Blatter bedauert den Tod des ehemaligen Torhüters Calero
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Der ehemalige Torhüter Miguel Calero verstarb am Dienstag, 4. Dezember, im Alter von 41 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Der kolumbianische Nationaltorwart, der 1998 an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Frankreich teilnahm, gehörte zu den Leistungsträgern des mexikanischen Klubs CF Pachuca, mit dem er im Zeitraum von 2000 bis 2011 zehn Titel gewann.

Der Ex-Torwart ist Vater zweier Söhne, Juan José (14) und Miguel Ángel (20). Er wurde am 25. November in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Mexiko-Stadt eingeliefert und nach der Diagnose eines ersten Schlaganfalls stationär aufgenommen. Zwei Tage später schien er sich auf dem Weg der Besserung zu befinden, anschließend verschlechterte sich sein Zustand jedoch erneut. Am Montag wurde dann nach einem zweiten Schlaganfall der Hirntod festgestellt. Zunächst wurden lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet, am Dienstagmittag kam dann aber doch die Todesmeldung.

Brief von Blatter
In einem Kondolenzbrief an den Präsidenten des kolumbianischen Fussballverbandes, Luis Bedoya, drückte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter seine tiefe Trauer aus: "Ich schreibe dies mit großer und tiefer Trauer, nachdem ich von der traurigen Nachricht des frühen Todes von Miguel Calero im Alter von 41 Jahren erfahren habe. Miguel hat nicht nur sein Geburtsland Kolumbien mit großer Ehre repräsentiert, sondern zählte auch zu den Protagonisten in seiner Wahlheimat Mexiko."

Blatter fügte hinzu: "Im Namen der FIFA möchte ich unser Beileid für diesen schmerzhaften Verlust ausdrücken. Die Fussball-Familie begleitet das kolumbianische Volk in dieser Zeit der Trauer und ich hoffe, dass diese Worte in diesen schweren Stunden ein wenig ermutigen."

Tausende trauernde Gäste
Über 5.000 Fans des mexikanischen Klubs erwiesen ihrem Idol im Auditorium von Pachuca mit Gesängen und Fahnen die letzte Ehre. Dort hatte man eine Totenwache organisiert, bei der auch die Familie des Toten anwesend war, unter anderem seine Mutter, seine Frau, seine Söhne und seine acht Brüder.

Der Fussballer, der 2001 mit Kolumbien die Copa América gewonnen hatte, hatte bereits 2007 unter einer Thrombose im linken Arm gelitten, sich aber gut davon erholt. Mit Pachuca nahm er an den FIFA Klub-Weltmeisterschaften 2008 und 2010 teil. Der Schlussmann war bis 2011 aktiv. Anschließend hängte er die Torwarthandschuhe an den Nagel und avancierte zum Torwarttrainer des mexikanischen Klubs, bei dem er sich einen Namen machte.

Karriere in Mexiko
El Cóndor ("der Kondor") feierte sein Profidebüt bei Sporting Barranquilla und wechselte 1992 zu Deportivo Cali. Dort wusste er zu überzeugen und machte die Verantwortlichen von Atlético Nacional auf sich aufmerksam, die den Torwart 1998 mit einem Millionentransfer verpflichteten.

Von dort aus schaffte er dann 2001 den Sprung in den mexikanischen Fussball, wo er bei Pachuca in den besten Jahren des Vereins zu einem absoluten Aushängeschild wurde und sich vier nationale und sechs internationale Titel sicherte.

Mit der kolumbianischen Nationalmannschaft nahm er von 1991 bis 2007 an sechs Auflagen der Copa América teil. Calero gehörte auch zu dem Team, das 2001 auf heimischem Boden den einzigen Titelgewinn in diesem prestigeträchtigen Turnier holte, wenn er damals auch Ersatzmann von Óscar Córdoba war. Außerdem fuhr er als Ersatztorhüter mit zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. Insgesamt bestritt der Schlussmann 50 Länderspiele.