Das Spiel
Den schönsten Sieg errang Penarol 1966 durch zwei Erfolge
gegen Real Madrid. Der Ecuadorianer Alberto Spencer war dreifacher
Torschütze. Der Trainer damals: Roque Maspoli.
Der Star der Mannschaft
Der Ecuadorianer Alberto Pedro Spencer war ein echter
Instinktfussballer und Torjäger, der den größten Teil seiner
Karriere bei Penarol in Montevideo verbrachte. Der Mann aus Ancon
war groß, dünn, beweglich und dank seines überragenden Timings auch
sehr kopfballstark. Mit Penarol holte Spencer drei Copa
Libertadores, zwei Toyota Cups und acht nationale Meisterschaften.
Damit gewann er in Uruguay alles an Titeln, was es zu gewinnen
gab.
Spencer, der seine Tore gern mit rudernden Armen vor der Ehrentribüne feierte, ist bis heute der beste Torschütze in der Geschichte der Copa Libertadores. 54 Tore machte er bei zwölf Teilnahmen, 48 davon für Penarol und weitere sechs zum Ende seiner Karriere für den ecuadorianischen Klub Barcelona. In seiner Karriere traf er 510 Mal. Gleich in seinem ersten Spiel in der Copa Libertadores am 19. April 1960 erzielte Spencer vier Tore gegen die Bolivianer von Wilstermann.
Bei seinen drei Teilnahmen am Toyota Cup (1960, 1961 und 1966) traf Spencer sechs Mal. Damit fehlt ihm nur ein Tor zum Rekordhalter dieses Wettbewerbs, und das ist ein gewisser ... Pelé! Der nämlich erzielte für Santos 1962 und 1963 sieben Tore.
Der Trainer
Der am 22. Februar 2004 86-jährig verstorbene Roque Gaston
Maspoli ist vermutlich für Penarol und die Nationalmannschaft
gleichermaßen der markanteste Spieler und Trainer. Als Spieler
wurde er zwischen den Pfosten von Penarol acht Mal uruguayischer
Meister. In die Geschichte aber ging er durch seine überragenden
Leistungen beim FIFA-Weltpokal 1950 ein, wo er schier unüberwindbar
schien.
Aber Maspoli gehörte auch zu den wenigen ehemaligen Torhütern, die als Trainer ebenfalls Erfolg hatten. Mit Penarol schaffte er 1966 das Double aus Copa Libertadores und Interkontinental-Pokal und gewann dabei ganz nebenbei auch auswärts im Bernabeu-Stadion. Dies war um so bemerkenswerter, als Südamerikaner und Europäer zu dieser Zeit in der Regel Herr im eigenen Haus waren.
Maspoli wurde als Trainer fünf Mal Meister in Uruguay und leitete danach noch die uruguayischen Klus Danubio und River Plate, Elche (ESP), Olimpia (PAR) Sporting Cristal (PER) und Barcelona (ECU) sowie die Nationalmannschaft.
Interkontinental-Pokal 1966
Hinspiel Penarol - Real Madrid 2:0
Ort: MOntevideo
Stadion: Stadion Centenario
Zuschauer: 58.234
am 12. Oktober
Schiedsrichter: Claudio Vicuna (CHI)
Tore: Spencer (39. und 79.)
Penarol : Ladislao Mazurkiewicz, Juan Vicente
Lezcano, Luis Alberto Varela, Pablo Forlán, Néstor Gonçalves,
Tabaré González, Julio César Abbadie, Pedro Virgilio Rocha, Alberto
Pedro Spencer, Julio César Cortés, Juan Víctor Joya
Trainer: Roque Gastón Máspoli
Real Madrid: Betancort, Enrique "Pachín"
Pérez, Manuel Sanchís, Félix Ruiz, De Felipe, Ignacio Zoco, Serena,
Amancio Amaro, Pirri, Velázquez, Manuel Bueno
Trainer: Miguel Muñoz
Rückspiel Real Madrid - Penarol 0:2
Ort: Madrid
Stadio: Stadion Santiago Bernabeu
Zuschauer: 50.000
am 26. Oktober
Schiedsrichter: Concetto Lo Bello (ITA)
Tore: Rocha (28.), Spencer (37.)
Real Madrid : Betancort, Ignacio Zoco, Manuel
Sanchís, Calpe, Pirri, De Felipe, Serena, Amancio Amaro, Grosso,
Velázquez, Francisco Gento
Trainer: Miguel Muñoz
Penarol : Ladislao Mazurkiewicz, Juan Vicente
Lezcano, Luis Alberto Varela, Tabaré González, Néstor Gonçalves,
Omar Caetano, Julio César Abbadie, Julio César Cortés, Pedro
Virgilio Rocha, Alberto Pedro Spencer, Juan Víctor Joya
Trainer: Roque Gastón Máspoli