Vereinsgeschichte...
Eine Gruppe regelmäßig Fussball spielender Jugendlicher gründete 1908 in einem Arbeiterviertel Rotterdams den Verein Feyenoord, der zunächst - benannt nach der damaligen Königin der Niederlande - Wilhelmina hieß. Im Café De Vereeniging wurde am 19. Juli der Grundstein gelegt für den steilen Aufstieg eines Vereins, der in Zukunft für viel Furore sorgen sollte. Seit seiner Gründung wechselte der Club einige Male den Namen, 1912 einigte man sich auf Feijenoord, benannte nach dem Viertel im Süden Rotterdams. 1924 holte Feyenoord erstmals den niederländischen Meistertitel, die Arbeiter hatten erstmals die Bürgerlichen besiegt. Immer noch ein Amateurverein ließ man 1938 aufhorchen, als man unter dem ungarischen Trainer Richard Dombi erstmals gegen die Profis von Arsenal London 1:0 gewinnen konnte.

In der Folge bestritt Feyenoord eine ganze Reihe denkwürdiger Spiele, so unter anderem am 8. September 1965, als man im Europapokalheimspiel Real Madrid mit Ferenc Puskas 2:1 besiegte. Doch eine derartige Schmach ließen die "Königlichen" nicht auf sich sitzen, zwei Wochen später schickten sie die Niederländer mit einem 5:0 nach Hause.

Wenige Jahre später feierte der Verein Erfolge ungeahnten Ausmaßes: Am denkwürdigen Tag des 6. Mai 1970 gewann Feyenoord Rotterdam in Mailand in einem spannenden Finale erstmals den Europapokal der Landesmeister. Zum ersten Mal in der Fussballgeschichte war es einem niederländischen Verein gelungen, diese Trophäe zu erobern, noch bevor Ajax Amsterdam in den kommenden Jahren eine Blütezeit erleben sollte. 2:1 gegen Celtic Glasgow stand es nach packenden 120 Minuten im Mailänder San-Siro-Stadion, erst in der 117. Minute gelang den Rotterdamern mit einem Heber von Ove Kindvall der Siegtreffer. Mit technischem Fussball vom Feinsten und perfekt eingestellt vom unvergessenen österreichischen Trainer Ernst Happel spielten sich die Niederländer in die Herzen der Fussballanhänger. Tausende von Fans in vier Sonderzügen machten auf der Rückfahrt von Mailand nach Rotterdam die Nacht zum Tage, in der Heimat wurde der Erfolg am Fernsehschirm erlebt. Den Spielern wurde in Rotterdam ein begeisterter Empfang bereitet.

Das Jahr 1970 hielt in der Folge sowohl Höhen als auch Tiefen bereit: Groß war die Enttäuschung, als man als Titelverteidiger in der kommenden Europapokalsaison vollkommen unerwartet bereits in der ersten Runde nach einem 0:0 und 1:1 gegen den rumänischen Vertreter UT Arad die Segel streichen musste. Doch der Weltpokalsieg gegen Estudiantes de la Plata (2:2 und 1:0) heilte die Wunden. Freude und Trauer lagen in diesen Tagen nah beieinander.

1974 wurde Feyenoord Rotterdam erstmals UEFA-Cup-Sieger, im Finale setzte man sich gegen Tottenham Hotspur durch. Nach einer zehn Jahre langen Durststrecke gelang dem Team 1984 ein weiterer niederländischer Meistertitel. Angeführt von dem Amsterdamer Johan Cruijff, der beweisen wollte, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört, holte Rotterdam in dieser Saison sogar das Double. Doch dies war nur ein kurzes Aufflackern, denn auch in den folgenden Jahren konnte das Team nicht mehr an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen.

Wim Jansen und Wim van Hanegem, zwei der erfolgreichen Spieler aus dem Jahre 1970, brachten Feyenoord in führenden Positionen Anfang der 90-er Jahre wieder auf Kurs, in den Jahren zwischen 1991 und 1995 gewann Feyenoord viermal den niederländischen Pokal, 1993 feierte das Team den 13. seiner bisher 14 Meistertitel. Der letzte Meistertitel gelang 1999, der bisher letzte große internationale Erfolg war 2002 der UEFA-Cup-Sieg im heimischen De-Kuip-Stadion gegen Borussia Dortmund, damals unter Führung des heutigen Dortmunder Trainers Bert van Marwijk. Spieler des Spiels war mit zwei Treffern Pierre van Hooijdonk.