Das Spiel
Gleich bei der ersten Reise in die japanische Hauptstadt
gelang River Plate der große Triumph. Der Sieger der Copa
Libertadores traf am 14. Dezember 1986 auf Steaua Bukarest aus
Rumänien. Die überaus hart geführte Partie endete mit dem Sieg der
Argentinier. Schütze des einzigen Tores war der Uruguayer Antonio
Alzamendi, der nach einem rasch von Norberto Alonso ausgeführten
Freistoß den gegnerischen Torhüter mit einem Kopfball überwand
(28.).
Das Tor des uruguayischen Stürmers, der auch zum besten Spieler der Partie gewählt wurde, war spielentscheidend, denn die Argentinier verteidigten die Führung mit der ganzen Erfahrung ihrer Weltmeister von 1986, Nery Pumpido, Oscar Ruggeri und Héctor Enrique. Der Sieg wurde ausgiebig in den frühen Morgenstunden der argentinischen Hauptstadt gefeiert, wo Tausende von Fans sich in den Straßen versammelten, um die Klubweltmeister hochleben zu lassen.
Der Star der Mannschaft
Der Anführer, Spielführer und herausragende Spieler des
damaligen Teams der Millonarios gilt auch heute noch als eines der
größten Idole in der Geschichte des Vereins: Norberto Osvaldo
Alonso. Der auch unter dem Namen 'Beto' bekannte Spieler,
durchlief die Nachwuchsmannschaften bei River Plate und stand auch
im Kader der Mannschaft die bei FIFA-Weltpokal Argentinien 1978
triumphierte. Für den Verein mit dem roten Querstreifen auf der
Brust absolvierte er 374 Partien, erzielte 149 Tore und holte neun
Titel. Nach dem Sieg gegen Steaua Bukarest in Tokio beschloss er,
die Stiefel an den Nagel zu hängen. "Als das Spiel zu Ende war
und wir eine Ehrenrunde drehten, wusste ich, dass ich auf diese
Weise meinen Abschied nehmen musste", sagte er später dazu.
1989 arbeitete er auch als Trainer des Vereins.
Der Trainer
Obwohl er nicht aus dem Verein stammte, ging Héctor Rodolfo
Veira rasch in die Geschichte des Klubs ein. Als geborener
Motivator führte 'El Bambino' eine kompakte Mannschaft, die
sich vor allem durch eines auszeichnete - ihre tödlichen Konter.
"River ist das Weiße Haus, ein spektakulärer Verein. 1986
besaßen wir eine harmonische Mannschaft aus ganzen Kerlen. Sie
wussten genau, was sie sollten und deswegen waren wir so
erfolgreich", erinnert sich der Trainer, der später noch - mit
weniger Haaren - die Mannschaften von Boca Juniors und San Lorenzo
de Almagro trainieren sollte.
Tokyo, Nationalstadion, 13. Dezember
River Plate - Steaua Bukarest 1:0
Zuschauer: 62.000
Schiedsrichter: José Martínez Bazán (Uruguay)
Tor: Antonio Alzamendi (28.)
River Plate: Pumpido - Gordillo, Gutiérrez,
Ruggeri, Montenegro - Enrique, Gallego, Alfaro (Sperandio), Alonso
- Alzamendi, Funes.
Steaua Bukarest: Stingaciu - Iovan, Belodedici,
Weisenbacher, Bumbescu - Barbulescu (Majearu), Stoica, Balan,
Balint - Lacatus, Piturca.