Fernando Torres hält sich anlässlich der FIFA World Player Gala in Zürich auf. Er gehört bei der Wahl des FIFA-Weltfussballers des Jahres 2008 zu den fünf Nominierten, und so ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass der spanische Ausnahmestürmer das vergangene Jahr als bisher erfolgreichstes seiner Karriere betrachtet. Freundlich lächelnd teilte Torres FIFA.com seine Eindrücke mit.

"Das letzte Jahr war einfach fantastisch. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet", erklärt der Star des FC Liverpool. "Ich hatte gerade den Verein gewechselt und war in ein anderes Land gezogen. Deshalb hatte ich damit gerechnet, dass ich erst einmal ein Jahr lang mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen haben würde. Aber dann habe ich angefangen Tore zu schießen und eine wichtige Rolle gespielt. Zwar ist es mir mit meinem Verein nicht gelungen, den Titel zu holen, aber dafür bin ich mit der Nationalmannschaft Europameister geworden. Dabei schien das eigentlich das schwierigere Unterfangen zu sein."

Natürlich war der Sieg im Finale in Wien für den Stürmer das wichtigste Ereignis des Jahres. Allerdings denkt er auch noch viel über eine andere Partie nach. "Für uns war es am Wichtigsten, die Barriere des Viertelfinales zu überwinden. Das ist uns gelungen, und dann auch noch gegen Italien, eine Mannschaft, gegen die wir bisher immer verloren hatten. Dann kam das Finale gegen eine weitere Fussballmacht: Deutschland. Das war natürlich auch ein unvergessliches Ereignis, aber das Selbstvertrauen dafür haben wir aus dem Viertelfinalsieg geschöpft."

Was war das Geheimnis des Erfolgs? "Das Wichtigste war die mannschaftliche Geschlossenheit", so Torres überzeugt. "In vielen Mannschaften gibt es Probleme untereinander oder Spieler, die unzufrieden sind, weil sie keinen Stammplatz haben. Bei uns war genau das Gegenteil der Fall. Jeder war sich der Rolle bewusst, die er spielen sollte. Das war entscheidend. Und das hat sich unter Del Bosque nicht geändert", erklärt er.