• Gionni Matticoli  einer der erfahrensten Beach-Soccer-Schiedsrichter
  • Issam Bousbih erstmals als Schiedsrichter bei einer FIFA Beach-Soccer-WM
  • Beide sprachen mit FIFA.com über ihre Erfahrungen

Beach Soccer ist eine der schnellsten Sportarten der Welt. Schon für die Zuschauer ist es schwer genug, das Geschehen im Auge zu behalten und die Ereignisse auf dem Spielfeld zu verfolgen.

Wie schwer muss es erst sein, solche Spiele als Schiedsrichter zu leiten? Hier kommen Gionni Matticoli und Issam Bousbih ins Spiel. Matticoli ist einer der erfahrensten Schiedsrichter beim Turnier auf den Bahamas, während es für Bousbih die erste FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft ist. Als die beiden kurz nach dem Viertelfinale zwischen Iran und der Schweiz wieder zu Atem gekommen waren, nahmen sie sich ein wenig Zeit, um mit FIFA.com über ihre bisherigen Eindrücke vom Turnier zu sprechen.

"Bei diesem Turnier geht es ganz besonders fair zu", befand Matticoli. "Wir schauen uns jeden Tag Videos von allen Spielzügen an. Ich habe schon drei Spiele geleitet und dabei keine einzige Gelbe oder Rote Karte gezeigt! Die Spieler zeigen eine vorbildliche Einstellung."

Nicht selten ziehen Fussballfans Vergleiche zwischen Großfeldfussball und Beach Soccer. Doch Matticoli betont, dass sich diese Sportarten sehr unterscheiden. Da er aus der Beach-Soccer-Hochburg Italien stammt, ist seine Einschätzung durchaus fundiert.

"Man muss die Regeln sehr genau kennen! Ein Team kann in der letzten Minute noch in Führung liegen, und dann kann die Partie in den letzen Sekunden doch noch kippen, weil alles so schnell geht. Es gibt die unterschiedlichsten Situationen. Daher muss man die Regeln sehr gut kennen. Und natürlich muss man auch über eine gute Kondition verfügen.

Und auch die Zusammenarbeit mit den anderen Schiedsrichtern muss gut funktionieren. Das ist sehr wichtig, denn ein Schiedsrichter behält die eine Hälfte des Spielfelds im Auge und der zweite die andere Hälfte. Teamwork ist daher unverzichtbar. Man kann ein Spiel fast fehlerfrei leiten. Aber wenn man einen einzigen Fehler macht, kann das ein Team den Sieg kosten."

Bei Matticolis jüngstem Einsatz gehörte auch der Tunesier Bousbih zum Schiedsrichtergespann. "Beeindruckend, einfach überaus beeindruckend", meint er zu seinen bisherigen Erfahrungen. "Alle sind sehr hilfsbereit und unterstützen uns in jeder Hinsicht. Wir bilden ein echtes Team. Man muss sehr gut in Form sein, denn das Spiel ist sehr schnell. Sonst hätte man noch größere Probleme, alles mitzubekommen!"