir viel Kraft.

Sie haben über die WM 1998 gesprochen. Was haben Sie vom Finale gegen Frankreich in Erinnerung behalten?
Ich glaube, was mit Ronaldo passiert ist, war für die Brasilianer ein großer Schock. Obwohl ich nicht denke, dass dadurch die WM entschieden wurde, hatte es doch einen gewissen Einfluss, weil wir sehr emotionale Menschen sind. Da Ronaldo uns sehr nahestand, haben uns die Ereignisse wirklich mitgenommen und wir konnten uns nicht richtig aufs Spiel konzentrieren. Wir mussten immer wieder daran denken, was passiert war, und waren sehr unruhig. Das war aber trotzdem nicht der Grund dafür, dass Brasilien die WM verloren hat. Wir dachten einfach, wir hätten das Patentrezept gefunden und haben darüber vergessen, was man noch alles tun muss.

Einige Leute sagen, die Partie war ein Duell zwischen ganz unterschiedlichen Spielweisen, Ihrer und der von Didier Deschamps. Sehen Sie das auch so?
Er ist ein starker Spieler mit einer guten Technik. Aber die französische Weltmeistermannschaft war in der Abwehr und im Mittelfeld einfach extrem stark. Die Franzosen waren gut organisiert und ihr Stellungsspiel war ebenfalls gut. Aber was mich an dieser WM am stärksten beeindruckt hat war die Tatsache, dass Zidane bis zu dem entscheidenden Zeitpunkt noch nie für einen Kopfball in den Strafraum eingedrungen war. Wenn eine Mannschaft gut organisiert ist und gute Arbeit leistet, läuft für sie auch alles nach Plan. Glück oder Pech gibt es im Fussball nicht. Es kommt nur darauf an, seine Sache ordentlich zu machen, und genau das haben die Franzosen getan.

Wie wichtig waren Sie während Ihrer Zeit als Mannschaftskapitän für das Team?
Ich war nicht wichtiger oder unwichtiger als alle anderen Spieler. Jeder hatte in der Mannschaft eine Aufgabe zu erfüllen. Ich glaube, das Wichtigste war unsere Überzeugung. Wir hatten im Jahr zuvor schon ein Spiel in Paris ausgetragen, und danach haben wir uns zusammengesetzt und über unser Ziel gesprochen. Wir wollten Weltmeister werden, also mussten wir alle Hindernisse überwinden und die nötigen Opfer bringen. Wir entschieden, dass die Mannschaft als Ganzes wichtiger sein musste als jeder Einzelne und dass wir die Fehler von 1990 keinesfalls wiederholen wollten. Wir fragten uns, welche Erwartungen wir eigentlich hatten und antworteten einhellig, dass wir Weltmeister werden wollten. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten wir hart arbeiten, uns gut organisieren und wirklich entschlossen sein. Selbstgefälligkeit war da fehl am Platz. Im Vordergrund stand unser großes Ziel: der Gewinn der Weltmeisterschaft. Um das zu erreichen mussten wir all unsere Anstrengungen auf dieses Ziel ausrichten und alle Probleme lösen, auf die wir stoßen würden.

Wie sind Sie Mannschaftskapitän geworden? War das Parreiras Entscheidung oder die der Spieler?
Das war Parreiras Entscheidung. Dabei kommt es nicht darauf an, dass man einfach nur die Armbinde trägt. Das ist nicht entscheidend. Wirklich wichtig ist die Zielstrebigkeit. Ich hatte eigentlich schon die Pflichten des Mannschaftskapitäns übernommen, bevor ich überhaupt die Binde getragen habe. Genauso haben andere Spieler diese Aufgaben erfüllt, nachdem ich zum Mannschaftskapitän gemacht worden war. Was ich damit meine ist, dass man mehr als eine Person braucht, um eine Mannschaft zu führen. Nach meiner Auffassung ist ein Spielführer niemand, der den anderen seine Meinung aufdrückt, sondern jemand, der sich von der Mannschaft leiten lässt. Ich habe nur die Anweisungen befolgt und Ziele verfolgt, über die vorher schon entschieden worden war. Wenn wir gemeinsame Entscheidungen getroffen hatten, wurde es auf dem Platz viel einfacher, die Aufmerksamkeit der anderen zu bekommen, die Leute daran zu erinnern, welche Pflichten und Rollen jeder Einzelne hatte. Das war allerdings nicht meine Aufgabe. Die Mannschaft traf diese Entscheidungen im Voraus.

