Vereinsgeschichte...
Die Geschichte von Atlético Madrid ist von Licht und Schatten
geprägt. Atlético ist traditionell die Mannschaft, mit der sich die
Madrider Arbeiterklasse immer am stärksten identifiziert hat und
definiert sich in erster Linie durch die Opposition zum lokalen
Erzrivalen Real Madrid. Obwohl das Team im Vergleich zum mächtigen
Nachbarn weniger Erfolge zu verzeichnen hat, zählt Atlético doch zu
den ganz Großen im spanischen Fussball und steht hoch in der Gunst
der Fans.
Atlético Madrid wurde am 26. April 1903 als Madrider Ableger des Athletic Club de Bilbao gegründet. Vereinsgründer war die in der Hauptstadt lebende Kolonie aus dem Baskenland und Navarra. Im Jahre 1911 trug die Mannschaft zum ersten Mal die Trikots mit den rot-weißen vertikalen Streifen, die ihr auch den Spitznamen "Colchoneros" (Matratzenmacher) einbrachten. Die Farbgebung glich den zur damaligen Zeit üblichen Matratzenbezügen.
Nach dem Bürgerkrieg schloss der Verein sich mit Aviación Nacional, der Fussballmannschaft der Luftwaffe, zusammen, nannte sich fortan Atlético Aviación und eroberte in der Nachkriegszeit zweimal den Meistertitel der spanischen Liga. 1947 wurde der Verein in Club Atlético de Madrid umbenannt. Die sechziger und siebziger Jahre waren wohl die glanzvollsten für den Klub, der sich damals in die Herzen seiner charismatischen Anhängerschaft spielte und große Popularität erlangte. Zu dieser Zeit feierte der Verein seine beiden internationalen Erfolge. 1961 gewann Atlético den Europapokal der Pokalsieger und 1974 den Interkontinental-Pokal.
Der letzte große Erfolg des Vereins war in der Saison 1995/1996 zu verzeichnen, als der Mannschaft der historische Doppelerfolg in Spanien gelang. Atlético wurde in jenem Jahr sowohl Landesmeister als auch Pokalsieger. Drei Jahre später folgte dann jedoch eine rasante Talfahrt und der Klub musste den Abstieg in die zweite Liga hinnehmen. Aufgrund seiner Unbeständigkeit handelte sich der Verein dann auch den Spitznamen "El Pupas" (übersetzt etwa 'Wehwehchen') ein.
Zwei Jahre in der 'Hölle' reichten aus, um die bedingungslose Treue einer Fangemeinde unter Beweis zu stellen, die es gewohnt war, mit ihrem Verein zu leiden und die Rotweißen dennoch grenzenlos liebte. Atlético füllte auch in den Jahren in der zweiten Liga noch die Stadien und stellte sogar einen neuen Mitgliederrekord auf, bevor der Verein dann im Jahre 2002 unter dem beliebten Luis Aragonés triumphierend wieder in die höchste Spielklasse zurückkehrte. Der Aufstieg in die erste Liga kam gerade richtig zur Feier des einhundertjährigen Bestehens. Es gab eine Riesenparty, während der sich die Straßen Madrids rot und weiß färbten und wieder einmal das höchste Gut dieses Vereins zutage trat: die Unterstützung durch die breite Masse der Bevölkerung.



