Turnierzusammenfassung
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte nahm das Team aus
Porto Alegre an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft teil. Die
Brasilianer griffen erst im Halbfinale ins Turniergeschehen ein und
trafen dort auf den Al Ahly Sporting Club aus Ägypten. Gegen den
afrikanischen Champions League Sieger taten sich die Südamerikaner
schwer. Sie gingen zwar durch ein Tor von Alexandre Pato in
Führung, doch die Afrikaner spielten gut mit, machten Druck und
kamen schließlich nach der Pause zum Ausgleich durch den
angolanischen Stürmer Flavio. In der 71. Minute war es dann Luiz
Adriano, der sein Team erlöste, als er mit seinem Treffer den
2:1-Endstand herstellte.
Im Finale des Turniers traf die Mannschaft aus Porto Alegre dann auf den europäischen Champions League Sieger FC Barcelona. Das Team aus Spanien war gespickt mit Superstars wie Brasiliens Nationalstürmer Ronaldinhio oder Portugals Offensiv-Ass Deco, so dass viele die Mannschaft von Internacional als Außenseiter betrachteten. Doch am Ende setzen sich die Brasilianer durch. Adriano sorgte mit seinem Tor des Tages acht Minuten vor dem Ende für den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte von Internacional.
Der Starspieler:
Mit der Kapitänsbinde, seinem Kampfgeist und seinem
Torriecher, wurde Fernando Lúcio da Costa, besser bekannt als
Fernandão, zum Schlüsselspieler der siegreichen Mannschaft von
Inter. Mit 28 Jahren stellte der Angreifer seine ganze Erfahrung in
den Dienst des Teams von Abel Braga und holte mit der Copa
Libertadores und dem Klub-Weltmeistertitel die beiden wichtigsten
Titel in seiner bisherigen Karriere.
1999 debütierte er in der ersten Mannschaft von Goiás und wurde bereits zwei Jahre später von Olympique Marseille verpflichtet. Dort verbrachte er zwei Spielzeiten, bevor er zu Toulouse transferiert wurde. 2004 kehrte er dann nach Brasilien zurück, um dort das Trikot von Internacional de Porto Alegre zu tragen. Seine wichtigsten Merkmale? Die Kopfballstärke und seine Fähigkeit, sich mit dem Rücken zum gegnerischen Tor zu bewegen, etwas, das er "während seiner Zeit im europäischen Fussball" gelernt hat.
Mit seinen fünf Treffern, einschließlich eines Tores im Finalrückspiel gegen São Paulo, wurde er nicht nur erfolgreichster Torschütze der Copa Libertadores, sondern auch noch bester Spieler des Turniers. Jetzt, mit dem WM-Titel in der Tasche, hat er noch einen großen Traum: "Ein Ziel bleibt mir noch. Ich habe immer davon geträumt, einmal in der Nationalelf zu spielen".
Der Trainer
Mit seinen 54 Jahren hat Abel Carlos da Silva Braga endlich
ein großes Ziel in seiner Karriere erreicht. So war es ihm, der in
seiner Laufbahn als Trainer schon einige Teams betreut hat, noch
nie gelungen, ein Finale zu gewinnen. Mit dem Sieg in der Copa
Libertadores und dem Erfolg bei der FIFA Klub-WM in Japan dürfte er
sich damit in Porto Alegre unsterblich gemacht haben.
Was seine Arbeitsmethoden angeht, so bezeichnet die Presse ihn als einen Trainer, der enge Beziehungen zu seinen Spielern aufbaut, noch mehr Kumpel und persönlicher Freund ist, als in normalen Trainer-Spieler-Beziehungen. Mehr als ein Akteur hat von ihm als einer Art Vater gesprochen, der je nach Situation seine Spieler auch einmal bestraft oder mit ihnen weint.
17. Dezember 2006 in Yokohama
Sport Club Internacional - FC Barcelona 1:0 (0:0)
Zuschauer: 67128
Tore: Adriano (82.)
Internacional: Clemer, Ceara, Indio, Fabiano
Eller, Wellington Monteiro, Alex (46. Fabian Vargas) Edinho,
Fernandao (76. Adriano), Iarley, Alexandre Pato (61. Luiz Adriano),
Rubens Cardoso
Trainer: Abel Braga
FC Barcelona: Victor Valdes, Motta (59. Xavi),
Rafael Marquez, Carlos Puyol, Eidur Gudjohnsen (88. Ezquerro),
Ludovic Giuly, Ronaldinho, Gianluca Zambrotta (46. Belletti),
Giovanni van Bronckhorst, Deco, Iniesta
Trainer: Frank Rijkaard
Spieler des Turniers: Deco