Hat das Scheitern von 1990 der Mannschaft 1994 zum Erfolg verholfen?
Ja, das hat schon geholfen. Schließlich wollten wir alle als Sieger in die Geschichte eingehen. Bei dieser Zusammenkunft in Frankreich haben wir gemeinsam den Entschluss gefasst, Weltmeister zu werden. Wenn wir dieses Ziel erreichen wollten, durften wir nicht dieselben Fehler machen wie 1990. Wir hatten schon eine gute Vorstellung davon, was eine WM war. Für einige Spieler war dies außerdem die letzte Chance, den Weltmeistertitel zu erringen. Wir wollten in die Geschichte eingehen und Brasiliens Vormachtstellung wieder herstellen. Danach ging alles seinen natürlichen Gang.

Hat es Sie damals belastet, dass Brasilien 24 Jahre lang keinen Weltmeistertitel mehr geholt hatte?
Natürlich. Die Leute verstehen nicht, was es für Brasilien bedeutet, 24 Jahre keinen Titel zu gewinnen. Unsere Mannschaft war vielleicht nicht gerade die technisch brillanteste Seleção, aber wir hatten in punkto Persönlichkeit und Charakterstärke die Nase vorn. In Brasilien sind nur sehr wenige Spieler in der Lage, unter einem solchen Druck gute Leistungen zu bringen. Schließlich übt nicht nur ein Staat diesen Druck aus, dahinter steht ganz Brasilien. Unsere eigenen Fans haben uns sehr unter Druck gesetzt, und dann waren da noch die Schlagzeilen in den Zeitungen und die Fernsehberichte. Daher hat sich die Mannschaft abgeschottet, und wir haben die Nachrichten aus Brasilien nicht an uns herangelassen, um uns davon nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Wir haben eine psychologische Studie durchgeführt und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht mehr raus auf den Platz gehen und in der typisch brasilianischen unbekümmerten Art trainieren könnten, wenn wir auch weiterhin Nachrichten aus Brasilien erhielten. Wir hätten uns nicht richtig auf das Training konzentrieren können, weil wir zu sehr mit den schlechten Nachrichten aus der Heimat beschäftigt gewesen wären. Daher haben wir uns von der Außenwelt abgeschottet und uns nur auf die WM konzentriert.
Nehmen Sie beispielsweise ein Land wie Kamerun. Bei allem Respekt für die Kameruner, sie haben noch nie einen Titel gewonnen. Trotzdem hat man gesehen, was los war, als einer ihrer Spieler einen Elfmeter verschoss, der die Qualifikation für Deutschland 2006 bedeutet hätte. Das war in Kamerun. Nun stellen Sie sich einmal vor, was passiert wäre, wenn die Brasilianer ein Finale erreicht und dann einen Elfmeter verschossen hätten. Wir waren uns sehr wohl bewusst, unter welchem Druck wir standen, aber haben uns davon nicht aus dem Konzept bringen lassen. Wir hatten nur eins im Sinn: die Verwirklichung unseres Ziels.

Was können Sie uns zu Carlos Parreira als Trainer sagen?
Parreira ist ein Trainertyp, der ganz und gar nicht dem Bild entspricht, an das Presse und Fans in Brasilien gewöhnt sind. Wir sind an Trainer gewöhnt, die viel reden und den Spielern von der Seitenlinie aus Anweisungen zurufen. Parreira ist ein ruhigerer Mensch, der sehr intelligent und sehr gut vorbereitet ist, genau wie Zagallo. Sie haben alle Entscheidungen getroffen und die Mannschaft gut geleitet und trainiert, weil jeder Spieler wusste, was von ihm erwartet wurde. Er wusste genau, wie er jedem Spieler klarmachen konnte, worin genau seine Rolle bestand. Gleichzeitig hat er uns erlaubt, Dinge untereinander abzusprechen. Er fragte uns immer danach, wie die europäischen Mannschaften spielten, welche Eigenschaften die einzelnen Spieler hatten und wie die unterschiedlichen Mannschaften trainierten. Genau deshalb war er immer sehr gut vorbereitet und wenn wir das Spielfeld betraten, wussten wir bereits, was wir zu tun hatten.

