Vereinsgeschichte...
Der Vorname Franz scheint wie ein Leitmotiv durch die Geschichte des FC Bayern München zu führen. So war es ausgerechnet ein gewisser Franz, Nachname John, der am Abend des 27. Februar 1900 mit anderen Unentwegten entschloss, sich vom MTV 1879 München abzuspalten, um bessere Chancen zu haben, sich dem Fussballsport zu widmen. Der FC Bayern München wurde geboren. 18 Namen umfasste die Gründungsurkunde. Bereits 1920 hatte der FC Bayern München schon 700 Mitglieder und war damit das, was er noch heute ist: Der größte Fußballverein der Stadt. Der FC Bayern war längst zu einer festen Größe in Deutschland geworden, doch als der zweite Weltkrieg ausbrach, ruhte der Sport auch bei den Bayern.

Anschließend benötigte der Fussball in Deutschland und somit auch beim FC Bayern München einige Zeit, bis er wieder mit Begeisterung betrieben wurde. Zwar konnte man 1957 erstmals den Deutschen Pokal gewinnen, dank eines 1:0-Sieges gegen Fortuna Düsseldorf (Torschütze: Jobst), doch wiederum einige Jahre vergingen, in denen der FC Bayern sportlich nicht sonderlich in Erscheinung trat. So wurde man bei der Einführung der Bundesliga 1963 nicht berücksichtigt. 1964 scheiterte die "Roten" in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Ein Jahr später unter der 1998 verstorbenen Trainer-Legende Tschik Cajkovski gelang endlich der Sprung ins Oberhaus. Zur damaligen Aufstiegself gehörten unter anderen auch blutjunge Burschen wie Sepp Maier, Gerd Müller und ein gewisser Franz Beckenbauer.

Dieses Trio, das heute noch in unterschiedlichen Funktionen für den FC Bayern München arbeitet, hat einen großen Anteil am Gipfelsturm der Münchner. Denn kaum in der Bundesliga angekommen begann für den FC Bayern eine Erfolgsära, die bis dato anhält. Bereits das erste Bundesliga-Jahr beendete man auf Rang drei und gewann im gleichen Jahr den Deutschen Pokal. Bereits 1967 folgte auch international der große Durchbruch. Durch einen Treffer von Franz "Bulle" Roth gewann man erstmals den Europapokal der Pokalsieger mit 1:0 gegen Glasgow Rangers.

Dieser Triumph war der Aufgalopp zur erfolgreichsten Zeit des FC Bayern, in der der Klub nahezu alles gewann, was es zu gewinnen gab. Es war die goldene Ära um Ausnahmefussballer wie Maier, Müller oder Beckenbauer. Zwischen 1968 und 1976 wurde man vier Mal Deutscher Meister, zwei Mal Deutscher Pokalsieger, drei Mal Europapokalsieger der Landesmeister (1974, 1975, 1976) und Weltpokalsieger (1976). Allerdings sollten dies die letzten ganz großen Titel dieses Jahrhunderts bleiben.

Es folgten Jahre der Veränderungen, Jahre ohne Titel. 1977 verabschiedete sich Franz Beckenbauer Richtung US-Profi-Liga zu Cosmos New York. Nur ein Jahr später folgte ihm Gerd Müller über den großen Teich, sein Ziel waren die Fort Lauderdale Strikers. 1979 übernahm Uli Hoeneß, im Alter von 27 Jahren, das Amt das Managers.

Mit Paul Breitner und dem jungen Karl-Heinz Rummenigge fand der FC Bayern wieder zurück in die Erfolgsspur und gewann 1980 den ersten Meistertitel nach sechs Jahren. Eine neue Ära sollte beginnen. Bereits 1982 hatte man erneut fast den Europapokal der Landesmeister wieder in den Händen. Doch in einem überlegen geführten Spiel reichte Gegner Aston Villa ein Konter-Tor zum 1:0-Erfolg. Ebenso verlor man fünf Jahre später gegen den FC Porto im Endspiel des Europapokals der Landesmeister. 1987 verlor man in Wien mit 1:2.

Während man in Deutschland Meistertitel und Pokalsiege bis heute nahezu in Serie feiern konnte und kann, musste man bis 1996 warten, ehe ein weiterer internationaler Triumph verbucht werden konnte. 1996 gewann der FC Bayern den UEFA-Pokal nach zwei Siegen gegen Girondins Bordeaux (2:0 in München und 1:3 in Bordeaux). Der nächste ganz große Wurf gelang im neuen Jahrtausend. Nachdem man 1999 in einem unvergessenen Champions League-Finale gegen Manchester United in den letzten Sekunden einen 1:0-Vorsprung verspielte und letztlich 1:2 verlor, holte sich die damalige Mannschaft von Coach Ottmar Hitzfeld 2001 endlich wieder die Krone. In Mailand besiegte man den FC Valencia mit 5:4 (1:1, 0:1) nach Elfmeterschießen und gewann die Champions League. Oliver Kahn wehrte gleich drei Elfmeter ab. Im gleichen Jahr gelang auch noch der Gewinn des Weltpokals dank eines 1:0-Erfolgs gegen Boca Juniors Buenos Aires. Samuel Kuffour erzielte das goldene Tor.

Dank der herausragender Fussballer, die nach ihrer Karriere auch in anderen Funktionen im Verein ebenso starke Leistungen ablieferten, wie auf dem Platz hat sich der FC Bayern über die Jahre hinweg zur absoluten Nummer eins in Deutschland etabliert. Auch international gehört der Klub zur absoluten Creme de la Creme des Fussballs. Vor allem Franz Beckenbauer (Aufsichtsratsvorsitzender), Uli Hoeneß (Manager) und Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender) haben den FC Bayern geprägt und werden ihn auch in Zukunft prägen.