Die Pohang Steelers sind einer der erfolgreichsten Klubs der Republik Korea und der älteste Verein der K-League. Sie sind in ihrer 35-jährigen Vereinsgeschichte bereits vier Mal Meister geworden, haben zwei Mal den koreanischen Pokal geholt und außerdem zwei Siege im asiatischen Landesmeisterpokal zu verzeichnen.
Pohang hat außerdem über 50 Nationalspieler hervorgebracht, unter anderem Akteure wie Lee Hoi-Taek, Choi Soon-Ho, Hong Myung-Bo, Hwang Sun-Hong und Lee Dong-Gook. Die Vereinsfarben (horizontale Streifen in Rot und Schwarz) sind in Korea und auf dem gesamten asiatischen Kontinent zum Symbol eines Klubs geworden, dem die Gegner viel Respekt entgegenbringen.
Die Geburtsstunde einer Institution
Wie die meisten Vereine der K-League wurden auch die Steelers von einem Unternehmen gegründet. Der Verantwortliche dafür war Park Tae-Joon, der erste Firmenchef der Pohang Iron and Steel Company. Er legte so viel Wert auf eine eigene Fussballmannschaft, dass er im April 1973 bereits ein halbprofessionelles Team ins Leben rief, bevor in seinem Unternehmen der erste Rohstahl vom Band lief.
Im folgenden Jahr gewannen die POSCO Dolphins (so wurde der Klub zunächst genannt) den 22. President's Cup. 1982 gewann man dann den Titel in der Korean League (zweite Liga). Trotz eines enttäuschenden Auftakts in der ersten Liga, in der man als Tabellenschlusslicht abschloss, wurden die Dolphins 1984 in eine Profimannschaft umgewandelt und änderten ihren Namen in der darauffolgenden Saison in Atoms.
Die Atoms gewannen 1986 ihren ersten Meistertitel und wiederholten diesen Erfolg unter der Führung des legendären Lee Hoi-Taek in den Jahren 1988 und 1992. Der Klub aus Pohang dominierte die heimische Fussballszene auch weiterhin und stellte dies unter anderem durch den Gewinn des koreanischen Ligapokals im Jahr 1993 und des Pokalwettbewerbs des koreanischen Fussballverbands im Jahr 1996 eindrucksvoll unter Beweis.
Die Entstehung einer Legende
Auf dem Rest des asiatischen Kontinents schlug der Klub jedoch erst Wellen, nachdem er erneut umbenannt worden war, dieses Mal in Steelers. Das war 1997. Damals erreichte das Team aus Pohang, das inzwischen von Park Sung-Hwa, einer weiteren ehemaligen Stürmerlegende trainiert wurde, das Finale des 16. asiatischen Landesmeisterpokals. Dort traf man auf den Titelverteidiger Cheonan Ilhwa Chunma, einen weiteren koreanischen Klub.
Am 9. März 1997 kam es in Kuala Lumpur (Malaysia) zum entscheidenden Aufeinandertreffen. Nachdem man sich in der Gruppenrunde bereits mit einem torlosen Unentschieden getrennt hatte, stand es in der Verlängerung des Finales nun wieder 1:1, und es blieb nicht mehr viel Zeit. Am Ende hatten allerdings die Steelers Grund zum Feiern. Drei Minuten vor Ende der Verlängerung verwandelten sie einen Elfmeter und erzielten damit den Siegtreffer.
Gut ein Jahr später sicherte sich Pohang in Hongkong die zweite kontinentale Trophäe. Auch dieses Mal ging es wieder denkbar knapp zu. Im Finale von 1998 setzte man sich nach Elfmeterschießen mit 6:5 gegen den chinesischen Meister Dalian Wanda (heute Dalian Shide) durch. Nach der regulären Spielzeit hatte es 0:0 gestanden. Diese beiden Erfolge wurde vor allem dem Einfluss eines berühmten Spielertrios zugeschrieben: dem Libero Hong Myung-Bo, dem Flügelspieler Park Tae-Ha und dem Stürmer Hwang Sun-Hong. Diese Akteure präsentierten sich in absoluter Hochform und brachten für die Steelers goldene Zeiten.
Die Gegenwart
Nachdem diese erfahrenen Aushängeschilder den Klub verlassen hatten, begann Pohangs Stern mit Beginn des neuen Jahrhunderts zu sinken. Nachdem Park sein Traineramt im Laufe des Jahres 2000 niedergelegt hatte, hielten sich die Steelers fünf Jahre lang gerade einmal in der Tabellenmitte. Schließlich sollte Choi Soon-Ho, ehemals Nationalspieler der Republik Korea und Stürmer bei Pohang, den Klub wieder auf den richtigen Weg bringen. Der Niedergang setzte sich allerdings zunächst fort. Die Steelers beendeten die Saison auf dem neunten Tabellenplatz und hatten damit ihr bisher schlechtestes Ergebnis in der ersten koreanischen Liga zu verzeichnen.
Trotzdem galt Pohang noch immer als nationale Fussballmacht. 2001 und 2002 erreichte der Klub das Finale des Pokalwettbewerbs des koreanischen Fussballverbands, und zwei Jahre später belegte man in der Meisterschaft den zweiten Platz. Obwohl langsam eine aufsteigende Tendenz zu erkennen war, entschied man sich bei Pohang, in der nächsten Saison einen neuen Trainer zu verpflichten. Mit Sergio Farias übernahm zum ersten Mal ein aus dem Ausland stammender Coach das Ruder. Der Brasilianer rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen. Er führte den für ihn typischen attraktiven Angriffsfussball ein und gewann 2007, in seiner dritten Saison, mit den Steelers den vierten K-League-Titel. Obwohl man in der vergangenen Saison nur den sechsten Platz belegte, zeigt man sich in Pohang weiterhin begeistert vom Magier Farias, und schließlich nehmen die Steelers als Gewinner des Pokalwettbewerbs an der diesjährigen AFC Champions League teil.
Das Stadion
Das Steelyard-Stadion öffnete seine Pforten erstmals am 1. November 1990 und war damals das erste reine Fussballstadion der Republik Korea. Die im Zentrum des Komplexes der POSCO-Stahlwerke errichtete Arena fasst 25.000 Zuschauer und ist für die einmalige Atmosphäre bekannt, die die begeisterten Pohang-Anhänger erzeugen. 2005 wurde das Stadion grundlegend umgebaut und modernisiert, vom Spielfeld über die Kabinen bis hin zur Lautsprecheranlage. Die steile obere Tribüne ermöglicht es den Fans, auf allen Plätzen nah am Geschehen zu sein.