Können wir kurz über Taktik sprechen? Taffarel sagte, er habe 1994 nicht viel zu tun gehabt, weil die brasilianische Abwehr so gut war. War das die größte Stärke der Mannschaft?
Trainer Parreira hat immer gesagt: "Brasilianische Spieler wissen, was sie zu tun haben, wenn sie in Ballbesitz sind." Unter einziges Problem bestand darin, unsere Defensive zu organisieren, wenn wir nicht im Ballbesitz waren. Wenn wir all unsere technischen Qualitäten wirklich ausschöpfen wollten, mussten wir in der Lage sein, den Ball so schnell wie möglich zurückzuerobern.
Was die Taktik betrifft, so gingen alle davon aus, dass eine brasilianische Elf mit zwei defensiven Mittelfeldspielern auch defensiv ausgerichtet wäre. Dabei war genau das Gegenteil der Fall. Wir sollten unser Spiel so weit wie möglich vom eigenen Tor entfernt aufziehen und den Ball so schnell wir konnten zurückerobern, damit Bebeto, Romario und Zinho ins Spielgeschehen eingreifen konnten und Jorginho, Branco und Leonardo Zeit hatten, nach vorn zu gehen. Daher war es unsere Aufgabe, die Mannschaft so weit wie möglich nach vorn zu bringen, so weit vom eigenen Tor entfernt wie wir nur konnten. Wenn unsere Gegner den Ball aus der Verteidigung heraus nach vorn spielten, machten sie hinten unweigerlich auf und wir eroberten das Leder nur 20 oder 30 Meter von ihrem Tor entfernt zurück.

Welches Spiel war Ihrer Meinung nach das schwierigste des Turniers?
Meiner Meinung nach war es das Spiel gegen die USA. Einmal abgesehen von der technischen Komponente war auch die Atmosphäre ausschlaggebend, denn schließlich hatten wir das ganze Stadion gegen uns und das auch noch am amerikanischen Nationalfeiertag. All das hatte einen großen Einfluss auf das Geschehen. In psychologischer Hinsicht war auch die Partie gegen Holland sehr schwer, weil wir die Niederländer nach einer 2:0-Führung noch auf 2:2 herankommen ließen. Danach zeigte sich dann die Reife der Mannschaft, denn es ist uns relativ schnell gelungen, wieder in Führung zu gehen. Dieses Spiel war für die Mannschaft sehr wichtig. Branco war gerade erst eingewechselt worden und hat dem Spiel dann direkt die Wende gegeben. Das hat dem Team wieder neue Entschlossenheit gegeben.

Wann waren Sie sich sicher, dass Brasilien die WM gewinnen würde?
Also man ist eigentlich erst dann sicher, wenn man es wirklich geschafft hat. Wir haben jedoch schon sehr früh daran geglaubt, dass wir es schaffen würden, weil wir anders als 1990 ein klares Ziel vor Augen hatten. Wir waren wirklich überzeugt und auf dieses Ziel ausgerichtet. Wenn wir vor den Spielen oder im Training miteinander geredet haben, konnte man die Entschlossenheit in den Augen der Spieler sehen. Sie dachten darüber nach, was sie zu tun hätten, und es kam einem vor, als wären sie bereits auf dem Spielfeld.

Wie wichtig waren Bebeto und Romario für die Mannschaft?
Genauso wichtig wie Taffarel, Aldair und Dunga. Jeder hatte seine Rolle. Natürlich wissen wir, dass den Spielern, die die Tore erzielen, von Presse und Fans immer eine größere Bedeutung zugemessen wird. Nehmen wir beispielsweise einmal Aldair. Er war ein fast perfekter Spieler. Technisch versiert, stark und beweglich und spielerisch hervorragend. Dann gab es da noch Branco, Jorginho... Jeder von ihnen spielte eine entscheidende Rolle bei dieser WM. Natürlich auch Taffarel selbst, der immer absolut auf dem Posten war, wenn man ihn brauchte. Man kann nicht sagen, dass ein einzelner Spieler für den WM-Sieg entscheidend war. Natürlich gibt es herausragende Spieler, aber wenn sie keine geschlossene Mannschaft hinter sich haben, ist es schwer, zu gewinnen.

Was haben Sie vor dem Finale zu Ihren Mannschaftskameraden gesagt?
Ich habe ihnen gesagt, dass wir das tun würden, was wir am besten konnten: Fussball spielen. Daher gab es nichts zu befürchten. Außerdem habe ich ihnen gesagt, wenn Sie jemals davon geträumt hätten, bei einem WM-Finale dabei zu sein, dann sei es jetzt an der Zeit, die Träume Realität werden zu lassen und unsere Namen in die Geschichtsbücher einzutragen. Ich habe ihnen klargemacht, dass wir uns vom Druck und Stress nicht beeinflussen lassen dürften und dass alles nur von uns abhinge.

