Brasilien

Vergangenheit
Wenn man über die Geschichte des brasilianischen Nationalteams spricht, dann erzählt man praktisch die Geschichte der ganzen Sportart. Der Beach Soccer entstand an den Stränden der Copacabana, und zu seinen ersten Akteuren und Botschaftern gehörten ehemalige Stars des grünen Rasens wie Zico, Júnior und Edinho. Nach dem Gewinn von neun der zehn Auflagen der früheren Beach-Soccer-WM war Brasilien Gastgeber der ersten drei Endrunden der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft – und verlor überraschenderweise die Erstauflage im Jahr 2005. Danach blieb der Titel von 2006 bis 2009 jedoch vier Jahre hintereinander in brasilianischer Hand. Erst bei der jüngsten Auflage, der WM 2011 in Ravenna, eroberten die russische Durchschlagskraft und Disziplin auf beeindruckende Weise die Strände – und Brasilien blieb nur der Vize-Titel.

Gegenwart

Traditionell sind die Brasilianer mit allem außer dem WM-Titel unzufrieden. Daher leitete man nach der Finalniederlage 2011 gegen Russland einen Erneuerungsprozess ein. Dieser nahm Anfang 2013 konkrete Formen an, als mit Junior Negão einer der erfahrensten ehemaligen Stars der Nationalmannschaft den Trainerposten übernahm. Er beschloss, Veteranen wie Buru, Daniel und Bueno zurückzuholen und Torjäger Benjamin an die Seite zu stellen. Dazu bot er nach und nach Youngstern wie Anderson Wesley und Datinha Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Zukunft
Die Ergebnisse stellten sich prompt ein. Die ersten neun Partien unter dem Kommando von Negão wurden gewonnen. Doch dann kam der große Schreck: eine unerwartete Niederlage im Neunmeterschießen gegen Paraguay im Halbfinale des CONMEBOL-Qualifikationsturniers zur FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Tahiti 2013. Diese ließ die Alarmglocken läuten und setzte die Seleção im Spiel um den dritten Platz gegen Ecuador unter enormen Druck. Bruno Xavier, der gegen Paraguay noch den entscheidenden Neunmeter verschoss, rehabilitierte sich und erzielte bei dem 11:5-Kantersieg fünf Treffer – einmal mehr war Brasilien bei einer FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft dabei. Die Alarmglocken sind allerdings nicht verhallt: Inmitten der Erneuerungsphase geht die Seleção mit einer weit geringeren Favoritenstellung in ihre Partien als es noch vor einigen Jahren der Fall war.