Vereinsgeschichte...
Es war Santiago Bernabéu, der damalige Präsident von Real
Madrid, der vorschlug, ein Spiel zwischen dem südamerikanischen und
dem europäischen Pokalsieger zu organisieren, um die beste
Vereinsmannschaft der Welt zu ermitteln. Seine Mannschaft, die die
ersten fünf Auflagen des Europapokals gewonnen hatte, sicherte sich
dann auch den ersten Interkontinental-Pokal. Nach einem weiteren
Europapokalsieg 1966 gingen dann jedoch 32 Jahre ins Land, bis die
Madrilenen wieder einen großen Erfolg feiern konnten. Im Jahre des
einhundertjährigen Vereinsbestehens gelang schließlich der dritte
Titelgewinn im Interkontinental-Pokal.
Real Madrid wurde im Jahre 1902 gegründet und konnte im Laufe der mehr als einhundertjährigen Vereinsgeschichte beneidenswerte Erfolge feiern, aufgrund derer das Team den Olymp der besten Vereinsmannschaften der Welt erklomm. Mit der Übernahme des Präsidentenamtes durch Bernabéu begann für den Verein eine glanzvolle Epoche, in der Real nicht nur zahlreiche Titel einheimste, sondern auch mit dem Bau des legendären Stadions begann. Herausragende Spieler wie di Stefano, Puskas oder Gento sorgten für die fünf Europapokalsiege in Folge, die Real Ende der fünfziger Jahre verbuchen konnte. Real Madrid sahnte in Europa und in Spanien alles ab.
Nach dem sechsten Erfolg auf europäischer Ebene im Jahre 1966 mussten die Anhänger des Vereins dann jedoch 32 Jahre warten, bis ihnen wieder ein Sieg in Europa vergönnt war. Diese Zeit ist jedoch keineswegs als lange Durststrecke zu betrachten, denn schließlich wurde man im Bernabéu-Stadion Zeuge hochklassiger Partien, wofür das Talent der Fussballgrößen sorgte, die sich das weiße Trikot überstreiften.
Besonders beliebt bei der Fangemeinde war die sogenannte "Quinta del Buitre", die gefürchtete Fünfertruppe in Gestalt von Butragueño, Míchel, Pardeza, Martín Vázquez und Sanchís, die allesamt aus der Talentschmiede von Real stammten und die Fans zur Verzückung brachten. Real Madrid brachte einerseits legendäre Fussballer hervor, war aber gleichzeitig auch ein Schmelztiegel der besten Spieler der einzelnen Fussballepochen. Hugo Sánchez, Luis Molowny, Bernd Schuster, Jorge Valdano, Iván Zamorano, um nur einige wenige zu nennen und ohne damit die Leistung der vielen schmälern zu wollen, die hier ungenannt bleiben.
Real Madrid erlebte Ende der neunziger Jahre ein weiteres goldenes Zeitalter, alse sich die Mannschaft zu formen begann, die später als "Los Galacticos" (die Galaktischen) bekannt wurde. Luis Figo, Zinedine Zidane und Ronaldo sorgten gemeinsam mit Roberto Carlos, Raúl, Hierro und Iker Casillas dafür, dass der Klub seinen Trophäenschrank weiter auffüllen konnte. Drei weitere Titel auf europäischer Ebene (Champions League) sowie ein Sieg auf interkontinentaler Ebene (Toyota Cup) ließen auch die internationale Popularität des Klubs ins Unermessliche steigen und brachten die Fans in Wallung.
Die Mannschaft verstand es schon immer, die Fans in ihren Bann zu ziehen, aber ein ganz besonderes Highlight ist traditionell der Klassiker gegen den Erzrivalen, den FC Barcelona. Auch die Anhänger beider Mannschaften geben in diesen Herzschlagpartien alles. Ein weiterer großer Rivale von Real ist der direkte Nachbar in der Hauptstadt: Atlético Madrid. Atlético ist die zweite spanische Mannschaft, die bereits einen Interkontinental-Pokal im Trophäenschrank stehen hat.