Finden Sie, dass das Finale ein gutes Spiel war?
Ja, es war eine sehr ausgeglichene Partie, wie man es von einem WM-Spiel zwischen Brasilien und Italien auch erwarten würde. Wir hatten unsere Torchancen und die Italiener ebenso. Zum allerersten Mal wurde im Elfmeterschießen über den WM-Titel entschieden, und die Journalisten hatten immer behauptet, die brasilianischen Spieler seien emotional nicht ausgeglichen genug, um gute Elfmeterschützen zu sein. Nun hatten wir die Möglichkeit, ein weiteres Ammenmärchen zu widerlegen. Wir hatten diesen Titel vor 24 Jahren zum letzten Mal gewonnen, und hier konnten wir nun zeigen, wie gut wir uns vorbereitet hatten. Diese Spielergeneration konnte allen zeigen, warum sie zu dieser Zeit an diesem Ort war.

Ihre Aufgabe war es, Baggio zu neutralisieren. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?
Ich war darauf vorbereitet, eine Sekunde, 90 Minuten oder bei jedem Spiel dieser WM zum Einsatz zu kommen. Diese Einstellung hatten alle Spieler der Seleção. Es ging nicht nur um Dunga oder Taffarel, wir waren alle bereit, von Anfang an zu spielen, nur eine Minute oder über die volle Spielzeit zum Einsatz zu kommen und zu decken, wen auch immer wir zugeteilt bekamen. Wir hatten keinen Zweifel daran, dass Baggio hochtalentiert war, aber man muss immer bedenken, dass unsere Trainingseinheiten oftmals schwieriger waren, als Spiele gegen andere Mannschaften. Schließlich hatten wir Ronaldo, Viola und Cafú, um einige Beispiele für die Klasse der Mannschaft zu nennen. Wir haben im Training richtige Spiele absolviert, so gut war die Qualität des Teams. Wir hatten Spieler auf der Bank sitzen, die genauso gut oder besser waren als die, die uns als Gegner gegenüberstanden. Aber um zurück zu Baggio zu kommen, wenn man ihn nur eine Sekunde aus den Augen ließ oder ihm einen halben Meter, ja sogar nur zehn Zentimeter Platz ließ, konnte er zweifellos ein Spiel entscheiden.

War das Finale Ihrer Meinung nach das beste Spiel des Turniers?
Nein, das finde ich nicht. Es gab andere Spiele, in denen wir sehr gut waren, zum Beispiel gegen Kamerun. Aber natürlich ist ein Entscheidungsspiel, bei dem es um den Titel geht, immer denkwürdiger. Der Gewinn einer Weltmeisterschaft ist nicht nur eine Sache der Technik. Ausdauer und mannschaftliche Geschlossenheit sind ebenfalls wichtig. Der Schlüssel zum Titelgewinn war allerdings die mentale Einstellung. Wenn wir die nicht über den gesamten Turnierverlauf beibehalten hätten, hätten wir unser wahres Talent nicht zeigen können. Was ich sagen will ist, dass eine Mannschaft die WM gewinnt, weil sie emotional sehr stabil ist.

Während des Finales stand der Pokal nicht weit vom Spielfeld entfernt. War Ihnen das an diesem Tag bewusst?
Nein. Um ehrlich zu sein, habe ich überhaupt nicht an den Pokal gedacht. Nur daran, Weltmeister zu werden. Natürlich ist es wunderbar, am Ende die Trophäe in die Höhe recken zu können, aber ich denke jetzt viel mehr daran als damals.
Als ich nach Japan gewechselt bin, haben die Leute zu mir gesagt: "Insgesamt sind nur 17 Leute als Kapitän einer Nationalmannschaft Weltmeister geworden, und du bist einer von ihnen." Damals ist mir klar geworden, wie bedeutend dieser Erfolg wirklich war. Während der Weltmeisterschaft selbst habe ich aber immer nur daran gedacht, das jeweilige Spiel zu gewinnen. Wie ich bereits sagte: Wir haben uns schon vor dem Spiel auf dem Treppchen gesehen, also habe ich nur ans Gewinnen gedacht. Ich habe mir vorgestellt, wie die ganze Mannschaft dort steht und zum Weltmeister gekürt wird. Da war eine ganze Spielergeneration, die alles gewonnen hatte, aber zu Hause in Brasilien noch nicht die entsprechende Anerkennung gefunden hatte. Wir wussten, dass das nur passieren würde, wenn wir die Weltmeisterschaft gewinnen würden. Das war unser einziger Gedanke.

