Am kommenden Sonntag, 26. Juli 2009, kommt es in der russischen Hauptstadt zum Derby zwischen ZSKA und Spartak Moskau. Im Luzhniki-Stadion, das ein Fassungsvermögen von gut 80.000 Zuschauern hat, wird es sowohl auf dem Platz, als auch auf den Rängen heiß hergehen, wenn sich die beiden Rivalen aus der Regierungsstadt gegenüberstehen. FIFA.com blickt auf das Geschehen und die Geschichte des Duells der beiden Rivalen.

Der Beginn
Die Anfänge des leidenschaftlichen Machtkampfes um die Vorherrschaft im Moskauer Fussball gehen einige Jahrzehnte zurück. ZSKA Moskau wurde am 13. Juni 1901 gegründet und bedeutet übersetzt Zentraler Sportklub der Armee Moskau. Insgesamt durfte der Verein zehn nationale Meisterschaften in der ehemaligen Sowjetunion und Russland bejubeln. Zuletzt gewann man den Titel im Jahr 2006.

Auf der Gegenseite steht mit Spartak Moskau einer Umfrage zufolge der populärste Klub Russlands. Der Spitzname der Mannschaft lautet folgerichtig auch Volksteam. 21 Meistertitel holte der Verein, der seit seiner Gründung im Jahr 1922 als Alternative zu ZSKA Moskau gilt, weil er nicht allzu nah an staatliche Institutionen gebunden ist. 2001 sicherte man sich letztmals den Erfolg in der Premier Liga.

Heute basiert die Rivalität zum einen auf der Geschichte des Duells der Erzrivalen, zum anderen einfach darauf, dass man entweder ZSKA- oder Spartak-Fan ist. Geografische, soziale oder religiöse Hintergründe hat das Derby nicht.

Zahlen und Fakten
Die Statistik spricht am Samstag eindeutig für die Gastgeber. Wenn die beiden Vereine zum 125. Mal in der Geschichte der höchsten russischen Spielklasse aufeinander treffen, ist das Heimteam der klare Favorit, vor allem wenn man auf die jüngste Vergangenheit blickt.

Von den letzten zwölf Liga-Partien konnte ZSKA sechs für sich entscheiden, fünf Mal trennten sich die Klubs unentschieden, und nur einmal nahmen die Gäste drei Punkte mit nach Hause. Zuletzt gelang dies jedoch im November des vergangenen Jahres, als Spartak vor rund 60.000 Fans dank eines Treffers von Nikita Bazhenov mit 1:0 die Oberhand behielt und Rubin Kazan vorzeitig zur Meisterschaft verhalf.

Die Gegenwart

In der aktuellen Saison der russischen Premier Liga geht es an der Tabellenspitze sehr eng zu, so dass die Begegnung am Wochenende auch richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Spielzeit sein kann. Spartak Moskau liegt mit drei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Rubin Kazan auf Position drei, punktgleich mit Stadtrivale ZSKA (4.).

Vor allem Torjäger Welliton ist es zu verdanken, dass Spartak so weit oben steht. Immerhin führt der Brasilianer die Torschützenliste mit acht Treffern an. Auf der anderen Seite sorgt ebenfalls ein Landsmann von Welliton für Furore. Vágner Love steht seit 2004 beim Lokalrivalen unter Vertrag und ist für seine Torgefährlichkeit europaweit bekannt.