Vereinsgeschichte...
Flamengo ist nicht nur der erste brasilianische Verein, der
1981 den Toyota Cup in seiner neuen Form gewann, sondern auch aus
Aushängeschild der Arbeiterklasse von Rio de Janeiro und ganz
Brasiliens überhaupt. Oder, wie es frühere Trainer Júlio César Leal
ausdrückt: Der Klub wird unterstützt von "dreißig Millionen
Armen."
Seit der Gründung 1895 ist Flamengo einer der beliebtesten Klubs der Welt und hat dank großer Stars wie Junior, Zico und Romario viel Rum erreicht. Auch wenn der Verein viele seiner Stars Mitte der 90er Jahre verlor, ist er dennoch eine Institution des Landes. Nach langen erfolglosen Jahren konnte 2006 der brasilianische Pokal gewonnen werden.
Dieses Streben danach, sich ständig selbst zu übertreffen, ist charakteristisch für die Geschichte von Flamengo, jenem am 17. November 1895 in der Praia do Flamengo 22 aus der Taufe gehobenen armen Verein, der es mit Siegeswillen und Leidenschaft inzwischen bis an die Weltspitze gebracht hat. das Haus, in dem der Klub gegründet wurde, wurde anschließend übrigens in "Republik des Friedens und der Liebe" umgetauft. Auch das war 1920 noch reichlich neu.
Gegründet wurde der Club de Regatas Flamengo, wie er offiziell heißt, von fünfzehn Ruderern, von denen acht auf wundersame Weise ein Schiffsunglück überlebt hatten. Bis 1911 war Flamengo in der Tat gar kein Fussballverein, und das erste Spiel gab es sogar erst 1912 gegen den Sportklub aus Mangueira (16:1).
Seit dieser Zeit gibt es in Brasilien den "super clasico" zwischen Fla (Flamengo) und Flu (Fluminense), dem Klub der Besserverdiener, damals noch ein guter Freund und heute der große Rivale. An Derbytagen kommt das Leben nicht nur in Rio, sondern im ganzen Land zum Erliegen. Dann herrscht eine Atmosphäre wie sonst vielleicht nur beim Karneval. Der Klassiker ist immer ein echtes Fussballfest, farbenfroh und voller Leidenschaft.
Zwar ging der erste "clasico" am 7. Juli 1912 vor ganzen 800 Zuschauern im Stadion Gavea noch mit 2:3 verloren, doch Flamengo hat diese Scharte längst schon ausgewetzt und kein heute stolz eine großartige Erfolgsbilanz vorweisen.