Was haben die Spieler gefühlt, als ihnen klar wurde, dass das Spiel in die Verlängerung gehen würde?
Das Wort "ruhig" würde ich nicht gebrauchen, um die Stimmung in unserem Lager zu beschreiben. Wir waren natürlich wegen der gesamten Situation angespannt, aber gleichzeitig wussten wir, was zu tun war und glaubten an uns. Also "konzentriert" wäre hier vielleicht eher angebracht. Die Mannschaft war wirklich konzentriert und sich der Tatsache bewusst, dass wir den Italienern keinen Raum lassen und keine Fehler machen durften. Wenn man in einem WM-Finale einen Fehler macht, hat man keine Zeit, sich davon zu erholen, insbesondere gegen Mannschaften, die so diszipliniert sind wie Deutschland, Argentinien oder in diesem Fall Italien. Wir konnten uns also keine Fehler leisten und mussten auf den richtigen Moment warten, um das Spiel für uns zu entscheiden.

Sie haben einen Elfmeter geschossen. Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Die Entscheidung wurde schon während der Trainingseinheiten gefällt. Wir haben immer gesagt, dass sich zum Talent auch Einsatz und Erfahrung gesellen müssen. Wenn ich vorher gesagt habe, dass die Spiele für uns Training waren und das Training mit Spielen gleichzusetzen war, dann habe ich genau das gemeint. Wir haben im Training Elfmeter so geübt, als wären wir mitten in einem Spiel: Wir haben geübt, konzentriert und selbstbewusst zu bleiben und uns vorgestellt, wir träten gegen den Torhüter des Gegners an. Mit Zetti, Gilmar und Taffarel hatten wir drei Elfmeterspezialisten im Tor. Daher war es gegen sie genauso schwer zu treffen wie gegen einen realen Gegner.
Dafür hatte ich trainiert. Im Training gibt es immer einen Moment, in dem man sich fühlt wie in der realen Situation, aber wenn man dann wirklich spielt, ist es doch noch einmal anders. Elfmeterschießen im Training ist eine Sache, aber wenn man dann tatsächlich einen schießen muss und weiß, dass man keine zweite Chance bekommt, dann ist das nicht vergleichbar. Als Parreira auf uns zuging und meinen Namen sagte, fühlte sich das an wie ein Sprung ins eiskalte Wasser. Aber gleichzeitig mit diesem Schockgefühl erinnerte ich mich auch daran, dass ich schon als Kind für Brasilien spielen wollte. Nach den Ereignissen bei der WM 1990 war ich zum Sündenbock abgestempelt worden, und die Leute haben mich vier Jahre lang ständig kritisiert. Das war also meine große Chance. Fussball ist zwar ein Mannschaftssport, aber in dieser Situation kommt es nur auf den Einzelnen an. Ich musste es diesen Leuten, die mich kritisiert hatten, zeigen und dafür sorgen, dass ich meine Anhänger nicht enttäuschte. Das war meine große Chance, genau das zu tun.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie sich auf den langen Weg vom Mittelkreis zum Elfmeterpunkt machten?
Wenige Augenblicke davor hatte Taffarel den Elfer von Massaro abgewehrt und der Ball prallte in Richtung Mittelfeld ab. Ich schnappte ihn mir, und in diesem Moment ging mir plötzlich alles durch den Kopf, was in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn vorgefallen war, insbesondere 1990 in Italien. Ich sagte mir: "Wenn ich das hier vermassele, kann ich mich in Brasilien nie wieder blicken lassen. Dann ist alles vorbei." Gleichzeitig dachte ich aber auch über all die Dinge nach, die ich schon erwähnt habe: meine Träume, die vielen Menschen in Brasilien und auf der ganzen Welt, die hinter mir stehen und natürlich meine Verwandten und Freunde. All diese Leute glaubten an mich und vertrauten auf mich. Jetzt war es an der Zeit, ihnen zu zeigen, dass dieses Vertrauen auch gerechtfertigt war. Ich sagte mir: "Ich habe für diesen Moment trainiert, also kann ich es auch. Es hängt ganz allein von mir ab."
Ich habe viel mit Gilmar und Taffarel trainiert und normalerweise versucht, den Ball in eine der Ecken zu hämmern. Nach einer Weile kannten sie meine Vorliebe und deshalb probierte ich während des Trainings auch langsam andere Varianten aus. Außerdem war mir klar, dass der Gegner sich wahrscheinlich ebenfalls schon mit meiner Schusstechnik beschäftigt hatte, da ich ja schon in Italien gespielt hatte. Deshalb hielt ich es im Finale für eine gute Idee, es anders zu machen als sonst. Mit Glück und Geschick habe ich den Elfer dann verwandelt.

