Vereinsgeschichte...
Manchester United ist in England die mit Abstand populärste
Mannschaft mit den meisten Fans und seit der Gründung der Premier
League im Jahre 1992 auch die erfolgreichste britische
Vereinsmannschaft. Nachdem "ManU" 16 Jahre lang auf den
ersten Meistertitel warten musste, gelang der Titelgewinn in den
vergangenen 13 Spielzeiten dafür gleich acht Mal. Das bedeutet
gleichzeitig, dass Manchester United gleich hinter Liverpool, dem
großen Rivalen im Nordwesten Englands, an zweiter Stelle rangiert.
Der Glanz, in dem das moderne Old-Trafford-Stadion heute erstrahlt, ist bei weitem anders als zur bescheidenen Gründerzeit des Klubs, als der Vereinsname noch "Newton Heath LYR (Lancashire and Yorkshire Railway)" lautete, ein 1878 von Eisenbahnarbeitern gegründeter Fussballverein. Nachdem der Verein 1892 der "Football League" beigetreten war, wurde der Klub in Manchester United umbenannt. Ein Jahrzehnt später, im Jahre 1908, feierte der Klub seinen ersten Liga-Meisterschaftstitel.
Es dauerte jedoch noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg, bis Manchester United begann, sich einen Namen als Garant für Siege zu machen. Der verantwortliche Mann, der hinter dieser Erfolgsgeschichte stand, war der Schotte Matt Busby. Als er zum Verein stieß, wurden die Heimspiele im benachbarten Stadion von Manchester City ausgetragen, da das Old Trafford während des Krieges durch die Bombenangriffe erheblich beschädigt worden war. Unter seiner Führung jedoch entwickelten sich sowohl das Stadion als auch die Mannschaft gemeinsam zu symbolträchtigen Institutionen. Nachdem Manchester United in den fünfziger Jahren drei Meisterschaftstitel gewinnen konnte, wurde die begeisternde junge Mannschaft, die liebevoll die "Busby Babes" genannt wurde, bei einen Flugzeugabsturz in München im Februar 1958 auf der Rückreise von einem Spiel in Belgrad im Europapokal der Pokalsieger nahezu ausgelöscht. Beim Absturz kamen insgesamt 23 Menschen ums Leben, davon waren acht Spieler von Manchester United.
Nachdem Busby selbst von seinen schweren Verletzungen genesen war, baute er ein neues Team auf, in dessen Reihen solche Weltklassespieler zu finden waren, wie zum Beispiel Bobby Charlton, George Best und Denis Law. Ein Jahrzehnt später gewann seine Mannschaft mit einem 4:1-Sieg gegen Benfica Lissabon im Wembley-Stadion zum ersten Mal den Europapokal. Nach den Erfolgen der sechziger Jahre jedoch durchlebte Manchester United in den Siebzigern eine relativ lange Durststrecke. Erst als Sir Alex Ferguson 1986 das Ruder übernahm, begann im Old Trafford eine neue glorreiche Ära.
Genauso wie Busby erkannte auch Ferguson, dass der Schlüssel zum Erfolg in jungen talentierten Nachwuchskräften lag. Damit lag er goldrichtig, denn mit einer neuen Generation von Spielern wie Ryan Giggs, David Beckham und Paul Scholes stellte sich der Serienerfolg wieder ein. Nachdem das lange Warten auf einen Meistertitel 1993 ein Ende hatte, dominierte Manchester United den englischen Fussball während der darauf folgenden zehn Jahre. 1999 schlug "ManU" in Barcelona den deutschen Rekordmeister Bayern München und gewann zum zweiten Mal den Europapokal.



