"Schon einige Tage vor dem Finale war klar, dass das Centenario-Stadion völlig überfüllt sein würde. Wir wussten, dass dies unsere große Chance war, Argentinien zu schlagen, damals unser großer Erzrivale. Und genau so kam es dann auch. Die Atmosphäre und unser Kampfgeist haben die Argentinier regelrecht überwältigt. Selbst Luis Monti, einer der Schlüsselspieler der Argentinier, spielte wie ein echter Gentleman. Wir haben unseren Heimvorteil wahrlich genutzt."
Jose Nasazzi, Kapitän der Mannschaft von Uruguay beim FIFA Weltpokal TM 1930

"Wir kamen in der Halbzeit ins Spiel, als wir 2:1 führten, aber in der zweiten Halbzeit lief es für uns überhaupt nicht gut. Uruguay wurde immer stärker und das Publikum im Centenario-Stadion war absolut frenetisch. So konnten wir unsere Führung nicht halten. Ich erinnere mich noch gut an die Euphorie auf den Rängen. Das war ein Schlag, über den ich in meinem ganzen Leben nie vollends hinweg gekommen bin."
Francisco Varallo, der im Finale des FIFA Weltpokal TM 1930 für Argentinien spielte

"Ich hatte immer davon geträumt, umringt von meinen Landsleuten die Copa America entgegenzunehmen. Was wir 1995 erreicht haben, übertraf alle Erwartungen. Das Centenario-Stadion war voll bis auf den letzten Platz und das ganze Land sang 'Uruguay! Uruguay!' Dieser Abend war die perfekte Gelegenheit, meine Karriere in der Nationalmannschaft nach 13 Jahren zu beenden."
Enzo Francescoli, legendärer uruguayischer Nationalspieler

"Mein erstes großes Turnier mit Uruguay war der Gold Cup 1980. Mit dabei waren die früheren Weltmeister-Nationen und die Niederlande. Ich war erst kurz zuvor Profi geworden. Der Anblick des bis auf den letzten Platz gefüllten Centenario-Stadions hat mich tief beeindruckt. Ich weiß nicht, ob die Gegner dadurch tatsächlich eingeschüchtert wurden, denn die Tribünen sind weit weg vom Spielfeld. Jedenfalls hatte das Stadion einen Ruf als echte Festung, denn kaum einmal konnte eine Gastmannschaft hier gewinnen. Der Anblick der Fans, die alle in himmelblau-weiß gekleidet waren, bleibt mir ebenso im Gedächtnis, wie der Titel, den wir damals gewonnen haben."
Venancio Ramos, der 1982 mit Penarol die Copa Libertadores und den TOYOTA Cup gewann

"Bei der 0:3-Niederlage gegen Venezuela im Centenario-Stadion konnte ich es zum ersten Mal in meinem ganzen Leben nicht erwarten, dass das Spiel endlich vorüber war. An diesem Abend haben wir regelrecht Verrat begangen, Verrat an vielen erfolgreichen Jahren. Noch nie hatte in diesem Stadion ein Gegner so leicht gesiegt. Es ist bis heute ein Schandfleck in Uruguays Fussballgeschichte."
Juan Ramon Carrasco, Trainer Uruguays von April 2003 - April 2004