Taffarel sagte, Marcio habe im Training nicht einen einzigen Elfmeter verschossen. Gab es Mannschaftskameraden, bei denen Sie in diesem Augenblick die Befürchtung hatten, es könnte schief gehen?
Nein, wir waren selbstsicher und zuversichtlich. Wir waren uns der Verantwortung bewusst, die jeder einzelne von uns für die Mannschaft und das Land übernommen hatte. Vertrauen in die Fähigkeiten der anderen war eine der herausragenden Eigenschaften unseres Teams, weil wir so ein enges Verhältnis zueinander hatten. Als Branco nach seiner Verletzungspause den Weg zurück ins Spiel finden musste und trotzdem das Gefühl hatte, er könnte Hollands schnellsten Spieler in den Griff kriegen, haben wir viel Vertrauen in ihn gesetzt. Wenn man einem Mannschaftskameraden vertraut, dann weiß er das und entwickelt mehr Selbstvertrauen. Das wiederum verhilft ihm zu guten Leistungen.

Waren Sie überrascht, als Baresi und Baggio ihre Elfmeter verschossen?
Da es sich um zwei sehr hochklassige Spieler handelt, war es schon eine Überraschung. Die Bilanzen zeigen allerdings auch, dass Elfmeterschießen nicht so einfach ist wie die Leute denken und dass es vor allem auf das körperliche Befinden und die Gelassenheit ankommt. In Brasilien sagen wir immer, dass das Elfmeterschießen so wichtig ist, dass der Präsident es übernehmen sollte. Wenn man verschießt, kann man seine gesamte Karriere innerhalb von Sekundenbruchteilen ruinieren. Wenn ein Spieler vortritt, um einen Elfmeter auszuführen, trägt er diese Verantwortung auf seinen Schultern. Er weiß, wenn er verschießt, wird das niemals vergessen werden. Sie können sich also vorstellen, unter welcher Anspannung ein Spieler steht, wenn er einen entscheidenden Elfmeter ausführen muss. Da muss er schon über eine gehörige Portion Gelassenheit verfügen.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Baggio seinen Elfmeter vergab?
Zunächst einmal hatte ich das Bedürfnis zu feiern und meinen Mannschaftskameraden um den Hals zu fallen. Das ist natürlich ein freudiger Augenblick, und man weiß gar nicht so recht, wo man mit seiner Freude hin soll. Alles ist sehr spontan, und man kann es eigentlich noch gar nicht richtig glauben. Wir haben das Ganze eigentlich erst verdaut, nachdem wir die Bilder im Fernsehen gesehen haben. Erst da wurde uns bewusst, dass alles real war, kein Traum. Es war fantastisch.

Können Sie uns den Augenblick beschreiben, in dem Sie den Pokal zum ersten Mal in den Händen hielten?
Der denkwürdigste Moment war selbst für die brasilianischen Spieler der Augenblick, als wir auf das Podium stiegen, um den Pokal entgegenzunehmen. Das Gefühl ist mit keinem anderen Gefühl vergleichbar. Direkt nachdem ich den WM-Pokal bekommen hatte, geschah etwas sehr Interessantes. Die Fotografen wollten, dass ich mit der Trophäe posierte, aber dazu hatte ich keine Lust, also erteilte ich ihnen eine ziemlich rüde Absage. Sie dachten wohl, ich sei immer noch sauer, weil sie mich im Vorfeld so kritisiert hatten, aber das war es gar nicht. Ich wollte einfach nicht posieren. Ich wollte den Sieg mit meinen Mannschaftskameraden und Freunden feiern und mich nicht mit Fotos abgeben. Ich finde, so etwas sollte spontan und natürlich ablaufen, wie es auch unserer Mannschaft entspricht. Da will man nichts planen. Selbst die Art, wie ich den Fotografen die Meinung gesagt habe, war natürlich. Ich wollte mich in diesem Augenblick einfach nur über den Erfolg freuen und feiern, genau wie alle anderen Brasilianer.

Sie haben gesagt, dass Carlos Alberto den Pokal an Pelé weitergegeben hat. Sie waren der nächste in der Reihe. Was bedeutete Ihnen das?
Das ist ein Meilenstein in der Karriere eines Spielers. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur drei Kapitäne der brasilianischen Nationalelf, die Weltmeister geworden sind. Ich war der vierte von insgesamt 120 bis 150 Millionen Menschen. Ich muss Gott danken, dass er mir diese Gelegenheit gegeben hat. Vielleicht ist das ein wenig mit der Geschichte von Cafu vergleichbar. Man weiß nicht, warum man dazu auserwählt wurde, zu einer bestimmten Zeit an genau dieser Position zu sein. Das gilt besonders für Brasilien, wo es diese unvergleichliche Fussballbegeisterung gibt.
Die Leute fragen mich immer, ob diese WM wichtiger für mich war als die Auflage von 2002. Ich beantworte die Frage immer mit 'Nein'. Jede Weltmeisterschaft, die Brasilien gewonnen hat, ist wichtig. Der einzige Unterschied ist, dass Brasilien vor 1994 24 Jahre lang keinen WM-Titel mehr geholt hatte. Dadurch steht man natürlich unter Druck, als hätte man Schulden zu bezahlen und wäre schon lange in Verzug. Das Land hat damals schwere Zeiten durchgemacht, und die Brasilianer brauchten dringend etwas, an dem sie sich aufrichten konnten, damit sie weiter arbeiten, ihre kämpferische Einstellung beibehalten und ihre Lage verbessern konnten.

Sie haben über die Menschen in Brasilien gesprochen. Können Sie ihre Reaktion beschreiben, als Sie mit dem Titel im Gepäck nach Hause zurückkamen?
Es war einfach unglaublich, von Recife bis Rio de Janeiro. Beides sind sehr gastfreundliche Städte. Die gößte Überraschung erlebten wir allerdings in Brasilia, einer Stadt, die eher politische Bedeutung hat und als etwas reserviert gilt. Als wir dort ankamen, war das ganze Stadtzentrum voller Menschen, es sah aus wie ein Ameisenhaufen. Dazwischen gab es eigentlich nur noch Platz für das Feuerwehrauto und die Nationalspieler. Alles andere war nur ein Meer von Menschen mit glücklichen und fröhlichen Gesichtern. Dass wir es geschafft haben, den Menschen in Brasilien etwas Freude zu bringen, war der größte Preis. Sie haben so viel gelitten und arbeiten trotzdem hart, sind dynamisch und immer bereit, zu kämpfen. Wenn etwas Schlimmes passiert, sind die Brasilianer die ersten, die ihre Hilfe anbieten.
Es war gut zu wissen, dass wir es geschafft hatten, eine ganze Generation von Menschen glücklich zu machen, die noch nie erlebt hatte, dass Brasilien zum Weltmeister gekürt wurde. Auf der ganzen Welt hieß es, in Brasilien werde der beste Fussball gespielt, Brasilien habe die besten Spieler und die besten Trainer. Trotzdem war man so lange nicht Weltmeister geworden. Wir sind im Leben alle geborene Sieger, aber am Ende kommt es darauf an, wieviel wir bereit sind, dafür zu tun. Daher haben wir einer ganzen Nation beigebracht, wie man wieder zurück auf die Siegerstraße kommt. Talent ist natürlich wichtig und kann ganz entscheidend sein, aber es gehört noch mehr dazu. Es gibt keine "brasilianische Zauberformel", sondern nur einen professionellen und kämpferischen Ansatz. So sollten alle Dinge im Leben angegangen werden. Natürlich braucht man Talent, Spaß, Entschlossenheit und Träume, aber ohne Planung, Organisation und Arbeit ist es sehr schwierig, zum Erfolg zu kommen. Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, in denen sich Talente natürlich entwickeln können.

Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie gewonnen hatten?
Ich war stolz, Brasilianer zu sein, insbesondere weil die Menschen nach dem tragischen Tod von Ayrton Senna dringend Aufmunterung brauchten. In diesem Augenblick konnten wir stolz sein und uns darüber freuen, dass Brasilien wieder auf dem Gipfel des Weltfussballs angelangt war. Wir waren Weltmeister, das beste Team auf diesem Planeten, und dieses Gefühl ist einfach unbezahlbar. Die Weltmeisterschaft ist ein so gigantischer Wettbewerb, dass die ganze Welt innehält, um zuzuschauen. Ich will damit nicht sagen, dass andere Sportarten weniger wichtig sind, aber ein Erfolg bei einer Fussball-Weltmeisterschaft hat wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Das Land wird in der ganzen Welt bekannt. Bei anderen Sportarten geht es oftmals nur um die Sportart selbst, aber der Fussball ist gewissermaßen stellvertretend für alle Sportarten, die in einem Land praktiziert werden. Er kann ein Land vermarkten, kriegführende Parteien wieder zusammenbringen und diskriminiert die Armen nicht. Er kann Menschen zusammenbringen, die einfach nur feiern und Spaß haben wollen.
Fussball und die Weltmeisterschaft sind ungeheuer wichtig, und für diejenigen von uns, die dabei waren, gibt es einfach nichts Besseres. Dein Name ist in der ganzen Welt ein Begriff, und wo auch immer man hingeht, wird man erkannt, weil man bei einer Weltmeisterschaft gespielt und gewonnen hat.

Das Finale gegen Italien war der Höhepunkt aller Anstrengungen, die die Mannschaft unternommen hat. War das der beste Tag in Ihrer Fussballkarriere?
Ja, ohne Zweifel. Bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein, ist schon ein Meilenstein in der Karriere. Die Möglichkeit zu erhalten, hier mitzuspielen oder besser noch, vor den Augen der gesamten Weltöffentlichkeit zu gewinnen, das ist der absolute Höhepunkt in der Karriere eines Fussballers. Daher ist das wirklich ein Tag, an den wir uns für den Rest unseres Lebens erinnern werden.
Die Zeit vergeht, und inzwischen ist das Ganze schon Geschichte, aber diese Erinnerung wird dennoch gehütet wie ein Schatz und ist nicht zu toppen. Die WM, die Brasilien [1994] gewonnen hat, zeugt vom freundschaftlichen Verhältnis der Spieler dieser Mannschaft. Das war eine Gruppe talentierter Menschen, die hart gearbeitet und in Konkurrenz gestanden haben, ohne dabei auf Freundschaft, gegenseitigen Respekt, Ethik, Professionalität oder Transparenz zu verzichten. Das hat viel bedeutet. Trainer Parreira hat einen sehr interessanten Ausdruck gefunden, der das alles treffend zusammenfasst: "Freunde fürs Leben". Dieser Pokal war ein Symbol dafür. Es war nicht der WM-Titel, der uns zu Freunden werden ließ, sondern die harte Arbeit und Kameradschaft, ohne die wir den Titel gar nicht gewonnen hätten.

Wie fühlt es sich an, die Trophäe jetzt wieder in den Händen zu halten?
Ich kann kaum glauben, dass seitdem schon so viele Jahre vergangen sind. Die Freude damals war unbeschreiblich. Nur wenige Menschen können diese Trophäe gewinnen. Der Pokal gehört weder mir noch den anderen Mannschaftskapitänen: Er gehört den Menschen, weil er den Fussball repräsentiert.
Als unser Trainer Carlos Parreira sagte, er wolle, dass die Menschen ihn anfassen, meinte er damit, dass nichts davon uns gehört - das Spiel nicht, die Nationalelf nicht und noch nicht einmal der WM-Pokal. Das alles gehört den Menschen, und das ist das Wichtigste am Fussball. Wir haben den Leuten gezeigt, dass wir ganz normale Menschen sind, genau wie sie, die sich darüber freuen, wenn sie andere glücklich machen und unterhalten können. Es hat uns viel gegeben, zu sehen, wie sie in die Stadien geströmt sind um zu feiern - und zwar auf friedliche Art und Weise. Wir waren glücklich, weil wir den Menschen einen WM-Triumph liefern konnten, durch den sie selbst Grund zum Feiern hatten. Diese Freude und Motivation, dieses Gefühl ist es, das Spieler dazu bringt, ihre Anstrengungen auf dem Spielfeld zu verdoppeln, um für ein großartiges Spektakel zu sorgen.

Wie finden Sie den Pokal ästhetisch betrachtet?
Ästhetisch betrachtet zeigt er einen Ball, der unsere Erde repräsentiert. Die Erde ist mit dem Fussball verwoben. Im einen liegt die Stärke des anderen, durch die Verbindung beider Elemente. Ich glaube, dass er die gesamte Menschheit repräsentiert, die vereint hinter etwas körperlich sehr Kleinem steht: in diesem Fall einem Ball, der allerdings etwas ganz Großes symbolisiert, das in der Lage ist, Menschen zusammenzubringen. Das alles wird mit einer Kugel symbolisiert.